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Sommer der Verführung

Büro Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 14 Min · Ab 18 Jahren

Diese Geschichte wurde automatisch mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Personen sind volljährig. Ab 18.

Der August hatte Lissabon in einen Backofen verwandelt. Die Sonne stand über der Alfama wie ein glühender Amboss, und selbst die Schatten der engen Gassen boten kaum Linderung. Lena ging durch die steilen Gassen, die ihr Hotel nur über einen verwinkelten Aufstieg von der Praça erreichten, und fühlte den Schweiß, der sich zwischen ihren Schulterblättern sammelte. Sie hatte sich für ein Sommerkleid aus dünnem Leinen entschieden, hell, fast weiß, und trug eine Sonnenbrille, die mehr versteckte als schützte. Sie war nicht mehr zwanzig, das wusste sie, aber sie hatte gelernt, dass man mit vierundfünfzig eine andere Art von Präsenz haben konnte. Eine, die nicht um Aufmerksamkeit bettelte, sondern sie nahm, wenn es sie interessierte.

Miguel erwartete sie nicht im Hotel. Er hatte ihr eine Nachricht geschickt, eine Wegbeschreibung zu einem Atelier in einem ehemaligen Fischlagerhaus am Tejo, wo er an einer neuen Serie arbeitete. Die Adresse lag in einem Industrieviertel, das langsam von Galeristen entdeckt wurde, und das Labyrinth aus Backstein und Stahl erinnerte Lena an Berlin, an die alten Fabriketagen, in denen sie vor zwanzig Jahren ihre erste Ausstellung kuratiert hatte. Sie fand das Gebäude, stieg eine rostige Eisentreppe hinauf, und als sie die Tür öffnete, schlug ihr der Geruch von Terpentin und heißem Holz entgegen.

Miguel stand mit dem Rücken zu ihr vor einer großen Leinwand. Er trug nur ein ärmelloses Hemd, das am Rücken dunkel verschwitzt war, und die Muskeln unter seiner Haut bewegten sich, als er mit einem Spachtel Farbe auftrug. Er drehte sich nicht um, als er sagte: „Du bist früh.“

„Dein Signal hat gesagt, du bist schon seit Stunden hier.“

„Ich arbeite gern im Licht des späten Nachmittags. Das Gold fällt anders.“ Er wandte sich ab und legte den Spachtel auf einen Tisch, der mit Farbtuben übersät war. Dann erst sah er sie an. Seine Augen waren von einem Grün, das sie an das Wasser des Tejo erinnerte, wenn die Sonne darauf stand, und er betrachtete sie mit einer Ruhe, die sie anfangs irritierte, weil sie nicht wusste, ob er sie oder nur ihre Wirkung auf ihn wahrnahm.

„Ich habe dir etwas gezeigt“, sagte er und wies auf die Leinwand. Sie war groß, fast zwei Meter, und zeigte eine Frau, die im Wasser lag, das Gesicht halb abgewandt, die Haare wie Tang, die Arme ausgestreckt, als würde sie sich treiben lassen. Das Licht auf ihrem Rücken war so gemalt, dass es aussah, als würde die Haut das Wasser erwärmen. Lena trat näher, bis sie die Pinselstriche einzeln lesen konnte. Sie waren sicher, nicht hektisch, mit einer Geduld, die sie von jungen Künstlern selten kannte.

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„Sie heißt Inês“, sagte Miguel. „Ich habe sie letzten Monat in Cascais fotografiert. Sie war da, um zu schwimmen, nicht um zu posieren. Aber als sie aus dem Wasser kam, hatte sie diesen Moment, dieses vollkommene Selbstvergessen, und ich habe es festgehalten.“

„Du hast es gemalt“, korrigierte Lena leise. „Nicht festgehalten. Gemalt.“

Er nickte, und in seinem Nicken lag etwas, das sie als Dankbarkeit las. Sie hatte in den letzten Monaten mit ihm über Kunst gesprochen, über den Unterschied zwischen Dokumentation und Verwandlung, über die Frage, ob ein Bild eine Wahrheit zeigen oder eine bessere erfinden sollte. Sie hatte seine Arbeiten in Deutschland vertreten, hatte eine Ausstellung in Berlin vorbereitet, aber hier, in diesem Raum, zwischen den Farbflecken auf dem Boden und dem Staub, der in den Sonnenstrahlen tanzte, sah sie etwas anderes: einen Mann, der nicht nur malte, sondern fühlte, und der ihr diese Gefühle zeigte, ohne zu sprechen.

„Du musst hungrig sein“, sagte er schließlich. „Der Tejo hat eine Terrasse, die nach dem Sonnenuntergang nicht mehr so brutal ist. Wir könnten dort essen, und ich erzähle dir von der nächsten Serie.“ Er wischte sich die Hände an einem Lappen ab, und seine Finger waren mit Farbe beschmiert, Ocker und ein tiefes Rot, das wie getrocknetes Blut aussah. Als er ihr den Rücken zuwandte, um seine Schuhe zu suchen, blieb Lena stehen und las die Bilder an den Wänden. Es waren Skizzen, kleine, schnelle Kohlezeichnungen, alle zeigten denselben Rücken, dieselbe Schulterlinie, dieselbe Kurve des Halses. Sie blätterte in einem Stapel, und die Zeichnungen wurden intimer: ein Schlüsselbein, ein Ohr, ein Haaransatz. Bei der letzten Skizze blieb sie stehen. Es war ihr eigener Hals, den sie erkannte, an der Narbe hinter ihrem Ohr, die sie seit ihrer Kindheit hatte, und an der Art, wie ihr Haar fiel, wenn sie es nach einem Bad hochsteckte.

Miguel kam zurück, sah sie den Stapel halten, und sagte nichts. Er stand einfach da, mit den Schlüsseln in der Hand, und seine Augen wurden dunkel, nicht aus Scham, sondern aus einer Nacktheit, die Lena nicht erwartet hatte. Sie legte die Zeichnung zurück, und ihre Hand zitterte dabei, nur leicht, aber sie wusste, dass er es gesehen hatte.

„Wann hast du das gezeichnet?“, fragte sie.

„In Berlin, nach dem ersten Gespräch. Ich konnte dich nicht aus dem Kopf bekommen.“ Er sprach leise, und die Hitze des Raumes schien dichter zu werden. „Du hast mich nicht angelächelt, als wir uns vorgestellt wurden. Du hast mich angesehen. Das war etwas anderes.“

Lena trat einen Schritt näher. Der Abstand zwischen ihnen war noch groß, aber es fühlte sich an, als würde die Luft zwischen ihnen schwingen, als würden die Moleküle sich neu anordnen. „Ich habe dich nicht angelächelt, weil ich dich nicht als Künstler ansehen wollte. Ich wollte dich als Mann sehen, und das habe ich getan.“

Die Worte hingen zwischen ihnen, und Miguel ließ die Schlüssel in seine Hosentasche gleiten. „Dann sieh mich jetzt an.“

Sie tat es. Sie ließ ihren Blick über sein Gesicht wandern, über die Falten um die Augen, die vom vielen Blinzeln in die Sonne kamen, über die leichte Asymmetrie seines Mundes, die ihn auf eine Art verletzlich machte, die sie nicht erwartet hatte. Sie sah die Spuren der Arbeit an seinen Händen, die Farbe, die sich in den Hautritzen festgesetzt hatte, und sie dachte daran, wie diese Hände Farbe führten und wie sie sie führen könnten, wenn sie es zuließe.

„Dein Atelier ist ein Büro“, sagte sie plötzlich, und er lachte leise, ein tiefer Sound, der sie überraschte.

„Ja. Mein Büro. Für die Abrechnungen und die Kataloge und die Korrespondenz mit Galerien wie der deinen.“ Er wies auf einen Schreibtisch in der Ecke, der mit Ordnern und einem Laptop zugestellt war. „Ich verwalte hier auch meine Träume. Aber die verwalten mich eher.“

Sie ging zu dem Schreibtisch, überflog die Papiere, sah Skizzen für Ausstellungsplakate, eine Rechnung von einem Rahmengeschäft, einen Vertrag, der ihre Unterschrift trug, für die Berliner Schau. Die Welt der Arbeit lag hier, nüchtern und geordnet, und daneben lag dieser Mann, der ihr den Rücken gemalt hatte, weil er sie nicht vergessen konnte. Sie setzte sich auf die Kante des Tisches, und ihre Hand strich über das Holz, als würde sie die Jahre ertasten, die er hier verbracht hatte.

„Ich habe ebenfalls ein Büro“, sagte sie. „In Berlin, mit einer Assistentin und einem Telefon, das nie aufhört zu klingeln. Aber ich bin nicht sicher, ob ich je etwas so Persönliches darin gelassen habe wie du in diesem Tisch.“

„Vielleicht, weil du nicht weißt, wem du es geben könntest.“ Er war ihr gefolgt, stand nun vor ihr, so nah, dass sie den Schweiß auf seiner Haut riechen konnte, gemischt mit Terpentin und dem Salz seines Körpers. Sie spürte seine Hand auf ihrer Wange, eine leichte Berührung, als würde er eine Stelle prüfen, die er noch niemals gemalt hatte. „Ich könnte dich zeichnen“, sagte er. „Jetzt, so, wie du bist. In diesem Licht.“

„Nicht nur zeichnen“, sagte sie, und ihre Stimme wurde tiefer, rauer. „Ich will, dass du mich siehst. Nicht als Modell, nicht als Galeristin. Als Frau, die dich begehrt.“

Er küsste sie, und der Kuss war kein zarter Anfang, sondern ein Verlangen, das sich angestaut hatte, seit er sie in Berlin gesehen hatte, seit er ihre Art, Künstler zu behandeln, ihre Stimme, ihre entschiedenen Blicke. Seine Zunge drang in ihren Mund, und sie schmeckte ihn, Salz und Kaffee und das Papier der Zigaretten, die er sich nach dem Essen gestattete. Sie zog ihn an sich, und seine Hände fanden den Stoff ihres Kleides, schoben ihn von ihren Schultern, und als das Leinen zu Boden fiel, stand sie in Unterwäsche vor ihm, in einem BH aus schwarzer Spitze und einem Höschen, das sie am Morgen gewählt hatte, ohne zu wissen, warum.

Er trat zurück, um sie zu sehen, und sie ließ es zu, drehte sich langsam, damit er den Rücken sah, die Kurve ihrer Hüfte, den Ansatz ihrer Oberschenkel. „Du bist schön“, sagte er, und es klang nicht wie ein Kompliment, sondern wie eine Feststellung, wie ein Maler, der die Farbe des Himmels benennt.

„Sag das nicht, als würdest du ein Gemälde beschreiben“, sagte sie, und ein Lächeln zog über ihre Lippen. „Sag es, als würdest du es berühren.“

Er trat wieder vor, und seine Finger lösten den Verschluss ihres BHs. Die Träger glitten über ihre Arme, und ihre Brüste kamen zum Vorschein, schwer und voll, mit Brustwarzen, die sich unter seinem Blick aufrichteten. Er beugte sich vor und nahm eine in den Mund, langsam, als würde er ihren Geschmack kostet, und Lena stöhnte, als seine Zunge über die harte Spitze fuhr. Sie warf den Kopf zurück, und ihre Hand griff in sein Haar, zog ihn fester an sich, während seine andere Hand ihre Brust knetete, den weichen Stoff ihrer Haut unter seinen rauen Fingerspitzen spürte.

„Ich dachte, du willst mich sehen“, flüsterte sie, aber es klang nicht wie ein Vorwurf, sondern wie eine Aufforderung, und er hob den Kopf, sah sie an, mit einem Blick, der sie entkleidete, der tiefer ging als jeder Blick, den sie je ertragen hatte.

„Ich sehe dich. Jeden Zentimeter. Und ich will jeden haben.“

Er kniete vor ihr nieder, und seine Hände schoben ihr Höschen über die Hüften, ließen es zu Boden fallen. Sie trat heraus, und er betrachtete sie dort, im Abendlicht, das durch die hohen Fenster fiel, ihr Geschlecht, das dunkel und feucht zwischen ihren Schenkeln lag. Er strich mit seinen Fingern über die Innenseite ihrer Oberschenkel, langsam, bis er ihre Haut erreichte, die feucht war, und ein Zittern durchlief ihren Körper.

„Du bist schon bereit“, sagte er, und sie nickte, ein leises „Ja“, das zwischen ihren Lippen entkam.

Er beugte sich vor, und seine Zunge fand sie, ihre Klitoris, umkreiste sie mit einer Langsamkeit, die sie in den Wahnsinn trieb. Lena stützte sich mit den Händen auf dem Schreibtisch ab, ihre Beine zitterten, und sie spürte, wie ihre Muskeln sich spannten, wie die Wellen der Lust durch sie hindurchzogen. Sie presste ihre Schenkel um seinen Kopf, und er ließ es zu, tauchte tiefer, seine Zunge drang in sie ein, während seine Nase gegen ihren Kitzler rieb. Sie stöhnte, ein tiefer, kehliger Laut, der durch den leeren Raum hallte, und sie konnte nicht anders, sie bewegte ihre Hüften gegen sein Gesicht, nahm sich, was sie brauchte.

„Halt nicht an“, keuchte sie. „Bitte, hör nicht auf.“

Er gehorchte, seine Zunge arbeitete an ihr, seine Finger fanden ihren Eingang und glitten in sie, zwei, dann drei, und sie dehnte sich, nahm ihn auf, während er sie leckte und fickte, bis sie am Rand stand, bis der Orgasmus wie eine Welle über sie kam, die sie mit sich riss. Ihr Schrei war laut, unkontrolliert, und ihre Knie knickten ein, aber er fing sie auf, hielt sie, bis die Zuckungen nachließen.

Er stand auf, und seine Hände zogen sein Hemd aus, seine Hose, und sein Glied stand aufrecht, lang und dick, mit einer Eichel, die glänzte. Er trat näher, und seine Hände hoben sie auf den Schreibtisch, sie spürte das kalte Holz unter ihrem Rücken, und dann war er da, zwischen ihren Beinen, die Spitze seines Glieds an ihrem Eingang, und er sah sie an, eine Frage in den Augen.

„Ja“, sagte sie, nichts weiter, und er drang in sie ein, langsam, Millimeter für Millimeter, bis er ganz in ihr war, bis sie ihn tief in sich spürte, die Fülle, die sie ausfüllte. Sie keuchte, und ihre Hände umklammerten sein Gesäß, zogen ihn noch tiefer, und er bewegte sich, anfangs langsam, dann schneller, seine Hüften schlugen gegen ihre, der Schreibtisch ruckte unter ihnen, und die Ordner rutschten, fielen, aber keiner von ihnen kümmerte sich darum.

Sie spürte, wie der zweite Orgasmus sich aufbaute, und sie presste ihre Beine um seine Hüften, zog ihn an sich, flüsterte seinen Namen, während er in sie stieß, immer wieder, bis sie spürte, wie er sich spannte, und dann kamen sie zusammen, ihre Körper ein einziges Zucken, ein Schrei, der zwischen ihnen ausgetauscht wurde, und die Stille danach, das schwere Atmen, das die Luft füllte.

Sie lagen auf dem Boden, auf einem Teppich, der nach Terpentin und Staub roch, und ihr Körper verschmolz mit seinem, Schweiß an Schweiß, Haut an Haut. Miguel strich über ihren Rücken, ihre Hüfte, und sie spürte, wie seine Finger zitterten, von der Anstrengung oder von der Lust, das wusste sie nicht. Sie drehte den Kopf, um ihn anzusehen, und er lag da, die Augen geschlossen, das Gesicht entspannt, und eine Falte in seinem Kinn, die sie nicht bemerkt hatte, als er gesprochen hatte.

„Ich muss morgen früh nach Berlin“, sagte sie leise, „aber ich will nicht weg.“

Er öffnete die Augen und drehte sich zu ihr. „Dann bleib. Für eine Woche. Mein Studio ist dein Büro, wenn du willst. Du kannst von hier aus arbeiten.“

Sie lachte leise, und ihr Lachen war weich, nicht ironisch, sondern erstaunt darüber, wie einfach es war, eine Entscheidung zu treffen, die sie nie für möglich gehalten hatte. Sie setzte sich auf, und ihre Hand ruhte auf seiner Brust, fühlte seinen Herzschlag unter der warmen Haut. „Ich habe noch nie von einem Atelier aus ein Büro geführt“, sagte sie. „Aber es gibt für alles ein erstes Mal.“

Er lachte, und in seinem Lachen lag die Leichtigkeit des Abends, das Gold der untergehenden Sonne, das durch die Fenster fiel und das Zimmer in einen warmen Tauchgang aus Licht tauchte. Lena sah auf den Schreibtisch, auf die verstreuten Papiere, die gefallenen Ordner, und sie spürte, wie sie zum ersten Mal seit Jahren nicht das Bedürfnis hatte, etwas zu ordnen. Sie blieb, wo sie war, an seiner Seite, und als das Licht schließlich ganz verschwand, blieb nur noch die Wärme ihrer Körper, die sich im Dunkeln suchten und fanden.

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