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Im Wagen, im Nieselregen

Seitensprung Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 9 Min · Ab 18 Jahren

Der Geruch von nassem Laub und kaltem Zigarettenrauch hing im Wagen, vermischt mit dem altvertrauten Duft von Lederpflege, den Jonas immer benutzte. Ich hatte ihn seit drei Jahren nicht gesehen, aber sein Auto roch noch genauso – wie eine vergilbte Erinnerung an unsere wilden Sommer. Der Nieselregen trommelte einen gleichmäßigen Rhythmus auf das Dach, und die Scheiben beschlugen langsam, als wollte die Welt uns von außen abschirmen.

Verblasste Vertrautheit

„Du hast dein Haar anders“, sagte er, ohne mich anzusehen. Seine Finger trommelten auf dem Lenkrad, ein nervöses Spiel, das ich kannte. „Früher war es kürzer. Und heller.“

„Das Leben färbt einen um“, antwortete ich und bereute den Satz sofort. Er klang auswendig gelernt, wie eine Zeile aus einem schlechten Film. Aber Jonas lächelte nur, dieses schiefe Lächeln, das mir vor zehn Jahren den Verstand geraubt hatte.

Draußen war der Wald eine graugrüne Wand. Wir waren hierher gefahren, um zu reden, hatte er gesagt. Um abzuschließen. Drei Jahre Funkstille, dann eine Nachricht auf Facebook, ein zaghaftes „Hallo“, und nun saßen wir auf dem Parkplatz am Waldesrand, als ob die Zeit einfach stehen geblieben wäre. Aber sie war nicht stehen geblieben. Ich trug einen Ring an der linken Hand, und er hatte einen Sohn, von dem er sprach, als wäre er ein Fremder.

„Ich habe dich vermisst“, sagte ich leise, und es war die Wahrheit, roh und ungeschliffen.

Er drehte den Zündschlüssel um. Der Motor starb, und die Stille wurde schwer, fast greifbar. „Ich auch“, sagte er, und seine Hand wanderte vom Lenkrad auf meinen Oberschenkel, eine zaghafte Berührung durch den dicken Jeansstoff. Ich zuckte nicht zurück.

Ein unverhofftes Verlangen

Seine Hand blieb liegen, warm und fordernd. Ich spürte, wie mein Puls schneller wurde, ein dumpfes Klopfen im Hals. „Wir sollten nicht“, flüsterte ich, aber mein Körper sprach eine andere Sprache. Ich beugte mich zu ihm, mein Mund war trocken, meine Lippen zitterten. „Warum nicht?“, fragte er, und seine Stimme klang heiser, verlangend.

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Ich antwortete nicht. Stattdessen schloss ich die Augen und ließ mich von seinem Kuss überraschen. Es war kein sanfter Kuss; es war ein hungriger, fordernder Kuss, der alte Wunden aufriss und neue Lust entfachte. Seine Zunge fand meine, und ich schmeckte Kaffee und etwas Süßes, vielleicht den Kaugummi, den er vorhin gekaut hatte. Meine Hände fuhren in sein Haar, das kürzer war als früher, aber noch immer weich.

Der Kuss zog sich in die Länge, wurde tiefer, atemloser. Ich spürte, wie seine Hand von meinem Bein nach oben wanderte, über meinen Bauch, und dann an der Unterseite meiner Brust verharrte. Er fragte nicht; er wartete. Ich nickte, kaum merklich, und sein Daumen strich über meinen Nippel, der sich sofort unter dem Stoff meines BHs aufrichtete.

„Ich will dich“, murmelte er gegen meine Lippen. „Schon so lange.“

„Ich weiß“, keuchte ich. „Mich auch.“

Es war verrückt. Ich war verheiratet, er hatte eine Freundin. Aber hier, in diesem Auto, zählte nur das Hier und Jetzt. Der Regen prasselte lauter, als wollte er unsere Geräusche übertönen, als wir uns umständlich aus den Klamotten schälten. Ich half ihm, meinen BH zu öffnen, und seine Finger fanden sofort meine Brüste, streichelten, kneteten, bis ich den Kopf in den Nacken legte und stöhnte.

Sein Mund verließ meine Lippen und wanderte über mein Kinn, meinen Hals hinab, bis er an meinem Brustbein verharrte. Er küsste jede Stelle, die er erreichte, während seine Finger den BH zur Seite schoben und meine Brüste befreiten. Ich spürte seine Zunge auf meiner Haut, warm und feucht, als er meinen Nippel umkreiste, ihn sanft knabberte, dann daran saugte. Ein Zucken durchfuhr mich, und ich presste mich gegen ihn, wollte mehr.

„So habe ich mir das vorgestellt“, murmelte er zwischen den Küssen. „Nur wir zwei.“

Ich antwortete nicht, sondern zog ihn enger an mich, vergrub mein Gesicht in seinem Haar. Der Geruch von Shampoo und Regen erfüllte meine Sinne. Meine Hand glitt unter sein Hemd, spürte die Wärme seiner Haut, die Muskeln, die sich unter meinen Fingern spannten. Er seufzte leise, als ich über seinen Bauch strich, und dann tiefer, zum Gürtel.

„Lass mich“, flüsterte ich, und meine Finger arbeiteten am Verschluss. Es dauerte einen Moment, dann gab der Gürtel nach, die Hose öffnete sich. Ich schob meine Hand hinein, fand ihn durch den Stoff der Boxershorts. Er war hart, pulsierte unter meiner Berührung. Ich umfasste ihn, spürte die Länge, die Dicke, und ein vertrautes Verlangen stieg in mir auf.

Er stöhnte, als ich ihn langsam streichelte, den Daumen über die Spitze rieb. „Du machst mich verrückt“, sagte er, und seine Stimme war heiser vor Lust.

Ich lächelte, obwohl er es nicht sehen konnte. „Das ist der Plan.“

Die Enge des Wagens

Es war unbequem, beengt im Nissan. Der Schalthebel drückte in meine Hüfte, und mein Knie stieß gegen das Lenkrad. Aber das Gefühl der Enge machte es nur intensiver. Ich spürte jede Bewegung, jede Berührung, als wäre sie vergrößert. Er beugte sich über mich, sein Mund an meinem Hals, saugte sanft an der Stelle, die mich immer verrückt machte. Ich vergrub meine Finger in seinem Hemd, zerrte daran, bis die Knöpfe nachgaben.

„Langsam“, flüsterte er, aber ich hörte das Zittern in seiner Stimme. Er war genauso erregt wie ich.

Seine Hand wanderte tiefer, über meinen Bauch, unter den Bund meiner Jeans. Ich hob die Hüften an, um ihm zu helfen, und seine Finger glitten über meinen Slip, spürten die Feuchtigkeit, die sich bereits dort sammelte. „Du bist so nass“, sagte er, und sein Atem wurde schneller.

„Das liegt an dir“, flüsterte ich zurück, und ich schob meine Hüften gegen seine Hand, forderte mehr.

Er schob den Slip zur Seite, und seine Finger fanden mich, nass und bereit. Er strich über meine Schamlippen, dann drang ein Finger in mich ein, langsam, zögernd. Ich keuchte, als er sich bewegte, den Finger heraus- und wieder hineinzog, mich aufbaute. Ein zweiter Finger gesellte sich hinzu, und ich spürte die Dehnung, die Fülle, die mich an die Grenze brachte.

„Ich will dich in mir“, stöhnte ich, und meine Hand umfasste ihn fester, führte ihn zu meiner Öffnung.

Er zögerte einen Moment, dann nickte er. „Dreh dich um.“

Ich ließ von ihm ab und drehte mich auf dem Beifahrersitz, kniete mich hin, das Gesicht der Tür zugewandt. Seine Hände umfassten meine Hüften, zogen meine Jeans und meinen Slip nach unten, bis sie um meine Knöchel hingen. Die kühle Luft des Innenraums traf meine bloße Haut, und ich fröstelte, aber seine Hände waren heiß, als er über meinen Po strich, mich öffnete.

Vereinigung auf dem Parkplatz

Ich spürte ihn zuerst an meiner Innenseite, die Eichel, feucht und glatt. Dann setzte er an, drückte langsam, und ich biss mir auf die Lippe, als er in mich glitt. Es war ein Gefühl der Fülle, der Dehnung, die ich jahrelang nicht gespürt hatte. Er hielt inne, als er ganz in mir war, und ich spürte seinen Herzschlag, durch seinen Körper, der an meinem lag.

„Bist du okay?“, fragte er, seine Stimme ein raues Flüstern an meinem Ohr.

„Ja“, presste ich hervor. „Beweg dich.“

Er begann sich zu bewegen, erst langsam, dann schneller. Die Stöße wurden rhythmischer, das Knarren der Sitze begleitete unsere Bewegungen. Ich stützte mich mit den Händen am Armaturenbrett ab, während er mich von hinten nahm, immer wieder, bis ich das Gefühl hatte, zu zerfließen. Der Regen war jetzt nur noch ein fernes Rauschen, mein ganzer Körper war auf den Punkt konzentriert, wo wir ineinander verschlungen waren.

Seine Hand fand meinen Kitzler, und ich schrie fast auf, als er ihn zwischen seinen Fingern rieb, im Takt seiner Stöße. „Komm für mich“, sagte er, und das war alles, was ich brauchte. Die Spannung in mir löste sich in einer Welle, die durch meinen ganzen Körper rann, mich erschauern ließ, mich um ihn herum zusammenziehen ließ, während ich seinen Namen stöhnte.

Er stieß noch ein paar Mal zu, dann ergoss er sich in mich, ein heißer Schwall, der mich innerlich benetzte. Er presste sich an mich, verharrte, bis sein Atem sich beruhigte. Dann löste er sich von mir, und ich sank auf den Sitz, erschöpft, zufrieden, ein wenig schuldig.

Nachklang im Zwielicht

Wir zogen uns schweigend an, vermieden uns anzusehen. Der Regen hatte aufgehört, und durch die beschlagenen Scheiben sah ich, wie die ersten Sonnenstrahlen die Wipfel der Bäume vergoldeten. Er drehte den Zündschlüssel um, ließ den Motor an.

„Was jetzt?“, fragte ich, und ich wusste, dass es keine einfache Antwort gab.

Er sah mich an, ein langer Blick, der vieles sagte. „Wir fahren nach Hause“, antwortete er, aber seine Hand suchte meine, hielt sie fest.

Und als ich ausstieg, in den nassen Wald, roch ich noch immer das Leder, den Tabak, und den Geruch von uns beiden, der sich in den Polstern festgesetzt hatte. Ein Geruch, der bleiben würde, so wie dieser Nachmittag in meiner Erinnerung bleiben würde: ein ungeplanter Seitensprung, der alles veränderte.

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