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Der Vertrag der Stille

Macht Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 12 Min · Ab 18 Jahren

Die Uhr über der Tür zeigt 23:47, als ich in die Vorhalle trete – eine fast leere Büroetage, nur der Schein ihres Lichts lockt mich. Meine Chefin hat mich gebeten nach Feierabend zu kommen: „Vertrauliche Besprechung“ stand in der Mail, und ich dachte an Quartalszahlen. Doch jetzt sehe ich, dass ihr Büro hell erleuchtet ist, während alle anderen Schreibtische im Dunkeln liegen. Mein Puls beschleunigt sich, als ich den langen Flur entlanggehe. Jeder Schritt hallt auf dem Marmorboden wider, ein Echo, das meine Anspannung vergrößert. Ich frage mich, was sie wohl von mir will – vielleicht eine Beförderung? Oder eine Abmahnung? Nein, ihr Ton in der Mail war zu geheimnisvoll, zu verlockend. Ich spüre, wie mir der Schweiß auf die Stirn tritt, und wische ihn mit dem Handrücken weg, bevor ich an ihre Tür klopfe.

Die Einladung

Ich klopfe – zwei kurze, zögerliche Schläge. „Herein“, sagt ihre Stimme, ruhig und klar, wie ein kühles Glas Wasser. Als ich die Tür öffne, sitzt sie nicht am Schreibtisch, sondern steht am Fenster, den Blick auf die Lichter der Stadt gerichtet. Sie trägt einen schwarzen Hosenanzug, aber die Jacke hängt über der Stuhllehne, und ihre weiße Bluse ist bis zum dritten Knopf geöffnet – ein schmaler Streifen nackter Haut schimmert zwischen den Stoffbahnen. Ich sehe die zarte Kurve ihres Halses, die Linie ihres Schlüsselbeins, und mein Atem stockt. „Schließ die Tür, Franz. Und verriegel sie.“ Ich tue es ohne zu zögern. Ein leichtes Beben vibriert in ihrer Stimme, das mich gehorchen lässt, obwohl ich nicht weiß, worauf ich mich einlasse. Der Schlüssel dreht sich mit einem klickenden Geräusch, das in der Stille des Raumes laut widerhallt.

Sie dreht sich um. „Setz dich“, sagt sie und deutet auf den Besuchersessel vor ihrem Schreibtisch. Ich setze mich, lehne mich zurück, versuche entspannt zu wirken, aber meine Hände umklammern die Armlehnen. Das Leder fühlt sich kühl an unter meinen Fingern. „Ich habe mir Gedanken gemacht. Über uns.“ Ich öffne den Mund, um etwas zu sagen, aber sie hebt die Hand – eine knappe, bestimmte Geste. „Lass mich ausreden. Du bist seit drei Monaten hier. Du arbeitest gut, du bist intelligent, aber ich sehe auch, dass du dich unterordnen kannst. Du suchst Orientierung. Führung.“ Sie macht eine Pause, tritt näher, setzt sich auf die Kante ihres Schreibtisches, direkt vor mich. Ihre Knie sind nur wenige Zentimeter von meinen entfernt – ich rieche ihren Duft, etwas Blumiges mit einer Note von Moschus, der mich benebelt. Ich sehe die feine Härchen auf ihren Beinen, die im Licht der Schreibtischlampe schimmern, und spüre, wie mein Körper auf ihre Nähe reagiert.

„Ich biete dir einen Deal an“, sagt sie. „Für die nächsten sechs Monate wirst du tun, was ich sage. Nicht nur im Büro. Überall. Du wirst kommen, wenn ich rufe, und du wirst gehen, wenn ich es verlange. Du wirst lernen, was es bedeutet, die Kontrolle abzugeben.“ Ihr Blick ist messerscharf, durchdringend wie ein Röntgenstrahl. Ich senke den Kopf, kann ihrem Blick nicht standhalten. „Ich werde dich nicht körperlich verletzen. Aber ich werde dich an meine Grenzen führen. Du darfst jederzeit ein Safeword sagen – es ist ‚Rot‘. Aber wenn du es tust, ist der Vertrag beendet, und du wirst versetzt.“ Ihre Worte hängen in der Luft, schwer und bedeutungsschwer. Ich denke an die Konsequenzen, an das, was ich aufgeben würde – aber auch an das, was ich gewinnen könnte. Die Vorstellung, mich ihr auszuliefern, erregt mich auf eine Weise, die ich mir nicht eingestehen will.

Die Zeremonie

Ich schlucke. Mein Herz hämmert gegen meine Rippen, ein wilder Trommelwirbel, und mein Mund ist trocken wie Pergament. „Und wenn ich zustimme?“, frage ich, und meine Stimme klingt heiserer, als ich wollte. Sie lächelt – ein schmales, wissendes Lächeln, das ihre Zähne kurz entblößt. „Dann beweise ich dir heute Nacht, was ich meine. Steh auf.“ Ich stehe auf, meine Beine fühlen sich weich an. „Knie dich hin.“ Ich zögere einen Moment, aber dann lasse ich mich auf den Teppich sinken – das weiche Vlies unter meinen Knien, kühl und beruhigend. Sie steht jetzt vor mir, groß und aufrecht, und legt eine Hand auf meinen Kopf. Ihre Finger sind warm, der Druck sanft. „Gut. Du lernst schnell.“ Das Gefühl ihrer Hand auf meinem Haar ist gleichzeitig einschüchternd und tröstlich, wie eine Belohnung für meinen Gehorsam.

Sie setzt sich zurück auf die Schreibtischkante, spreizt die Beine. Ihr Rock ist eng, aber sie hat ihn hochgeschoben, und ich sehe die schwarze Spitze ihres Strumpfbands – ein zartes Geflecht, das ihre Oberschenkel umschließt. Ein dünner Streifen nackter Haut zwischen Strumpfband und Slip lässt mich schlucken. „Du wirst mich jetzt mit deinem Mund verwöhnen, Franz. Aber du wirst kein Wort sagen. Kein Laut. Und du wirst mich erst zum Höhepunkt bringen, wenn ich es dir sage. Verstanden?“ Ich nicke, immer noch sprachlos vor Erregung, die in meinem Bauch pulsiert. Sie legt eine Hand auf meinen Hinterkopf und zieht mich sanft zwischen ihre Schenkel. Der Stoff ihres Rocks streift mein Gesicht, und ich rieche ihre Erregung – ein erdiges, süßes Aroma, das mich direkt in den Magen trifft. Ich schließe die Augen und atme tief ein, um den Moment zu verlängern.

Die erste Lektion

Ich spüre die Wärme ihres Körpers, noch bevor ich sie berühre. Der Stoff ihres Slips ist feucht, als ich mit den Lippen darüber streiche. Ein leises Stöhnen entweicht ihr, und ihre Finger krallen sich in mein Haar. „Langsamer“, flüstert sie. „Genieß es.“ Ich schiebe den Slip zur Seite – die Spitze ist glatt und nachgiebig – und lege meine Zunge auf ihre feuchte Spalte. Sie schmeckt nach Salz und etwas Süßem, wie Honig und Meer, und ich tauche ein, erkunde sie mit langsamen, kreisenden Bewegungen, während ihre Atemzüge schneller werden. Sie hält meinen Kopf fest, dirigiert mich, und ich folge, nehme ihre Klit zwischen die Lippen und sauge sanft. Sie ist hart, ein kleiner Knoten aus Lust, der unter meiner Zunge schwillt. Ich spüre, wie sie sich unter mir öffnet, wie ihre Hüften sich leicht gegen mein Gesicht drücken, und ich verliere mich in ihrem Geschmack und Geruch.

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„Ja“, haucht sie. „Genau so.“ Aber als ich schneller werde, hält sie inne. Ihre Hand drückt mich leicht zurück. „Halt. Nicht zu schnell. Du wartest auf mein Kommando.“ Ich bleibe regungslos, den Mund auf ihrer feuchten Spalte, und spüre, wie sie bebt – ein feines Zittern, das durch ihre Schenkel läuft. Ihr Körper ist angespannt, ein gespannter Bogen, und ich warte, der einzige Laut ist ihr schneller Atem. Die Stille ist drückend, erregend. Dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, sagt sie: „Weiter. Aber leise. Immer langsam.“ Ich gehorche, baue eine Welle auf, die sich langsam türmt. Meine Zunge malt Muster, erst zart, dann fordernder, während ihre Hüften sich in einem leisen Rhythmus gegen mein Gesicht bewegen. Sie lehnt sich zurück, stützt sich auf ihre Hände, und ich höre ihr Atmen, wie es sich verändert – flacher, schneller, mit kleinen, unterdrückten Lauten, die zwischen ihren Lippen hervorperlen. Der Geschmack von ihr wird intensiver, und ich spüre, wie sie sich nähert, wie ihr Körper sich anspannt.

Die Grenzüberschreitung

„Jetzt“, sagt sie schließlich, und ihre Stimme ist kaum mehr als ein Keuchen, ein heftiger Atemzug. „Lass mich kommen.“ Ich lege mich mit ganzem Einsatz hinein, meine Zunge kreist um ihren Knoten, während sie sich aufbäumt und ihren Höhepunkt gegen mein Gesicht presst. Sie stößt einen langen, tiefen Seufzer aus, der in der Stille des Büros hallt, ein Laut wie von weit her. Ihr Körper spannt sich an, zittert, und dann entspannt sie sich, ein langsames Schmelzen. Ich bleibe, wo ich bin, bis sie meine Hand sanft von ihrem Körper schiebt. Ihr Geschmack liegt auf meiner Zunge, und ich lecke mir über die Lippen, um nichts zu verschwenden.

Sie steht auf, ordnet ihren Rock mit einer knappen Bewegung, sieht mich an. „Du hast gut gemacht“, sagt sie, und ihre Stimme ist wieder fest, wie ein Messer, das durch Butter schneidet. „Aber das war erst der Anfang. Jetzt bist du dran. Steh auf. Zieh dich aus. Leg dich auf den Schreibtisch.“ Ich gehorche, meine Finger zittern, als ich die Knöpfe meines Hemdes öffne. Die Kühle der Luft streift meine Haut, als ich mich entkleide, und ich lege mich rücklings auf das kühle Holz, das sich fest unter meinem Rücken anfühlt. Sie öffnet ihre Schreibtischschublade, holt eine lederne Augenbinde und eine Tube Gleitgel heraus. Sie setzt die Binde auf – Dunkelheit umfängt mich, eine samtige Leere – und ich höre sie neben mir atmen. „Keine Angst. Du wirst mich nur spüren. Du wirst nichts sehen. Nur hören und fühlen.“ Ihre Stimme beruhigt mich, aber auch erregt mich noch mehr, denn ich weiß nicht, was als Nächstes kommt.

Die Hingabe

Ihre Hände gleiten über meine Brust, sanft und doch fordernd, streicheln meine Brustwarzen, die sich unter ihrer Berührung aufrichten. Sie wandert über meinen Bauch, lässt eine Gänsehaut zurück. Ich spüre jede ihrer Fingerkuppen wie kleine Feuerpunkte. Dann nimmt sie meinen harten Schwanz in die Hand – ihre Finger sind kühl vom Gleitgel – und massiert ihn ein, langsam, kreisend. Ich zucke unter ihrer Berührung, ein elektrischer Schlag der Lust. „Du bist bereit“, murmelt sie. Dann spüre ich sie über mir, wie sie aufsteigt, und die Wärme ihrer feuchten Spalte, die sich über mich senkt. Langsam, Zentimeter für Zentimeter, nimmt sie mich in sich auf. Die Enge ist überwältigend, ein pulsierendes Vakuum, das mich umschließt. Ich stöhne, aber sie beugt sich vor und legt mir einen Finger auf die Lippen. „Leise. Denk an die anderen Stockwerke. Die Putzfrau. Den Sicherheitsmann.“ Ihre Hüften beginnen sich zu bewegen, ein langsamer, kreisender Rhythmus, der mich an den Rand des Wahnsinns bringt. Jede Bewegung ist ein Versprechen, ein Aufschub, eine Qual.

Sie reitet mich, mit geschlossenen Augen, wie ich es mir vorstelle, und ich kann ihr leises Atmen hören, das leise Knarzen des Schreibtischs unter uns. Ich liege da, blind und stumm, völlig in ihrer Gewalt, und jeder Muskel in meinem Körper ist angespannt, ein Bogen bereit zu schnellen. Sie beschleunigt, ihre Hüften schlagen gegen mich, und ich spüre, wie sie sich wieder dem Höhepunkt nähert – ihr Inneres zieht sich zusammen, ein warmer Sog. „Komm mit mir“, befiehlt sie, ihre Stimme ein scharfes Flüstern. „Komm.“ Und ich lasse los, eine Explosion der Hingabe, die mich durchflutet, eine Welle aus Feuer und Licht, während sie über mir zittert und sich in den Höhepunkt fallen lässt, ein letztes, tiefes Stöhnen. Ich spüre, wie sie sich um mich zusammenzieht, wie die Wellen der Lust durch uns beide gehen, und für einen Moment gibt es nur uns, nur dieses Gefühl der Verbundenheit.

Nach dem Spiel

Wir liegen nebeneinander auf dem Schreibtisch, keuchend, bis sie aufsteht und mir die Augenbinde abnimmt. Das Licht tut weh, blendend, aber ich sehe sie an – ihre Wangen gerötet, das Haar zerzaust, ein Schweißfilm auf ihrer Stirn. „Morgen um neun in meinem Büro. Wir besprechen die Details des Vertrags.“ Sie lächelt, diesmal weicher, ein Hauch von Zärtlichkeit. „Du hast bestanden. Aber das war nur die Einführung.“ Ich setze mich auf, suche meine Kleider, die auf dem Boden liegen. Meine Hände sind noch zittrig, als ich mich anziehe. „Danke“, sage ich, und meine Stimme ist rau, wie Kies. Sie nickt. „Geh jetzt. Ich sehe dich morgen.“ Als ich die Tür öffne, drehe ich mich noch einmal um. Sie steht am Fenster, den Blick auf die Stadt gerichtet, und ich weiß, dass mein Leben sich für immer verändert hat – ein neues Kapitel, geschrieben in Schatten und Licht. Ich schließe die Tür leise hinter mir und gehe den dunklen Flur entlang, das Echo meiner Schritte begleitet mich, während ich versuche, das Erlebte zu verarbeiten. In meinem Kopf kreisen die Bilder, die Gerüche, die Gefühle – und ich weiß, dass ich morgen wiederkommen werde, bereit für mehr.

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