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Das letzte Geschenk des Abends

Dreier Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 14 Min · Ab 18 Jahren

„Du hast Angst“, stellte Marlene fest, nicht fragend. Ihr Zeigefinger malte Kreise auf den feuchten Rand von Lenas Cocktailglas.

Lena hob eine Augenbraue, ließ den Blick über die Theke gleiten. „Angst? Wovor? Vor deiner albernen Wette? Bitte.“ Sie nahm einen langen Schluck, spürte die Kälte des Drinks in der Kehle, und stellte das Glas mit einem entschlossenen Klacken ab. Der Club tobte um sie herum, Basswellen pulsierten durch den Raum, doch an dieser Nische an der Bar webten sie eine eigene Intimität.

„Dann küss ihn.“ Marlenes Kinn wies unmissverständlich auf den Barkeeper. Ein Mann um die Mitte dreißig, dunkle Locken, die sich über der Stirn kräuselten, ein leichter Bartschatten, der sein Lächeln betonte. Er hatte etwas Solides an sich, eine lässige Souveränität, die Lena sofort magnetisch angezogen hatte. Er mixte einen Drink, seine Hände führten präzise und ruhig.

„Du spinnst“, lachte Lena, aber das Lachen klang dünn.

„Dein Junggesellinnenabschied, deine Regeln. Aber wenn du nicht traust …“ Marlene zuckte mit den Schultern, ließ den Satz verhallen. Ihre Augen funkelten spöttisch, herausfordernd.

Lena drehte sich auf dem Barhocker und musterte den Barkeeper. Er spürte ihren Blick, sah auf, lächelte, während er den Drink servierte. Sie erwiderte das Lächeln, ein Kribbeln rieselte ihr den Rücken hinab, sammelte sich tief im Bauch. Es war nicht nur der Alkohol. Es war die Herausforderung, die ungeteilte Aufmerksamkeit, das Versprechen von etwas Ungewohntem.

„Okay“, hörte sie sich sagen, und ihr Körper bewegte sich wie von allein. Sie glitt vom Hocker, die Beine trugen sie fest. „Aber du siehst zu.“

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„Versprochen.“ Marlenes Stimme klang heiser, ihre Augen weit.

Lena schlängelte sich durch die Menge, jede Berührung ein elektrischer Impuls. Sie stand vor ihm, die Theke ein schmaler Grat zwischen ihnen. Er beugte sich vor, um sie zu hören. Sein Atem streifte ihr Ohr, warm und leicht pfefferminz. „Was darf ich dir bringen, schöne Frau?“

„Einen Kuss“, sagte sie, direkt, ohne zu überlegen.

Er zögerte, ein kurzes Stocken, dann breitete sich ein verblüfftes Lächeln aus. „Einen Kuss? Für dich? Jederzeit.“ Er beugte sich über die Theke, seine Lippen fanden ihre. Ein sanfter, tastender Kuss, der nach Minze und Whisky schmeckte. Ohne nachzudenken legte Lena ihre Hand auf seine Wange, spürte die leichte Bartrauheit, zog ihn näher. Ihre Zungen trafen sich, der Kuss vertiefte sich, wurde fordernder. Aus den Augenwinkeln sah sie Marlene, die sie mit offenem Mund anstarrte, die Finger um ihr Glas gekrampft.

Als sie sich lösten, war Lena leicht außer Atem, ihr Herz hämmerte gegen die Rippen. „Wow“, sagte sie, ein Hauch.

„Das kannst du laut sagen“, grinste er. „Ich heiße Jan.“

„Lena. Und die da drüben ist Marlene, meine beste Freundin. Es ist mein Junggesellinnenabschied.“

„Herzlichen Glückwunsch. Dann hast du gleich noch einen Grund zu feiern“, sagte er, und sein Zwinkern traf sie wie ein Versprechen.

Sie lachte, drehte sich um und kehrte zu Marlene zurück, die sie mit großen Augen empfing. „Okay, das war heißer als erwartet“, gestand Marlene.

„Ich weiß.“ Lena ließ sich auf den Hocker fallen, die Knie weich. „Er heißt Jan.“

Die nächste Stunde verbrachten sie mit Tanzen, die Körper ineinander verschlungen, mit Trinken, süße Cocktails, die auf der Zunge brannten. Doch Lenas Blick suchte immer wieder die Bar, wo Jan arbeitete, seine Hände Flaschen und Gläser jonglierten. Irgendwann, gegen Mitternacht, als die Menge dichter und die Musik lauter wurde, tauchte er plötzlich neben ihr auf der Tanzfläche auf. Sein Mund war nah an ihrem Ohr. „Ich habe Feierabend. Hättet ihr Lust, noch woanders hinzugehen? Ich kenne einen ruhigen Ort.“

Lena sah zu Marlene, deren Nicken ein Echo ihres eigenen Verlangens war. „Ja, gern.“

Sie verließen den Club, die kühle Nachtluft schlug ihnen entgegen, ein Kontrast zur stickigen Hitze drinnen. Jan führte sie durch enge Gassen zu einer kleinen Wohnung über einer Buchhandlung. „Die gehört einem Freund, der im Urlaub ist. Ich habe einen Schlüssel.“ Er schloss auf, ließ sie eintreten.

Die Wohnung war gemütlich, hohe Bücherregale, ein tiefes, weiches Sofa in der Mitte. Jan machte das Licht an, ein warmes Leuchten erfasste den Raum. Er bot ihnen Getränke an – Wasser, Wein –, aber Lena schüttelte den Kopf. Sie setzte sich auf das Sofa, die Polster gaben nach, Marlene ließ sich neben sie fallen, ihr Schenkel presste sich gegen Lenas.

„Also“, sagte Jan, der sich ihnen gegenüber auf einem Sessel niederließ, die Arme lässig auf den Lehnen, „Junggesellinnenabschied. Da muss doch noch mehr kommen als nur ein Kuss.“ Sein Grinsen war frech, aber einladend.

Marlene lachte, ein tiefer, kehliger Laut. „Was hast du denn im Sinn?“

„Keine Ahnung. Ich bin ganz in euren Händen.“ Er lehnte sich zurück, sein Blick wanderte zwischen ihnen hin und her, ruhig, geduldig.

Lena spürte die Spannung im Raum, wie eine Saite, die gespannt wurde. Sie sah Marlene an, die genauso neugierig wirkte, die Hände flach auf ihren Oberschenkeln. „Was meinst du?“, fragte Lena leise.

Marlene stand auf, ihre Bewegungen flüssig. Sie ging zu Jan, setzte sich auf seinen Schoß, das Gesicht dicht vor seinem. „Ich denke, wir sollten ihn nicht zappeln lassen.“ Ihre Stimme war ein Flüstern, aber klar. „Darf ich?“

„Nur zu“, sagte er, und seine Hände legten sich auf ihre Hüften, zogen sie näher.

Marlene küsste ihn, und Lena beobachtete, wie sich ihre Lippen trafen, wie Marlenes Zunge in seinen Mund glitt, ein langsames, forderndes Spiel. Wärme breitete sich in Lenas Brust aus, eine schwere, süße Schwere. Sie stand auf, trat hinter das Sofa, legte ihre Hände auf Marlenes Schultern, massierte die angespannten Muskeln. Marlene löste sich von Jans Lippen, drehte den Kopf zu Lena. Ihr Blick war verschleiert, die Pupillen geweitet. „Spielst du mit?“, hauchte sie.

Lena beugte sich vor, ihre Lippen trafen Marlenes. Ein zarter, prüfender Kuss, dann öffnete Marlene den Mund, forderte mehr. Ihre Zungen trafen sich, und Lenas Hand glitt von Marlenes Schulter in ihr Haar, zog sanft. Sie spürte, wie eine Welle der Erregung durch sie hindurchging, sich in ihrem Bauch sammelte, zwischen ihren Beinen warm wurde. Als sie sich trennten, sahen sie sich an, beide außer Atem, die Lippen glänzend.

„Ich will euch beide“, sagte Jan, seine Stimme rau vor Verlangen. Er stand auf, nahm Lenas Hand, führte sie zum Sofa. „Setz dich.“ Sie ließ sich sinken, das Lederleder kühl unter ihren Oberschenkeln. Marlene setzte sich neben sie. Jan zog sein T-Shirt über den Kopf, ließ es fallen. Sein Oberkörper war muskulös, mit feinem Haar auf der Brust, das sich zu einer Linie unter dem Bauchnabel verjüngte. Lena spürte einen Stich der Begierde, ein Pochen zwischen den Beinen.

Marlene begann, seinen Gürtel zu öffnen, die Schnalle klapperte leise. „Lass uns sehen, was du zu bieten hast.“ Sie zog den Reißverschluss auf, ließ die Hose zu Boden gleiten. Sein erigierter Penis drückte gegen die Boxershorts, ein feuchter Fleck an der Spitze. Marlene strich mit der Hand darüber, und er stöhnte leise, ein Laut, der in der Stille vibrierte. Lena beobachtete, wie Marlene die Boxershorts herunterzog, den Penis befreite. Er war lang und dick, die Eichel rosig und glänzend, ein Tropfen Lust an der Spitze.

„Gefällt er dir?“, fragte Jan, und sein Blick ruhte auf Lena.

Sie nickte, die Kehle trocken. Marlene beugte sich vor, ihre Lippen umschlossen die Eichel, glitten langsam hinab. Ein lauter Seufzer entfuhr Jan, als sie ihn ganz in den Mund nahm, sein Becken sich unwillkürlich bewegte. Lena sah zu, wie Marlenes Kopf sich rhythmisch hob und senkte, wie ihr Speichel ihn benetzte, wie sie ihn tiefer nahm, bis er an ihrer Kehle war. Hitze durchströmte Lena. Sie legte eine Hand auf Marlenes Rücken, spürte die Bewegung der Muskeln unter ihrer Handfläche.

„Komm her“, sagte Jan zu Lena und zog sie an sich. Er küsste sie, während Marlene weitermachte, seine Zunge in Lenas Mund, forschend, fordernd. Seine Hand glitt unter ihr Kleid, fand ihre feuchte Muschi. Sie stöhnte in seinen Mund, als seine Finger über ihre Klitoris strichen, dann in sie eindrangen, zwei Finger, tief. Sie war bereit, so feucht, dass sie sich schämte – aber hier gab es keine Scham, nur das reine, blanke Verlangen.

Er zog seine Finger heraus, leckte sie langsam ab. „Lecker“, murmelte er. Marlene ließ von ihm ab, ein Speichelfaden rann von ihrem Kinn, den sie mit der Hand wegwischte. Sie sah Lena an. „Zieh dich aus.“

Gehorsam stand Lena auf, streifte ihr Kleid über den Kopf. Die Luft strich kühl über ihre Haut. Sie trug nur einen hautfarbenen BH und ein Höschen. Marlene half ihr, den BH zu öffnen, die Häkchen lösten sich, die Brüste fielen frei. Marlene berührte sie, streichelte die harten Nippel mit den Fingerspitzen. „So schön“, flüsterte sie und beugte sich vor, um einen in den Mund zu nehmen. Lena warf den Kopf zurück, als Marlenes Zunge darum kreiste, sie saugte, leicht biss. Gleichzeitig spürte sie Jans Hände auf ihren Hüften, seinen Mund auf ihrer anderen Brust, seine Zunge ein nasses, warmes Versprechen.

Sie war gefangen zwischen ihnen, überwältigt von so viel Aufmerksamkeit, so viel Lust. Marlene ließ von ihrer Brust ab, kniete sich vor ihr hin. Sie zog ihr Höschen herunter, ließ es um ihre Knöchel gleiten. Dann spürte sie Marlenes Zunge zwischen ihren Beinen, direkt auf ihrer Klitoris. Ein Schrei entfuhr Lena, und sie griff in Marlenes Haar, zog sie fester an sich. Jans Hände stützten sie von hinten, während sein harter Penis gegen ihren Rücken drückte, ein stummes Drängen.

Marlene leckte sie mit langsamen, breiten Zügen, dann konzentrierte sie sich auf die empfindlichste Stelle, die Zunge schnell und präzise. Lena spürte den Orgasmus kommen, eine Welle, die sich aufbaute, unaufhaltsam. „Ich komme gleich“, keuchte sie, die Knie gaben nach.

„Noch nicht“, sagte Marlene und hörte auf. Lena stöhnte frustriert, aber Marlene stand auf und küsste sie, der Geschmack von ihr selbst auf Marlenes Lippen. „Wir sind noch nicht fertig mit dir.“

Jan führte sie ins Schlafzimmer, wo ein großes Bett stand, die Decke zurückgeschlagen. Er legte sich darauf, und Marlene bedeutete Lena, sich auf ihn zu setzen. Lena gehorchte, spürte ihn unter sich, seine Hände auf ihren Brüsten, die Nippel zwischen seinen Fingern. Sie richtete seinen Penis aus und ließ sich langsam hinabsinken. Er füllte sie vollständig aus, dehnte sie auf eine schmerzhaft-schöne Weise. Sie ritt ihn, erst langsam, kreisend, dann schneller, ihre Hüften ein eigener Rhythmus, während Marlene sich neben ihnen auf das Bett legte und zusah.

„Sieh zu“, sagte Jan und fasste Lenas Hüften fester, dirigierte ihre Bewegung. „Ich will, dass du siehst, wie sie kommt.“

Lena drehte den Kopf, sah Marlenes Hand zwischen ihren eigenen Beinen, die Finger, die sich bewegten. Ein Stich der Eifersucht, der sich schnell in Erregung verwandelte. Sie beugte sich vor, knappte nach Marlenes Lippen, küsste sie, während sie weiter auf Jan ritt, ihr Körper ein eigenes Tier. Marlenes freie Hand fand Lenas Klitoris, der Kontakt ließ sie erschauern, einen Schrei unterdrücken.

„Ich will in dir kommen“, stöhnte Jan, sein Griff wurde fester, seine Stöße heftiger. Lena war kurz davor, es ebenfalls zu tun. Sie spürte, wie sich alles zusammenzog, wie die Spannung unerträglich wurde, ein Knoten, der sich lösen musste. Dann gab sie nach, der Orgasmus riss sie mit, eine Welle, die sie überflutete, und sie hörte sich schreien, während sie sich auf ihm ergoss, ihr Körper zuckte und bebte. Er stieß noch ein paar Mal tief in sie hinein und kam dann mit einem langen, tiefen Stöhnen, das sie erzittern ließ.

Sie fiel neben ihm aufs Bett, außer Atem, der Schweiß kühlte auf ihrer Haut. Marlene rollte sich zu ihr, küsste sie zärtlich, die Lippen weich. „War das okay?“, fragte sie.

Lena lachte, ein leises, atemloses Lachen. „Mehr als okay.“

Jan stand auf, brachte ein Glas Wasser. Sie tranken daraus, abwechselnd, ließen das Licht an. Jan setzte sich wieder aufs Bett. Dann drehte er sich zu Marlene. „Du hast noch nicht kommen, oder?“

Sie schüttelte den Kopf, ein Lächeln umspielte ihre Lippen. „Ich bin dran.“ Sie grinste.

Lena sah zu, wie Jan sich zwischen Marlenes Beine legte, wie er sie mit seiner Zunge liebkoste, langsam, hingebungsvoll. Sie war noch hellwach, jede Faser ihres Körpers gespannt, die Lust noch nicht gestillt. Sie stützte sich auf einen Ellbogen, beobachtete, wie Marlenes Körper sich spannte, wie ihre Hände in seinem Haar vergruben, wie ihr Atem schneller wurde. Marlenes Seufzer wurden lauter, und Lena spürte, wie ihre eigene Erregung zurückkehrte, ein warmes Pochen.

„Ich will dich auch noch einmal“, flüsterte sie und beugte sich über Marlene, küsste sie, ihre Zungen trafen sich, der Geschmack von Salz und Lust.

Jan richtete sich auf. „Ich habe eine Idee.“ Er positionierte sich hinter Lena, während sie Marlene küsste. Sie spürte seinen Penis an ihrer Öffnung, feucht von ihrem letzten Mal, die Eichel glitt leicht hinein. Er drang langsam ein, und sie stöhnte in Marlenes Mund. Marlenes Beine spreizten sich weiter, und Jan streichelte sie mit der Hand, zwei Finger, die in ihre Nässe tauchten, während er Lena fickte, tief und gleichmäßig.

„Oh Gott“, stöhnte Lena, der Rhythmus trug sie.

Marlene begann zu stöhnen, als Jans Finger in ihr waren, und sie drückte sich dagegen. Das Gefühl, von ihm gefüllt zu werden und gleichzeitig Marlenes Reaktionen zu spüren, war überwältigend. Die Spannung baute sich erneut auf, diesmal gemeinsam. Marlene kam zuerst, ihre Schreie durch Lenas Kuss gedämpft, ihr Körper zuckte unter ihr. Dann holte Lena nach, ein zweiter Orgasmus, der sie erschütterte, sie aufbäumen ließ. Jan stieß tief in sie und kam ein zweites Mal, sein Keuchen heiß an ihrem Ohr.

Sie lagen verschlungen im Dunkeln, die Geräusche ihres Atems erfüllten den Raum. Lena schmiegte sich an Marlene, die Arme umeinander, während Jan nackt aufstand, um die Fenster zu öffnen. Kühle Luft strömte herein, trug den Geruch der Nacht.

„Das war das beste Geschenk, das ich je bekommen habe“, murmelte Lena müde, das Gesicht in Marlenes Hals vergraben.

Marlene lachte leise. „Wir hätten das schon viel früher machen sollen.“

„Gute Idee, es für den Junggesellinnenabschied aufzuheben“, sagte Jan, und sein Lachen war warm.

Lena dachte an ihren Verlobten, der sie morgen Abend sehen würde. Sie fühlte keine Reue, nur eine tiefe, ruhige Befriedigung. Dies war eine Nacht, die sie nie vergessen würde, ein Abschied von einer alten Version ihrer selbst. Sie schloss die Augen und spürte Marlenes warmen Körper neben sich, Jans Hand, die ihre Hüfte streichelte, ein sanftes Versprechen.

„Schlaf gut“, flüsterte Jan.

„Das werden wir“, antwortete Lena und döste ein, das letzte Bild vor ihrem inneren Auge: ihre Körper, ineinander verschlungen, eins.

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