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Der Dirigent und die Fremde

Voyeurismus Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 21 Min · Ab 18 Jahren

Diese Geschichte wurde automatisch mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Personen sind volljährig. Ab 18.

Die Fahrt begann mit dem Geruch von Leder und Maschinenöl, als der Nachtzug um vierundzwanzig Uhr sieben den Wiener Westbahnhof verließ und sich mit einem Ruck, der durch seinen ganzen Körper ging, in die Dunkelheit schob. Er saß im Abteil acht, Fensterplatz, und sah die Lichter der Stadt wie aufgereihte Perlen vorbeigleiten, bis sie im Nichts des Marchfelds versanken. Seine Frau hatte ihm am Morgen noch einen Kuss auf die Wange gedrückt und gesagt, er solle auf sich aufpassen, und er hatte genickt, wie er immer nickte, wenn er wieder einmal auf Tournee ging. Der Ring an seinem Finger fühlte sich an wie ein Fremdkörper, ein kleines Stück Metall, das ihn daran erinnerte, dass er verheiratet war, seit vierzehn Jahren, mit einer Frau, die er liebte, auf eine ruhige, gewohnheitsmäßige Art, die ihm manchmal wie ein Mantel erschien, den er trug, ohne zu wissen, ob er ihn noch brauchte.

Der Schaffner kam durch den Gang, stempelte die Fahrkarte, wünschte eine gute Nacht, und dann war es still, bis auf das rhythmische Rattern der Räder auf den Schienen, ein monotoner Herzschlag, der ihn in eine Art Trance versetzte. Er hatte das Dirigat des Abendkonzerts hinter sich, Beethovens Neunte, und die Erschöpfung hing ihm noch in den Schultern, dieser süße, schmerzhafte Kater nach dem Applaus, der immer zu schnell verklang. Er öffnete seine Aktentasche, zog eine Partitur hervor, aber die Noten verschwammen vor seinen Augen, und er legte sie wieder weg. Stattdessen starrte er auf das Fenster, auf sein eigenes Spiegelbild, das ihm aus der Dunkelheit entgegensah, ein Mann mit grauen Schläfen und müden Augen, der plötzlich das Gefühl hatte, ein Fremder in seinem eigenen Leben zu sein.

Dann hörte er den Gang entlang das leise Scharren von Schritten, so dezent, dass er sie fast überhört hätte, und eine Frau öffnete die Tür zum Abteil, zögerte, als sie ihn sah, und trat dann doch ein. Sie trug einen langen schwarzen Mantel, unter dem ein dunkelrotes Kleid hervorblitzte, und in der Hand einen schweren Kasten, den sie mit einer Behutsamkeit ablegte, die ihn sofort aufmerksam werden ließ. Ihr Gesicht war schmal, mit hohen Wangenknochen, und ihre Augen hatten die Farbe von Herbstlaub, ein sattes Bernstein, das im schwachen Licht der Abteilbeleuchtung aufglühte. Sie setzte sich ihm schräg gegenüber, an das Fenster, und zog ein Buch aus ihrer Tasche, aber sie blätterte nicht um, sondern hielt es offen in den Händen, als würde sie irgendwohin schauen, wo weder das Buch noch der Zug existierte.

Er beobachtete sie, ohne es zu wollen, so wie man einen Fluss beobachtet, der langsam vorbeizieht, und er fragte sich, was ein Kasten wie ihrer enthielt, bis er den feinen Riss auf ihrem Handrücken sah, die Schwielen an den Fingerspitzen, und da wusste er es. Eine Geigerin. Der Kasten war ein Instrumentenkoffer, das sah er jetzt an den Messingbeschlägen, an der Art, wie sie ihn neben ihren Füßen platziert hatte, als wäre er ein lebendiges Wesen, das sie beschützen musste. Sie spielte also, irgendwo in Hamburg, vielleicht im Philharmonieorchester, vielleicht allein, das konnte er nicht wissen, aber er wusste, dass sie Musik in sich trug, das spürte er an der Haltung ihres Nackens, an der Art, wie ihre Finger über den Buchrücken strichen, als wären es Saiten.

Der Zug fuhr durch eine Kurve, und ihr Blick glitt kurz zu ihm, ein halber Moment, in dem sich ihre Augen trafen, und dann sah sie wieder weg, aber in diesem Moment geschah etwas, das er nicht hätte benennen können. Es war, als hätte sich eine Tür einen Spaltbreit geöffnet, und der Raum zwischen ihnen hatte sich mit einer elektrischen Spannung gefüllt, die er aus dem Konzertsaal kannte, wenn das Orchester vor dem ersten Ton innehielt. Er sah, wie ihre Brust sich hob und senkte, kaum merklich, und er stellte sich vor, wie ihre Hände einen Bogen führten, wie sie über das Holz der Geige strichen, und der Gedanke ließ ihn nicht mehr los.

Sie war vielleicht fünfunddreißig, schätzte er, ein Alter, in dem eine Frau wusste, was sie wollte, und er war zweiundvierzig, ein Mann, der zu lange vergessen hatte, was es bedeutete, zu begehren. Er dachte an seine Frau, an ihre warme, vertraute Art, an den Geruch ihres Shampoos, den er aus tausend Nächten kannte, und für einen Moment schämte er sich, aber die Scham verflog so schnell, wie sie gekommen war, ersetzt durch dieses andere Gefühl, das in seinem Bauch zu glühen begann, tief und drängend.

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Die Nacht wurde dunkler, die Fenster spiegelten jetzt nur noch das Innere des Abteils, und die Frau legte ihr Buch weg, lehnte den Kopf gegen die Scheibe, schloss die Augen. Er beobachtete sie, wie sie atmete, langsam und gleichmäßig, und er konnte ihren Hals sehen, die feine Linie, wo das Kleid endete, und die Haut darunter, blass im Mondlicht, das durch den Spalt der Gardine fiel. Er stellte sich vor, seinen Mund dorthin zu legen, den Puls unter seinen Lippen zu spüren, und sein Atem wurde flacher, und er richtete sich auf, um nicht aufzufallen.

„Schlafen Sie nicht ein“, sagte sie plötzlich, mit einer Stimme, die tief und rau war, wie von zu viel Proben und zu wenig Schlaf, und er zuckte zusammen, weil er nicht erwartet hatte, dass sie ihn bemerkte. „Sie schauen mich an, als würden Sie mich kennen“, sagte sie, und jetzt waren ihre Augen offen, und sie lächelte nicht, aber ihr Blick war weder abweisend noch einladend, sondern einfach da, unausweichlich.

„Ich glaube nicht, dass ich das tue“, antwortete er, und seine Stimme klang fremd in seinen Ohren, zu hoch, zu vorsichtig. „Aber ich würde Sie gern kennenlernen.“

Sie schwieg einen Moment, und dann sagte sie: „Ich heiße Eva. Und ich spiele Geige, falls Sie das schon erraten haben. Sie haben auf den Kasten gestarrt, als wäre er eine Waffe.“

Er musste lächeln, ein echtes Lächeln, das ihm überraschend leicht fiel. „Ich habe auf Ihre Hände geschaut“, sagte er, und es war die Wahrheit, und sie sah auf ihre eigenen Hände hinunter, als würde sie sie zum ersten Mal sehen, und dann hob sie den Kopf und sah ihn an, und in ihrem Blick lag etwas, das er nicht deuten konnte, aber das seinen Puls beschleunigte.

„Was machen Sie?“, fragte sie. „Sie sehen aus wie jemand, der Befehle erteilt. Oder der sie befolgt. Ich kann das nicht sagen.“

„Ich dirigiere“, sagte er. „Beethoven. Gerade eben in Wien. Und jetzt fahre ich nach Hamburg, um dasselbe zu tun, übermorgen.“

„Ein Dirigent“, sagte sie, und das Wort klang auf ihren Lippen wie eine Melodie, ein leises Staunen. „Dann haben Sie sicher eine Meinung über meine Hände.“

„Ich habe eine Meinung über Ihre Hände“, sagte er, und wieder trafen sich ihre Blicke, und diesmal blieb ihrer liegen, hielt ihn fest, und er spürte, wie ihm heiß wurde unter dem Kragen seines Hemdes, das er plötzlich zu eng fand.

Der Zug ratterte weiter, und die Nacht wurde dichter, und sie redeten über Musik, über die Neunte, über die Schwierigkeit, das Tempo zu halten, wenn die Streicher müde wurden, und sie lachte, ein leises, warmes Lachen, das tief aus ihrer Kehle kam, als er davon erzählte, wie er einmal einen Solisten verloren hatte, weil der einen Zug verpasst hatte, und wie er die Arie mit dem Klavier überbrücken musste, während das Publikum unruhig wurde. Ihre Stimme, ihre Art zu sprechen, die kleinen Pausen, in denen sie nachdachte, das alles zog ihn an, und er merkte, wie er sich vorbeugte, um ihre Worte besser zu hören, wie er den Abstand zwischen ihnen kleiner werden ließ, Zentimeter um Zentimeter, ohne dass sie sich zurückzog.

„Erzählen Sie mir von einem Stück“, sagte sie irgendwann, „das Sie so berührt hat, dass Sie es nie wieder dirigieren wollten. Und dann sagen Sie mir, warum Sie es trotzdem immer wieder tun.“

Er dachte nach, und dann sagte er: „Die Siebte von Mahler. Sie hat etwas, das mich kaputt macht, jedes Mal, dieser zweite Satz, diese Nachtmusik, die nie wirklich hell wird. Und ich kann sie nicht aus dem Kopf lassen. Es ist, als würde ich sie immer wieder aufsuchen, wie eine Wunde, die nicht heilen will, und ich weiß nicht, ob ich das will, dass sie heilt.“

Sie sah ihn lange an, und dann sagte sie: „Ich kenne das. Es gibt ein Stück, das ich nicht spielen kann, ohne dass ich danach weinen muss. Den letzten Satz von Bachs Chaconne. Ich hab ihn gespielt, als meine Mutter starb, und jetzt ist er in mir drin, wie ein Splitter, und ich kann ihn nicht herausziehen, ohne dass es schlimmer wird.“

Ihre Worte hingen zwischen ihnen, schwer und wahr, und er spürte, wie sich etwas in seiner Brust löste, eine Verkrampfung, die er gar nicht wahrgenommen hatte. „Das ist schön“, sagte er, und sie sah ihn fragend an, und er fügte hinzu: „Dass Sie das teilen. Dass Sie mir das zeigen.“

„Sie haben mich auch etwas sehen lassen“, sagte sie, und ihre Stimme war leiser geworden, und sie rückte ein Stück näher, ohne dass es offensichtlich war, aber er fühlte die Veränderung im Raum, die Wärme, die von ihr ausging. „Sie haben mir etwas von Ihrer Wunde gezeigt. Das machen nicht viele, wissen Sie. Vor allem nicht Männer, die dirigieren.“

„Vielleicht ist es die Nacht“, sagte er. „Vielleicht ist es der Zug. Man ist niemand, zwischen zwei Städten, zwischen zwei Leben. Man kann Dinge sagen, die man sonst nicht sagen würde, weil man weiß, dass man sich nie wiedersieht.“

„Vielleicht“, sagte sie, und ihre Hand lag jetzt auf der Sitzfläche, nah an seiner, so nah, dass er die Wärme ihrer Haut spüren konnte, ohne sie zu berühren. „Aber vielleicht ist es auch einfach so, dass wir uns gefunden haben, hier, in diesem Abteil, und dass das, was wir sagen, nur für uns gilt, für diese Nacht.“

Er sah sie an, und ihr Gesicht war weich geworden, die Anspannung daraus gewichen, und ihre Augen schimmerten im Halbdunkel, und er wusste, dass er sie küssen wollte, dass er es schon seit einer Stunde gewollt hatte, seit dem Moment, als sie hereingekommen war, mit ihrem Kasten und ihrem roten Kleid, wie eine Erscheinung, die nur für ihn aufgetaucht war. „Ich möchte Sie berühren“, sagte er, und seine Stimme war rau, und er erschrak fast vor seiner eigenen Direktheit, aber sie lächelte nicht, sie sah ihn nur an, und dann nickte sie, kaum sichtbar.

Er beugte sich vor, langsam, so langsam, dass er jeden Moment spürte, die Distanz zwischen ihnen, die sich schloss, und dann waren seine Lippen auf ihren, weich und warm, und sie schmeckte nach Kaffee und nach etwas Süßem, das er nicht benennen konnte. Der Kuss war zart, fast fragend, ein erstes vorsichtiges Erkunden, und dann wurde er tiefer, fordernder, und ihre Hand griff in seinen Nacken, zog ihn näher, und er ließ es geschehen, ließ sich hineinziehen in ihre Wärme, in den Geruch ihres Parfums, der nach Vanille und Rauch roch.

Sie lösten sich voneinander, atmeten schwer, und ihre Stirn lag gegen seine, und sie flüsterte: „Ich will mehr. Ich will alles, was Sie mir geben können, hier, in dieser Nacht, wo niemand uns kennt.“

„Ich auch“, sagte er, und seine Hand lag auf ihrem Oberschenkel, fühlte den Stoff ihres Kleides, die Wärme darunter, und sie schob sein Hemd hoch, an seinem Bauch entlang, und ihre Finger waren kühl auf seiner Haut, und er erschauerte unter ihrer Berührung.

Der Zug fuhr durch einen Tunnel, die Lichter flackerten, und draußen war nur noch Schwärze, und er sah sie an, ihre Augen im Halbdunkel, und er wusste, dass es kein Zurück mehr gab, dass er das wollte, mit einer Intensität, die ihn überraschte, die alles überflutete, was er vorher gewusst hatte.

Sie stand auf, langsam, und zog die Gardine über dem Gangfenster zu, und dann drehte sie sich zu ihm um, und ihr Blick war dunkel und fordernd, und sie ließ den Verschluss ihres Mantels aufspringen, ein Klick, der laut in der Stille war, und der Mantel glitt von ihren Schultern und fiel zu Boden, und sie stand vor ihm in diesem roten Kleid, das ihre Hüften umschmeichelte wie eine zweite Haut. Er sah ihre Brüste, die sich unter dem Stoff abzeichneten, die Linie ihres Bauches, die Rundung ihrer Hüften, und sein Atem wurde flacher, und er stand auf, trat auf sie zu, und seine Hände fanden ihre Taille, zogen sie an sich, und er spürte ihren Körper durch den dünnen Stoff, die Wärme, die von ihr ausging, die Weichheit, die sich an ihn presste.

„Ich will dich sehen“, sagte sie, und ihre Finger begannen, seine Knöpfe zu öffnen, langsam, ein Knopf nach dem anderen, und sie sah ihm dabei in die Augen, und er ließ sie gewähren, spürte, wie das Hemd von seinen Schultern glitt, wie ihre Hände über seine Brust strichen, durch das graue Haar, das sich dort sammelte, tiefer, bis zu seinem Bauch, wo sie verweilten, und dann öffnete sie seinen Gürtel, und er hörte das Klicken der Schnalle, und dann glitt seine Hose zu Boden, und er stand vor ihr in seiner Unterwäsche, und ihr Blick wanderte an ihm hinunter, und sie lächelte, ein langsames, sinnliches Lächeln, das ihn schwach machte.

„Du bist schön“, sagte sie, und es klang nicht wie eine Phrase, sondern wie eine Feststellung, eine Wahrheit, die sie gerade entdeckt hatte, und er zog sie an sich, küsste sie wieder, tiefer jetzt, seine Zunge traf ihre, und ihre Hände lagen auf seinem Hintern, zogen ihn gegen sich, und er spürte seine Erektion, die gegen ihren Bauch drückte, durch den dünnen Stoff seiner Boxershorts, und sie stöhnte leise in seinen Mund, ein Geräusch, das ihn fast um den Verstand brachte.

Sie trat einen Schritt zurück, und ihre Finger fanden den Reißverschluss ihres Kleides, und sie zog ihn hinunter, langsam, und das Kleid löste sich von ihrem Körper, fiel zu Boden wie eine rote Pfütze, und sie stand vor ihm in schwarzer Spitzenwäsche, die kaum etwas verbarg, und er sah ihre Brüste, voll und schwer, die dunklen Höfe, die sich durch den Stoff abzeichneten, und er stöhnte, ein Geräusch, das aus seiner Kehle kam, das er nicht kontrollieren konnte.

„Komm“, sagte sie, und sie setzte sich auf die gepolsterte Bank, breitete die Beine aus, und er kniete sich vor sie hin, und seine Hände fanden ihre Oberschenkel, strichen hinauf, unter den Stoff ihrer Slips, und sie öffnete die Beine weiter, ließ ihn hinein, und er spürte ihre Feuchtigkeit, heiß und glatt, und er schob den Stoff beiseite, und dann beugte er sich vor und legte seinen Mund auf sie, auf ihre feuchte Spalte, und sie stöhnte laut auf, warf den Kopf in den Nacken, und ihre Hand griff in sein Haar, drückte ihn näher, und er leckte sie, langsam, mit breiten Zungenstrichen, die ihre Klitoris fanden, die er mit den Lippen umschloss und saugte, bis ihr ganzer Körper erbebte.

„Ja“, flüsterte sie, „oh ja“, und ihre Hüften hoben sich ihm entgegen, und er spürte, wie sie feuchter wurde, wie ihre Säfte auf seine Zunge flossen, und er trank sie, schmeckte ihren süßen, salzigen Geschmack, und ihre Beine zitterten, und sie rief seinen Namen, den er ihr vorhin genannt hatte, „Max, Max“, und es klang wie eine Beschwörung, und er spürte, wie sie kam, wie ihre Muskelwellen sich um seine Zunge zusammenzogen, und sie schrie auf, ein erstickter Laut, den sie in ihre Hand drückte, weil draußen vielleicht jemand vorbeiging, und er ließ sie kommen, bis ihr Körper sich entspannte, bis sie nur noch atmete, tief und mühsam.

Sie zog ihn hoch, an sich, küsste ihn, und sie schmeckte sich selbst auf seinen Lippen, und ihre Hände fanden seinen Slip, schoben ihn hinunter, und seine Erektion sprang hervor, steif und feucht, und sie umschloss sie mit den Fingern, strich daran entlang, von der Wurzel bis zur Spitze, und er stöhnte, lehnte den Kopf an ihre Schulter, während ihre Hand ihn massierte, langsam, quälend.

„Ich will dich in mir spüren“, sagte sie, und sie führte ihn zu sich, setzte sich auf die Bank, breitete die Beine aus, und er kniete sich vor sie, und sie nahm ihn in die Hand, führte die Spitze an ihre feuchte Öffnung, und dann stieß er hinein, langsam, Zentimeter um Zentimeter, und sie stöhnte auf, als er sie ausfüllte, und ihr Inneres war heiß und eng und so verdammt gut, dass er fast sofort gekommen wäre, und er musste sich zusammennehmen, musste an etwas anderes denken, an Noten, an Takte, an alles, nur nicht an das Gefühl, das ihn überflutete.

Sie legte die Beine um seine Hüften, und er begann zu stoßen, langsam zuerst, ein Rhythmus, der sich mit dem Rattern des Zuges verband, und sie bewegte sich mit ihm, ihre Hüften hoben sich ihm entgegen, und ihre Hände lagen auf seinen Schultern, ihre Nägel gruben sich in seine Haut, und er sah ihre Brüste, die bei jedem Stoß wippten, und er beugte sich vor und nahm eine Brustwarze in den Mund, saugte daran, während er weiterstieß, und sie stöhnte, ein leises, kehliges Geräusch, das ihn antrieb.

„Fester“, flüsterte sie, „fester“, und er gehorchte, erhöhte das Tempo, stieß tiefer, härter, und ihr Inneres umschloss ihn fest, zog ihn hinein, und er spürte, wie sich die Spannung in seinem Bauch aufbaute, ein heißes, drängendes Verlangen, das er nicht mehr lange zurückhalten konnte. Ihre Hand glitt zwischen ihre Körper, fand ihre Klitoris, rieb sie, während er stieß, und er sah ihren Gesichtsausdruck, die Augen geschlossen, die Lippen leicht geöffnet, und er wusste, dass sie kurz davor war, wieder zu kommen, und er wollte es sehen, wollte sie dabei spüren, und er stieß tiefer, genauer, auf den Punkt, der sie aus der Fassung brachte, und dann kam sie, mit einem erstickten Schrei, der gegen seine Schulter gedämpft wurde, und ihre Muskeln zogen sich um ihn zusammen, wellenförmig, und das war zu viel, und er folgte ihr, stieß noch ein letztes Mal tief in sie hinein, und dann ergoss er sich in sie, in heißen, pulsierenden Schüben, die ihn bis in die Zehenspitzen durchliefen, und er hielt sie fest, während der Orgasmus durch sie beide jagte, und dann erschlaffte er, sank auf sie herab, sein Gesicht an ihrem Hals, und sie strich ihm durchs Haar, und sie blieben so liegen, schwer atmend, während der Zug durch die Nacht raste.

Sie blieben noch lange so, ineinander verschlungen, und die Stille war nur vom Rattern der Räder erfüllt, und irgendwann löste sie sich von ihm, stand auf, und er sah ihr zu, wie sie sich anzog, langsam, mit Bewegungen, die keine Eile hatten, und er tat dasselbe, und als sie wieder beide bekleidet waren, da war etwas zwischen ihnen, das vorher nicht da gewesen war, eine Vertrautheit, die keine Worte brauchte.

„Wir sind gleich in Hamburg“, sagte sie, und ihr Blick war weich, und sie lächelte, ein Lächeln, das ihre Augen erreichte. „Ich habe dich beobachtet, bevor du mich angesprochen hast. Die ganze Zeit. Ich habe deine Hände beobachtet, wie sie auf der Partitur gelegen haben, und ich habe mir vorgestellt, wie sie mich berühren, und als du es dann getan hast, war es besser, als ich es mir vorgestellt habe.“

„Ich habe dich auch beobachtet“, sagte er, und er meinte es, die ganze Wahrheit, und sie nickte, und dann kam der Schaffner durch den Gang und rief „Hamburg Hauptbahnhof, nächster Halt“, und sie machten sich bereit, sammelten ihre Sachen, und er half ihr mit dem Kasten, und ihre Hände berührten sich, und es war wie ein Versprechen, das keiner aussprach.

Auf dem Bahnsteig standen sie sich gegenüber, der kalte Wind blies ihnen entgegen, und er sah sie an, und sie sah ihn an, und dann sagte sie: „Ich spiele morgen Abend in der Laeiszhalle. Ein Mozart-Konzert. Wenn du Zeit hast, könntest du kommen. Und wenn nicht, dann war das hier eine schöne Geschichte, die wir uns gegenseitig beobachtet haben.“ Sie lächelte, und es war kein Abschied, es war eine Einladung, und er spürte, wie sein Herz einen Schlag aussetzte.

„Ich komme“, sagte er, und er meinte es, und sie nickte, und dann drehte sie sich um und ging davon, mit ihrem Kasten und ihrem roten Kleid, das unter dem Mantel hervorblitzte, und er sah ihr nach, bis sie im Gedränge verschwand, und dann griff er in seine Tasche, fand das Programm für morgen, und sah auf die Uhr. Er würde sein Konzert verschieben müssen, oder einen Kollegen finden, der einspringen konnte, aber das war egal.

Die Geschichte, die er sich selbst erzählt hatte, die von der Pflicht und der Gewohnheit und der Ehe, die er führte wie ein Dirigent sein Orchester, sie war noch nicht zu Ende, aber sie hatte eine andere Wendung genommen, eine, die er nicht geplant hatte, und zum ersten Mal seit langer Zeit spürte er, dass die Musik, die er dirigierte, nicht nur die Noten auf dem Papier waren, sondern auch das, was zwischen den Zeilen geschah.

Er sah auf seine Hand, auf den Ring, und dann dachte er an ihre Augen, an ihren Geschmack, an das Geräusch, das sie gemacht hatte, als er in sie eingedrungen war, und er wusste, dass er morgen Abend dort sein würde, in der Laeiszhalle, und dass er sie nach dem Konzert suchen würde, und dass diese Nacht, die wie eine beobachtete Geschichte begonnen hatte, vielleicht der Anfang von etwas anderem sein würde, etwas, das er noch nicht benennen konnte, aber das er in sich trug wie eine Melodie, die auf ihre Auflösung wartete.

Hinter ihm glühte der Zug in die Nacht, und die Stadt erwachte langsam zu ihrem Grau, und er steckte die Hände in die Taschen und ging, mit einem Lächeln, das ihm niemand erklären konnte, dem Morgen entgegen, der über den Dächern von Hamburg hell wurde.

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