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Die Unbekannte im Samt

Fremde Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 11 Min · Ab 18 Jahren

„Sie tragen den Samt, als wäre er für Sie gemacht.“ Die Stimme kam von links, tief und mit einem leichten Rauch in der Kehle. Clara drehte sich um. Ein Mann stand im Schatten eines Säulengangs, die Maske aus schwarzer Spitze ließ nur seine Augen erkennen – grau wie ein Winterhimmel. Der Ball um sie herum, mit seinen hundert flirrenden Lichtern, schien plötzlich weit weg.

Sie neigte den Kopf. „Und Sie tragen Ihre Neugier so offen, dass ich sie fast schmecken kann.“ Ein Lächeln spielte um ihre Lippen, verborgen hinter der goldenen Halbmaske, die ihr Gesicht wie ein zweiter Mund umschloss.

Er trat näher. Sein Anzug war dunkelblau, fast schwarz, der Kragen offen. Keine Krawatte. Ein schmaler Silberring blitzte an seinem kleinen Finger auf. „Darf ich Sie zu einem Glas Wein einladen? Oder bevorzugen Sie etwas Stärkeres?“ Seine Hand, die er ihr entgegenstreckte, war schlank, die Finger lang, die Nägel kurz und gepflegt.

Clara legte ihre Hand in seine. Die Berührung war ein kleiner Schlag – statisch, als hätten sich zwei entgegengesetzte Pole gefunden. „Whiskey. Pur.“

Er führte sie durch die Menge, vorbei an schillernden Roben und feixenden Harlekinen, zu einer Nische hinter einem schweren, roten Samtvorhang. Ein kleiner Tisch, zwei lederne Sessel, eine Flasche Macallan und zwei Gläser standen bereit. Als hätte er sie erwartet.

„Sie planen im Voraus“, sagte sie, ließ sich in den Sessel sinken und schlug die Beine übereinander. Der Schlitz ihres Kleides gab den Blick auf ihren Oberschenkel frei, nackte Haut bis zur Hüfte.

Sein Blick verweilte dort eine Sekunde zu lang. „Ich mag es, wenn der Zufall mich findet. Aber ich helfe ihm nach.“ Er schenkte ein, gab ihr das Glas. Seine Finger streiften ihre, und wieder dieser kleine Blitz.

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Sie trank. Der Whiskey brannte angenehm in der Kehle, breitete Wärme in ihrer Brust aus. „Sie sind also ein Jäger, der seine Fallen stellt?“, fragte sie, den Blick über den Rand des Glases.

Er lehnte sich zurück, die grauen Augen auf sie gerichtet. „Ein Jäger, der darauf wartet, gejagt zu werden. Ich habe Sie gesehen, wie Sie durch den Saal gingen. Sie haben nicht getanzt, nicht gelächelt, nicht gesprochen. Sie haben beobachtet.“

Clara stellte das Glas ab. „Und das hat Sie gereizt?“

„Es hat mich neugierig gemacht“, korrigierte er. „Eine Frau, die auf einem Ball die Rolle der Zuschauerin wählt, sucht etwas Bestimmtes. Oder sie hat etwas zu verbergen.“

„Vielleicht beides“, gab sie zu. Sie beugte sich vor, stützte die Ellbogen auf die Knie. „Und was suchen Sie, wenn ich fragen darf?“

Sein Lächeln war langsam, wie geschmolzenes Gold. „Eine Geschichte, die ich nicht vergessen werde. Eine, die nicht in Worte gefasst werden kann.“

Die Luft zwischen ihnen schien dichter zu werden, schwerer. Clara spürte, wie ihr Puls schneller schlug. „Dann sollten wir vielleicht aufhören zu reden.“

Er stellte sein Glas neben ihres, die Bewegung flüssig, ohne Eile. Dann stand er auf, reichte ihr die Hand. „Kommen Sie.“

Sie nahm seine Hand, ließ sich hochziehen. Seine Finger schlossen sich fest um ihre, die Wärme seiner Handfläche durchdrang sie wie ein Versprechen. Er führte sie aus der Nische, durch eine schmale Tür, die sie vorher nicht bemerkt hatte, und eine Wendeltreppe hinauf. Die Musik verklang, die Stimmen wurden leiser. Sie stiegen zwei Stockwerke, bis er vor einer dunklen Holztür stehen blieb. Ein Schlüssel drehte sich im Schloss, die Tür schwang auf.

Der Raum war klein, fast karg. Ein breites Bett mit weißen Laken, ein Nachttisch mit einer Kerze, ein Fenster, das auf den Parkplatz hinter dem Gebäude blickte. Kein Kronleuchter, keine Prunkmöbel. Nur das Nötigste.

„Ich wusste nicht, ob ich hier oben landen würde“, sagte er, als hätte er ihre Gedanken gelesen. „Aber ich wollte vorbereitet sein.“

Clara ließ ihre Hand los, trat ans Fenster. Unten glitzerten die Scheinwerfer der Autos. Sie hörte, wie er die Tür hinter ihr schloss, und der Riegel leise einrastete. Ein leises Klicken, das die Welt da draußen aussperrte.

Sie drehte sich um. Er stand zwei Schritte entfernt, die Arme locker an den Seiten. Seine Maske hatte er abgenommen – sie lag auf dem Nachttisch. Sein Gesicht war schmal, die Wangenknochen hoch, der Mund eine klare Linie. Er war älter als sie, vielleicht Mitte vierzig, aber seine Augen hatten etwas Junges, Ungestümes.

„Wie heißen Sie?“, fragte sie, obwohl sie wusste, dass es keine Rolle spielte.

„Das spielt keine Rolle“, antwortete er, genau wie sie erwartet hatte. „Nennen Sie mich, wie Sie wollen.“

Sie lachte leise. „Dann nenne ich Sie ‚Den Fremden‘.“

„Gut. Und Sie? Soll ich Sie ‚Die Frau im Samt‘ nennen?“

„Das klingt nach einem Roman.“ Sie trat einen Schritt auf ihn zu. „Aber ja. Für diese Nacht bin ich das.“

Er kam ihr entgegen, bis nur noch ein Atemzug zwischen ihnen lag. Sie roch sein Eau de Cologne – Zeder und etwas Rauchiges. Und darunter den Geruch seiner Haut, warm und lebendig.

„Darf ich Sie berühren?“, fragte er, seine Stimme jetzt rauer.

„Wenn ich Sie auch berühren darf.“

Seine Hand hob sich, strich über ihre Wange, entlang der Kante ihrer Maske. „Darf ich die abnehmen?“, flüsterte er.

Sie nickte. Seine Finger lösten das Band, und die goldene Maske fiel. Sie sah ihn an, ungeschützt, ihr Gesicht nackt. Seine Augen wurden dunkler, die Pupillen weiteten sich.

„Sie sind schön“, sagte er. „Ohne Verkleidung noch schöner.“

„Schmeichler.“ Aber sie lächelte dabei.

Seine Lippen fanden ihre. Der Kuss war sanft, fast zögerlich, als wollte er sie kosten. Sie öffnete den Mund, ließ seine Zunge ein, und der Kuss wurde tiefer, fordernder. Seine Hände glitten in ihren Nacken, zogen sie näher. Sie spürte seinen Körper an ihrem, die Hitze, die von ihm ausging.

Ihre Finger knöpften sein Hemd auf, streiften über seine Brust, die sich fest und warm unter ihren Händen anfühlte. Sie ließ die Hände tiefer gleiten, über seinen Bauch, bis sie den Gürtel erreichte. Mit einer schnellen Bewegung löste sie die Schnalle, öffnete den Knopf seiner Hose und zog den Reißverschluss runter. Seine Erektion drückte gegen den Stoff seiner Boxershorts, und sie konnte die Umrisse seines harten Schwanzes sehen, lang und dick, wie er gegen das weiche Material spannte.

Er stöhnte leise, als ihre Finger über die Beule strichen. „Du bist ungeduldig“, murmelte er gegen ihren Hals, während seine Lippen eine Spur der Küsse hinterließen, hinunter zu ihrem Schlüsselbein. Seine Hände fanden den Reißverschluss ihres Kleides, zogen ihn langsam auf, und das schwarze Samtkleid glitt von ihren Schultern, offenbarte ihre nackte Haut darunter. Kein BH, nur ein winziger, schwarzer Slip, der kaum ihre Scham bedeckte.

„Kein BH?“, fragte er, seine Stimme ein Flüstern.

„Ich mag es, wenn meine Brüste frei sind“, sagte sie, und ließ das Kleid ganz fallen. Es sammelte sich um ihre Füße, und sie stand da, nur in dem kleinen Höschen, ihre Brüste fest und voll, die Brustwarzen hart und aufgerichtet.

Er ließ seine Hände über ihre Brüste gleiten, umfasste sie, drückte sie leicht. Sie spürte, wie seine Daumen über ihre Nippel rieben, und ein Schauer lief ihr den Rücken hinunter. Sie schloss die Augen, genoss das Gefühl, wie er ihre Brüste massierte, die harten Knospen zwischen seinen Fingern drehte, bis sie leise stöhnte.

„Deine Brüste sind perfekt“, murmelte er, und beugte sich vor, um eine Brustwarze in den Mund zu nehmen. Seine Zunge umkreiste sie, erst sanft, dann fester, saugte daran, während seine andere Hand die andere Brust knetete. Clara keuchte, ihr Kopf fiel zurück, und sie grub ihre Finger in seine Haare, zog ihn fester an sich.

Er ließ seine Hand tiefer wandern, über ihren Bauch, bis er den Bund ihres Slips erreichte. Mit einer schnellen Bewegung schob er seine Finger darunter, fand ihre nasse, heiße Spalte. Sie war schon feucht, ihre Pussy bereit für ihn. Er strich über ihre Schamlippen, tauchte einen Finger in sie ein, und sie stöhnte laut auf.

„Du bist so nass“, sagte er, seine Stimme heiser vor Verlangen. „So verdammt nass für mich.“

Sie öffnete die Augen, sah ihn an. „Ich will dich fühlen. Jetzt.“

Er zog seine Hand zurück, schob ihre Beine auseinander, und drehte sie um, drückte sie gegen die Wand. Seine Hände glitten über ihren Arsch, formten die festen Backen, drückten sie auseinander. Er beugte sich vor, seine Zunge fand ihre nasse Pussy von hinten, leckte sie, wie sie es noch nie zuvor erlebt hatte. Seine Zunge drang in sie ein, tief und fordernd, und sie schrie auf, als er ihre Klitoris mit seinen Lippen umschloss und sanft daran saugte.

„Oh Gott“, keuchte sie, ihre Beine zitterten, während er sie weiter leckte, seine Zunge in ihr kreiste und sie an den Rand des Orgasmus brachte. Sie spürte, wie die Hitze in ihrem Bauch anstieg, wie ihre Muskeln sich zusammenzogen, bereit zu explodieren. Aber er stoppte, ließ sie zappelnd zurück.

„Noch nicht“, flüsterte er, und richtete sich auf. Er drehte sie wieder um, drückte sie auf das Bett, und zog seine Hose und Boxershorts aus. Sein Schwanz sprang frei, hart und lang, die Eichel rot und glänzend von ihrer Feuchtigkeit. Er legte sich über sie, seine Beine zwischen ihre, und sie spürte die Spitze seines Schwanzes gegen ihre nasse Pussy drücken.

„Sag mir, dass du es willst“, verlangte er, seine grauen Augen auf sie gerichtet.

„Ich will es“, stöhnte sie. „Fick mich. Hart. Jetzt.“

Er stieß zu. Sein Schwanz glitt in sie hinein, tief und fest, und sie schrie auf, als er ihre Pussy ausfüllte, sie dehnte, bis sie dachte, sie würde platzen. Er begann zu stoßen, erst langsam, dann schneller, jeder Stoß tiefer und härter als der letzte. Sie spürte, wie sein Schwanz in ihr drin war, wie er sie fickte, und sie liebte es.

„Ja, genau so“, keuchte sie, ihre Hände gruben sich in seine Schultern, während er weiterstieß. „Fick mich, fick mich hart.“

Er beugte sich vor, seine Lippen fanden ihre, und sie küssten sich wild, während er sie weiterfickte. Seine Hände griffen nach ihren Brüsten, drückten sie, seine Daumen rieben über ihre harten Nippel. Sie spürte, wie der Orgasmus sich in ihr aufbaute, wie ihre Pussy sich um seinen Schwanz zusammenzog, und sie wusste, dass sie jeden Moment kommen würde.

„Ich komme“, schrie sie, als die Wellen der Lust sie überfluteten. „Ich komme, ich komme!“

Ihr Körper zuckte, ihre Pussy krampfte sich um seinen Schwanz, und sie spürte, wie er tiefer in sie stieß, einmal, zweimal, und dann kam auch er, mit einem tiefen Stöhnen. Sein Sperma spritzte in sie hinein, heiß und dick, und sie fühlte, wie es sie ausfüllte, wie er sich in ihr entlud.

Sie lagen da, keuchend, verschwitzt, ihre Körper ineinander verschlungen. Er blieb in ihr, sein Schwanz noch hart, und sie spürte, wie er sie weiterfüllte. Nach einer Weile zog er sich zurück, rollte sich neben sie, und zog sie in seine Arme.

„Das war…“, begann er, aber sie legte einen Finger auf seine Lippen.

„Sprich nicht“, flüsterte sie. „Nicht jetzt.“

Sie schmiegte sich an ihn, spürte seinen Herzschlag, der sich langsam beruhigte. Der Kerzenlicht tanzte an der Decke, und die Welt da draußen existierte nicht mehr. Nur sie, und er, und diese Nacht, die noch lange nicht vorbei war.

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