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Die dritte Haut

Dreier Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 10 Min · Ab 18 Jahren

Das Zischen der Sektflasche hallte durch den abgedunkelten Raum, als Leon die Tür ins Wohnzimmer öffnete. Noch im Flur hatte er das helle Glucksen von Mira und ihrer Freundin Jule gehört, vermischt mit dem sirupartigen Geruch von verbranntem Zucker, der sich in den Vorhängen festgesetzt hatte. Zwischen den beiden Frauen auf dem Ledersofa stand eine leere Flasche, zwei Gläser mit Lippenstiftspuren. Mira hatte ihre blonden Locken zu einem lockeren Knoten gesteckt; ihr dunkelrotes Kleid fing das flackernde Kerzenlicht ein, während Jule in einem schlichten schwarzen Top und Jeans dasaß, ihr braunes Haar fiel wellig über die Schultern.

„Da bist du ja endlich!“, rief Mira und winkte ihn heran. „Jule hat uns eine Flasche Wodka mitgebracht. Für den Junggesellinnen-Abschied.“

Leon grinste, ließ sich neben ihr auf das Sofa sinken. „Dann wollen wir mal.“ Er schenkte sich ein Glas ein, trank einen Schluck. Die Kälte brannte sich in seiner Kehle frei. Jule beobachtete ihn mit einem Blick, der zwischen Neugier und Belustigung schwankte. Sie war eine von Miras Arbeitskolleginnen, die er erst vor zwei Wochen auf einer Party kennengelernt hatte. Damals hatte sie ihn gefragt, wie es sich anfühle, in einer offenen Beziehung zu leben. Mira und Leon hatten sich vor einem Jahr darauf geeinigt, nachdem beide gemerkt hatten, dass sie sich nach anderen Erfahrungen sehnten. Es funktionierte, solange die Ehrlichkeit zwischen ihnen wuchs.

Das Spiel beginnt

„Wir haben überlegt, ob wir ein Spiel spielen sollen“, sagte Mira und rückte näher an Leon heran. Ihr Knie streifte seins, ein leichter Druck auf seinem Oberschenkel. „Wahrheit oder Pflicht. Aber Jule meint, das sei zu kindisch.“

„Vielleicht nicht kindisch, aber vorhersehbar“, entgegnete Jule. Sie lehnte sich zurück, verschränkte die Arme unter ihrer Brust. „Ich dachte eher an etwas, das uns näher bringt. Etwas, das wir noch nie gemacht haben.“

Leon spürte, wie sein Puls schneller wurde. Er sah zu Mira, die ihm zuzwinkerte. „Und was schlägst du vor?“, fragte er. Seine Stimme klang rauer als beabsichtigt.

Jule stand auf, ging zur Musikanlage und wählte einen langsamen Song aus. Der Bass pulste tief, die Melodie schmiegte sich weich an die Wände. „Tanzen. Aber nicht irgendwie. Wir zwei tanzen, und du schaust zu, Leon. Oder du tanzt mit uns. Ganz, wie du willst.“

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Mira lachte leise, ein perlendes Geräusch. „Das klingt gut.“ Sie zog Leon hoch, stellte sich vor ihn. Ihre Hände legte sie auf seine Schultern, während sie sich im Takt wiegte. Jule gesellte sich zu ihnen, zunächst nur neben Mira, dann griff sie nach Miras Hüfte. Leon beobachtete, wie die beiden Frauen sich bewegten, wie Miras Kleid bei jeder Drehung über ihre Schenkel glitt, das Licht auf dem Stoff tanzte. Jules Finger wanderten langsam von Miras Hüfte zu ihrem Rücken, zogen eine heiße Spur auf dem Stoff.

„Darf ich?“, fragte Jule und sah dabei Leon an. Er nickte, ohne zu zögern. Jule löste Miras Haargummi, ließ die Locken über ihre nackten Schultern fallen. Dann beugte sie sich vor und küsste Mira auf den Nacken, direkt unter dem Ohr. Er sah, wie Mira erschauerte, wie sie den Kopf zur Seite legte, um Jules Lippen mehr Raum zu geben. Leon stand da, mit einem steifen Schwanz in der Hose, und spürte, wie die Lust in ihm aufstieg, heiß und fordernd.

Grenzen verschieben

„Komm her“, sagte Mira und zog Leon an sich. Jule wich einen Schritt zurück, beobachtete sie, die Arme nun locker an den Seiten. Leon spürte Miras warmen Körper, ihren Atem an seinem Hals. Sie presste sich gegen ihn, und er griff unter ihr Kleid, streichelte ihren nackten Oberschenkel, die Haut so glatt. „Ich will, dass du uns beide spürst“, flüsterte sie. „Jetzt.“

Jule trat wieder näher. Ihre Hand legte sich auf Leons Brust, wanderte zu seinem Gürtel, die Finger spielten mit dem Leder. Er sah in ihre Augen, die nun dunkel und ernst waren. „Ich habe noch nie…“, begann sie, aber Mira unterbrach sie: „Das ist kein Problem. Wir machen das gemeinsam.“

Sie führten Leon zum Teppich, ließen ihn zwischen sich nieder. Jule kniete vor ihm, während Mira sich hinter ihn stellte und ihm das Hemd aufknöpfte, Knopf für Knopf. Ihre Finger strichen über seine Brust, zupften an seinen Brustwarzen, bis sie hart wurden. Jule beugte sich vor und küsste seinen Bauch, direkt über der Gürtelschnalle. Er hörte sich leise stöhnen, als Jules Zunge eine feuchte Spur auf seiner Haut zog, von seinem Bauchnabel abwärts.

„Zieh dich aus“, sagte Mira, und ihre Stimme klang rau, fast bittend. Jule gehorchte sofort, streifte ihr Top über den Kopf und öffnete den BH mit einem geübten Klick. Ihre Brüste kamen zum Vorschein, voll, die Brustwarzen hart wie kleine Kiesel. Leon konnte den Blick nicht abwenden. Mira half ihr aus der Hose, zog sie über ihre Hüften, bis Jule nackt vor ihnen saß. Sie war schlank, aber muskulös, mit einer Narbe am linken Knie, die im Licht glänzte, eine Landkarte ihrer Geschichte.

Mira drehte Leon zu sich um und küsste ihn wild. Ihr Mund schmeckte nach Sekt und Süße, ihre Zunge erforschte ihn. Während sie ihn küsste, spürte er Jules Hände an seinem Gürtel, die die Hose öffnete und hinunterzog. Sein Glied schnellte hervor, und Jule stieß einen leisen Seufzer aus. Dann nahm sie ihn in den Mund, und Leon vergaß für einen Moment alles andere. Ihre Lippen umschlossen ihn fest, ihre Zunge bewegte sich geschickt, umkreiste die Eichel. Er griff in ihr Haar, nicht hart, sondern eher, um Halt zu finden.

Mira hatte sich vor ihn gekniet und beobachtete, wie Jule ihn nahm. Ihre Hand wanderte zwischen Jules Beine, und er hörte, wie Jule leise aufstöhnte, ohne abzulassen. Der Klang vibrierte durch seinen ganzen Körper.

Die Erkundung

„So gefällt mir das“, murmelte Mira und begann, Jules Rücken zu streicheln, die Wirbelsäule entlang. Leon spürte, wie sich alles in ihm spannte, als die beiden Frauen sich um ihn kümmerten. Er wollte nicht der einzige sein, der empfing. Er zog Jule sanft von sich weg und legte sie auf den Teppich, die Fasern kratzten an seiner Haut. Mira verstand sofort, setzte sich neben Jules Kopf und spreizte die Beine, ihr Höschen bereits feucht. Leon kniete sich zwischen Jules Schenkel, beugte sich vor und leckte über ihre nasse Spalte. Ihr Geschmack war süß und salzig zugleich, ihr Körper zuckte unter seinen Lippen. Er fand ihre Klitoris mit der Zunge, umkreiste sie langsam, dann schneller.

Mira beugte sich tief, um Jule zu küssen, während Leon sie mit der Zunge bearbeitete. Er spürte, wie Jules Finger in seinem Haar kratzten, als sie näher kam. „Weiter…“, keuchte sie. „Bitte…“ Er gehorchte, steigerte das Tempo, bis er spürte, wie sie kam, wie ihre Schenkel sich um seinen Kopf spannten und ein Schrei aus ihr herausbrach, der im Raum widerhallte. Ihr Saft floss über seine Zunge, warm und reich.

Mira sah ihn an, ihre Augen glänzig, die Pupillen weit. „Jetzt ich“, sagte sie und zog ihn zu sich. Er rollte sich auf den Rücken, und sie setzte sich rittlings auf ihn. Ihre Wärme umschloss ihn, und er stöhnte leise, als sie sich langsam auf und ab bewegte, ein sanftes Reiten. Jule setzte sich neben sie und begann, Miras Brüste zu kneten, ihre Brustwarzen zu lecken, erst die eine, dann die andere. Er spürte, wie Mira sich erhitzte, wie ihre Bewegungen hektischer wurden, ihr Atem schneller. Er packte ihre Hüften und half ihr, den Rhythmus zu finden, stieß in sie hinein.

Der Höhepunkt

Jule beugte sich vor und flüsterte Mira etwas ins Ohr, ein einziger Satz. Mira nickte, stieg von Leon ab. „Dreh dich um“, sagte sie. Er gehorchte, kniete sich hin, das Gesicht zum Teppich, und spürte, wie sie sich von hinten an ihn presste. Sie führte ihn in sich, langsam, bis er ganz in ihr war. Er stöhnte laut, als ihre Wände ihn umschlossen. Während er in ihr war, spürte er Jules Finger, die über seinen Rücken strichen, bis zu seinem Arschloch. Er zuckte, als sie sanft drückte, aber Mira flüsterte: „Lass es zu. Vertrau uns.“

Er entspannte sich, atmete tief, und Jule schob einen Finger in ihn. Der Schock der Lust durchfuhr ihn, gepaart mit dem Stoßen in Miras Wärme. Jedes Gefühl war intensiver, jeder Schlag traf tiefer. Er war nah. Sehr nah. Mira spürte es, begann sich zu winden, ihre Muskeln zogen sich um ihn zusammen. „Komm in mir“, sagte sie, ihre Stimme ein Hauch. „Ich will es spüren.“

Er hielt nicht mehr an. Mit einem tiefen Stöhnen entlud er sich in ihr, während Jules Finger in ihm blieb, ihn durch den Orgasmus massierte, Wellen der Lust durch seinen Körper jagte. Mira kam ebenfalls, ihr Körper bebte unter ihm, ihre Schreie vermischten sich mit seinem Stöhnen. Als sie sich lösten, fielen sie erschöpft nebeneinander auf den Teppich. Jule legte sich auf die andere Seite von Mira, und sie lagen da, verschwitzt, atmend, die Glieder schwer. Leon griff nach Jules Hand und drückte sie. „Das war… unglaublich.“

Mira lachte, drehte sich zu ihnen, ihr Gesicht gerötet. „Das war erst der Anfang.“

Die Stille danach

Sie blieben eine Weile liegen, jeder in seine eigenen Gedanken versunken, die Körper noch immer von der gemeinsamen Hitze erfüllt. Leons Hand ruhte auf Jules Bauch, während Mira sich halb auf ihn stützte und mit der freien Hand sanft über seine Brust strich. Der Raum war erfüllt vom leisen Summen der Musik und dem schweren Atem, der langsam zur Ruhe kam.

„Ich hab nicht gewusst, dass es so sein kann“, sagte Jule leise, ihre Stimme noch ein wenig heiser. Sie drehte den Kopf, um Mira anzusehen. „Dass man sich so fallen lassen kann… ohne zu denken.“

Mira lächelte und strich Jule eine Haarsträhne aus der Stirn. „Es braucht Vertrauen. Und den richtigen Moment.“ Sie sah zu Leon, der ihre Hand nahm und an seine Lippen führte. „Und die richtigen Menschen.“

Leon setzte sich auf und reichte Jule die Hand, half ihr hoch. „Ich hol uns was zu trinken. Wasser, oder noch einen Wodka?“

„Wasser“, sagten beide Frauen gleichzeitig und lachten. Leon verschwand in der Küche, und die beiden Frauen sahen sich an. Jule ergriff Miras Hand. „Danke, dass du mich eingeladen hast. Das war… mehr als ich erwartet hatte.“

Mira drückte ihre Hand. „Ich bin froh, dass du da bist.“ Als Leon zurückkam, setzte er sich zwischen sie, reichte ihnen die Gläser. Sie tranken schweigend, die Kühle des Wassers erfrischte sie. Dann stellte Mira ihr Glas ab und sah Leon an. „Und? Bist du bereit für mehr?“

Leons Augen glänzten im Kerzenlicht. „Immer.“

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