Der Duft von Kaffeepulver und frischem Papier hing im Raum, als ich ihr Büro betrat – süßlich und scharf, eine Mischung, die sich in die Nasenflügel fraß. Die Milchglastür fiel hinter mir ins Schloss, und ich stand vor ihr: Lara Brinkmann, Mitte dreißig, dunkelblonder Dutt, ein Lächeln, das wie eine Rasierklinge schnitt. Ich war der neue Praktikant, zweiundzwanzig, mit einem Lebenslauf, der nach mehr schrie, aber wenig hergab.

Die erste Begegnung
Sie saß hinter ihrem Schreibtisch aus Kirschholz, die Hände gefaltet, die Nägel kurz und lacklos. „Setz dich, Lukas“, sagte sie, ohne den Blick zu heben. Ihre Stimme klang tief, fast rau, als hätte sie sie überanstrengt. Ich ließ mich auf den Stuhl ihr gegenüber fallen, das Leder knarzte unter meinem Gewicht. Sie blätterte in meiner Mappe, hob dann den Kopf. Ihre Augen waren grau, mit goldenen Sprenkeln, die mich fixierten, als würde sie mich röntgen. „Du willst in die Finanzbranche?“, fragte sie. „Dann zeig mir, was du kannst.“
Die ersten Wochen waren die Hölle. Sie gab mir Aufgaben, die selbst ein Abteilungsleiter in drei Tagen nicht geschafft hätte, und erwartete Ergebnisse über Nacht. Ich bügelte Hemden in der Mittagspause, trank schwarzen Kaffee, bis meine Hände zitterten, und hasste sie dafür. Aber ich bewunderte sie auch. Ihre Art, wie sie durch die Flure schritt, als gehörte ihr das ganze Stockwerk, wie sie Telefonate führte – kurz, knapp, und wie sie mich korrigierte, ohne eine Miene zu verziehen. Es war eine Kälte, die mich anzog, wie ein Feuer, das man nicht berühren darf.
Der Zusammenstoß
Es war ein Freitagabend, kurz vor sieben. Die meisten waren gegangen, nur das Summen der Neonröhren und das Klicken ihrer Absätze auf dem Parkett begleiteten mich, als ich ihr Büro betrat. Ich hatte eine Analyse fertig, die sie dringend brauchte, und legte sie auf ihren Schreibtisch. Sie saß da, den Kopf in die Hände gestützt, die Stirn in Falten. „Was ist los?“, fragte ich, ohne nachzudenken. Sie sah auf, die Müdigkeit in ihren Augen war wie ein offenes Buch. „Nichts, das dich angeht“, sagte sie, aber ihre Stimme klang brüchig.
Ich wusste, dass sie diesen Monat den großen Deal verpasst hatte, weil ein Konkurrent schneller war. Die Zahlen hatte ich gesehen, die Verluste, und ich hatte eine Idee, wie man sie retten könnte. „Lass mich helfen“, sagte ich. Sie lachte kurz, ein bitterer Laut. „Du bist Praktikant, Lukas. Was willst du schon tun?“ Ich trat näher, legte die Papiere neben ihre Hand. „Ich hab mir die Kalkulation angesehen. Die Marge ist zu niedrig, aber wenn wir den Hebel auf die Fixkosten setzen, könnten wir das Blatt wenden.“ Ihr Blick wurde scharf, sie griff nach den Blättern, überflog sie. Dann sah sie mich an, und zum ersten Mal war da etwas anderes in ihren Augen. Keine Kälte, sondern eine Art Anerkennung. „Setz dich“, sagte sie leise. „Erklär mir das genauer.“
Wir arbeiteten bis nach zehn. Ihre Stimme wurde weicher, je später es wurde, und sie rückte näher, wenn sie auf die Zahlen zeigte. Ich roch ihr Parfüm – ein schwerer, holziger Duft mit einer Note von Vanille. Ihre Finger strichen über die Tabellen, und ich stellte mir vor, wie sie sich auf meiner Haut anfühlen würden. Als sie sich über den Tisch beugte, um eine Grafik zu zeigen, war ihr Ausschnitt direkt vor meinen Augen, die sanfte Rundung ihrer Brüste. Mir wurde heiß, ich atmete flach, um mich zu konzentrieren.
Ich bemerkte, wie ihre Hand kurz auf meinem Unterarm ruhte, als sie mir einen Stift reichte. Die Berührung brannte auf meiner Haut, und ich sah, wie sie leicht errötete. „Entschuldigung“, murmelte sie, aber sie zog die Hand nicht weg. Stattdessen ließ sie sie einen Moment länger liegen, ihre Fingerkuppen warm und weich. Mein Puls beschleunigte sich, und ich musste mich zwingen, den Blick auf die Tabelle zu richten. „Kein Problem“, sagte ich heiser. Sie lächelte, ein flüchtiges, fast schüchternes Lächeln, das ich noch nie an ihr gesehen hatte.
Als wir die letzte Zahl eingegeben hatten, lehnte sie sich zurück und atmete tief durch. „Geschafft“, sagte sie. „Danke, Lukas. Ohne dich hätte ich das nicht gepackt.“ Sie drehte sich zu mir, ihre Augen suchten meine. „Du bist wirklich gut.“ Ich spürte, wie mir die Hitze ins Gesicht stieg. „Ich hab nur gemacht, was ich gelernt habe“, sagte ich. „Aber du hast den Überblick behalten.“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein, du hast die entscheidende Idee gehabt. Das ist mehr wert als tausend Excel-Tabellen.“
Eine Stille entstand, die sich mit ungesagten Worten füllte. Ich sah auf ihre Lippen, die leicht geöffnet waren, und auf die kleine Locke, die sich aus ihrem Dutt gelöst hatte und über ihre Schläfe fiel. „Lara“, sagte ich, und zum ersten Mal sprach ich ihren Vornamen aus. Sie zuckte zusammen, aber dann entspannte sie sich. „Ja?“, fragte sie leise. „Ich …“, begann ich, aber ich wusste nicht, wie ich weitermachen sollte. Stattdessen stand ich auf und trat hinter sie. Meine Hände legten sich auf ihre Schultern, und ich spürte, wie sie unter meiner Berührung erstarrte. „Lass mich dir etwas zeigen“, flüsterte ich. Sie nickte kaum merklich.
Ich begann, ihre Schultern zu massieren, meine Daumen kreisten über die verspannten Muskeln. Sie stöhnte leise auf und ließ den Kopf nach vorne sinken. „Das tut so gut“, murmelte sie. Meine Finger arbeiteten sich zu ihrem Nacken vor, wo die Haare fein und weich waren. Ich beugte mich vor und hauchte einen Kuss auf die empfindliche Stelle hinter ihrem Ohr. Sie zitterte, und ihre Hand griff nach meiner, die auf ihrer Schulter lag. „Lukas“, sagte sie, und ihre Stimme war heiser vor Verlangen. „Ich … wir sollten …“ „Sollten wir?“, unterbrach ich sie, und meine Lippen wanderten über ihren Hals. Sie drehte den Kopf, und plötzlich trafen sich unsere Münder.
Der Kuss war anders als alles, was ich erlebt hatte. Sie schmeckte nach Kaffee und einem Hauch Zimt, ihre Zunge war fordernd und doch zärtlich. Meine Hände glitten von ihren Schultern nach unten, über den Stoff ihrer Bluse, bis ich die Rundung ihrer Brüste spürte. Sie stöhnte in meinen Mund, als ich sanft darüber strich, und ich fühlte, wie ihre Brustwarzen unter dem dünnen Stoff hart wurden. Meine Finger fanden den Knopf ihrer Bluse, und ich öffnete ihn, einen nach dem anderen, während meine Lippen weiter ihren Hals hinunterküssten. Ihre Haut war warm und salzig, und ich konnte ihren Puls unter meiner Zunge spüren.
„Lara, ich will dich“, flüsterte ich, während ich die Bluse von ihren Schultern schob. Sie trug einen schwarzen Spitzen-BH, der ihre Brüste perfekt umschloss. Meine Hände umfassten sie, und ich ließ meine Daumen über die harten Spitzen kreisen. Sie warf den Kopf zurück und stöhnte laut auf. „Ja, Lukas, fass mich an“, keuchte sie, und ihre Hände griffen nach meinem Hemd, rissen es auf. Knöpfe flogen durch den Raum und prallten gegen die Milchglasscheibe der Tür. Ihre Finger glitten über meine Brust, zogen kleine Kreise um
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