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Sonntagabend in der Fremde

Reise Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 14 Min · Ab 18 Jahren

Diese Geschichte wurde automatisch mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Personen sind volljährig. Ab 18.

Der Sonntagabend legte sich über Wien wie ein samtener Schleier, und ich saß am Fenster der Altbauwohnung, die mir seit drei Tagen als Zuflucht diente. Draußen schnitt die Silhouette des Stephansdoms in den orangefarbenen Himmel, und die Dächer der Stadt glänzten feucht vom leichten Nieselregen, der seit dem Nachmittag fiel. Ich spürte die Kühle des Glases an meiner Stirn, als ich mich dagegen lehnte, und atmete den Geruch von altem Holz und Staub ein, der in den hohen Räumen hing. Die Tournee hatte mich nach Wien geführt, weg von Berlin, weg von der Wohnung, die ich mit Markus teilte, weg von dem Schweigen, das sich zwischen uns wie ein schwerer Vorhang gelegt hatte. Ich war Pianistin, und die Bühne gab mir Halt, aber in den letzten Monaten hatte ich das Gefühl gehabt, als spielte ich nur noch für ein Echo, das niemand hörte.

Die Wohnung gehörte einem Freund von Julian, unserem Tourmanager, einem Musikliebhaber, der sie für Künstler reservierte, die durch die Stadt kamen. Sie wirkte wie aus der Zeit gefallen: Stuck an den Decken, ein Flügel im Salon, den ich am ersten Abend sofort geöffnet hatte, und Bücherregale, die bis unter die Decke reichten. Ich hatte mich in dieses Refugium verliebt, in die Stille, die hier anders war als die Stille zu Hause, leichter, weniger bedrohlich. Und doch zog es mich immer wieder ans Fenster, hinaus auf die Straßen, wo das Leben pulsierte, das ich nicht mehr kannte.

Die Türglocke klang durch die Wohnung, ein spröder, heller Ton, der die Abendstille zerriss. Ich strich mir über den Rock, stand auf und ging zur Tür. Julian stand im Treppenhaus, den Kragen seines dunklen Mantels hochgeschlagen, und in seinen Händen hielt er eine Flasche Rotwein, als hätte er sie als Entschuldigung mitgebracht. Sein Lächeln war da, dieses vertraute, warme Lächeln, das ich so oft an ihm gesehen hatte, aber heute Abend lag etwas anderes darin, eine Müdigkeit, die ich nicht kannte.

„Ich hoffe, ich störe nicht“, sagte er und trat über die Schwelle. Der Duft seines Aftershaves, holzig und herb, mischte sich mit dem Regen, der an seiner Jacke hing.

„Du störst nie“, erwiderte ich und führte ihn ins Wohnzimmer. Die Standuhr in der Ecke tickte laut, als hätte sie auf diesen Moment gewartet. Julian stellte den Wein auf den Tisch und sah sich um, nickte anerkennend. „Dieser Flügel“, sagte er, „der ist eine Legende. Bösendorfer, Baujahr 1928. Der Besitzer schwört, dass man ihm die Musik anhört, die er je gespielt hat.“

Ich setzte mich auf die Kante des Sofas, während Julian die Flasche öffnete. Er schenkte zwei Gläser ein, reichte mir eines, und seine Finger berührten die meinen, als ich es entgegennahm. Ein kurzer, warmer Moment, den ich wegzulächeln versuchte, während ich einen Schluck trank. Der Wein war schwer und dunkel, wie die Stadt draußen.

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„Wir müssen über die nächsten Konzerte sprechen“, begann er, aber seine Stimme klang nicht nach Arbeit. Sie klang nach etwas anderem, nach etwas, das er nicht aussprach. Ich sah ihn an, wie er da saß, das Glas in der Hand, den Blick auf die Scheiben gerichtet, durch die die Lichter der Stadt verschwammen. Er trug einen dunklen Pullover unter der Jacke, der seine Schultern betonte, und seine Hände, diese Hände, die so oft Konzertverträge und Hotelbuchungen tippten, lagen ruhig auf seinen Knien.

„Julian“, sagte ich, „du siehst müde aus.“

Er lachte kurz auf, ein trockenes Geräusch. „Müde ist ein gutes Wort. Manchmal denke ich, das ganze Leben ist nur eine lange Reise, und ich habe vergessen, wo ich mein Gepäck gelassen habe.“ Er drehte das Glas in der Hand, und ich sah, wie sich seine Stirn in Falten legte. „Ich habe viel nachgedacht, in den letzten Wochen. Über das, was ich will. Über das, was ich nicht mehr will.“

Die Worte hingen zwischen uns, schwer und unausgesprochen. Ich spürte, wie mein Puls schneller wurde, und ich stellte das Glas auf den Tisch, als könnte ich dadurch auch die Unruhe ablegen, die in mir aufstieg. „Was meinst du damit?“

Er sah mich an, und sein Blick war so direkt, dass ich den Atem anhielt. „Ich meine dich, Elena. Ich meine, dass ich dich seit Jahren kenne, seit ich dich zum ersten Mal auf einer Bühne in Hamburg gesehen habe, und dass ich nie aufgehört habe, dich zu sehen. So, wie du wirklich bist. Nicht die Pianistin, nicht die Ehefrau, nicht die Person, die alle erwarten. Sondern du.“

Ich spürte, wie mir die Hitze in die Wangen stieg, und ich stand auf, um Abstand zu gewinnen. Ich ging zum Fenster, stützte mich auf die Kante, sah hinaus auf die Stadt, die mich nicht kannte. „Julian, ich bin verheiratet. Das weißt du.“

„Ja“, sagte er leise, und ich hörte, wie er sich erhob, wie seine Schritte über den Parkettboden knarrten. „Ich weiß es. Aber ich weiß auch, dass du unglücklich bist. Dass du in dieser Ehe verschwindest, Tag für Tag, und dass niemand es sieht, weil du so gut darin bist, die Fassade aufrechtzuerhalten. Ich sehe es. Ich sehe die Müdigkeit in deinen Augen, die du vor allen anderen versteckst.“

Ich drehte mich um, wollte widersprechen, aber seine Nähe war da, plötzlich, direkt vor mir. Er stand so dicht, dass ich den Stoff seines Pullovers an meinem Arm spürte. „Ich will nichts von dir, was du nicht geben willst“, sagte er, und seine Stimme war rau. „Ich will nur, dass du weißt, dass du nicht allein sein musst.“

Die Standuhr schlug die halbe Stunde, ein metallischer Klang, der durch den Raum hallte. Ich hob die Hand, wollte sie auf seine Brust legen, um ihn zu stoppen, aber stattdessen blieb sie dort liegen, flach auf dem weichen Wolle, und ich spürte sein Herz unter meinen Fingerspitzen schlagen, schnell und stark. Er machte keine Bewegung, ließ mich den ersten Schritt wählen, und das war vielleicht das Beunruhigendste von allem.

„Ich weiß nicht, was ich will“, flüsterte ich, aber meine Stimme klang fremd, als käme sie von weit her.

„Das ist in Ordnung“, sagte er. „Man muss nicht immer wissen, was man will. Manchmal reicht es, zuzulassen, was passiert.“

Seine Hand kam langsam hoch, berührte mein Kinn, hob mein Gesicht, bis ich ihm in die Augen sah. In diesem Licht, mit dem Schein der Stehlampe, die hinter ihm stand, wirkten seine Augen dunkel, fast schwarz, und ich sah darin etwas, das ich nicht benennen konnte. Nicht Verlangen, nicht Gier, sondern etwas Tieferes, eine Art Anerkennung, die mich erschreckte und zugleich anzog. Ich schloss die Augen, als er näher kam, und dann spürte ich seine Lippen auf meinen, sanft, fragend, als wollte er sichergehen, dass ich wirklich hier war.

Der Kuss vertiefte sich langsam, und ich ließ mich hineinziehen, in die Wärme seines Mundes, in den Geschmack von Rotwein und etwas Herbes. Seine Hand glitt von meinem Kinn in meinen Nacken, und ich spürte, wie er mich sanft zu sich zog, wie sich unsere Körper trafen, erst zögerlich, dann fester. Ich spürte seine Erregung gegen meine Hüfte, und der Gedanke daran ließ mich zusammenzucken, nicht vor Schreck, sondern vor einem Verlangen, das ich so lange unterdrückt hatte, dass ich es fast vergessen hatte.

„Elena“, murmelte er gegen meine Lippen, und mein Name klang in seinem Mund wie eine Frage, der ich nicht widerstehen konnte.

Ich antwortete nicht mit Worten. Ich griff nach dem Saum seines Pullovers, zog ihn hoch, und er half mir, ihn über den Kopf zu streifen. Seine Haut war warm, glatt über den Muskeln, und ich ließ meine Hände über seine Brust gleiten, fühlte die feinen Haare unter meinen Fingerspitzen, die Konturen seines Körpers, die ich so oft nur durch Stoff geahnt hatte. Er zog mich an sich, seine Hände auf meinem Rücken, und ich spürte, wie er den Verschluss meines Rocks öffnete, wie der Stoff zu Boden glitt.

Ich trug nur noch eine dünne Bluse und einen Slip, und seine Blicke brannten auf meiner Haut. Er trat einen Schritt zurück, sah mich an, und ich stand da, halb entkleidet, im Schein der Lampe, und fühlte mich zum ersten Mal seit Monaten wirklich gesehen. „Du bist so schön“, sagte er, und seine Stimme war heiser. „Ich will dich spüren. Jeden Zentimeter.“

Er kam wieder auf mich zu, und diesmal waren seine Hände fordernder. Er knöpfte meine Bluse auf, langsam, Knopf für Knopf, und jeder Zentimeter Haut, der freigelegt wurde, ließ mich schneller atmen. Als er den Stoff über meine Schultern schob, fiel er zu Boden, und ich stand vor ihm im spitzen BH und Slip, die Kühle der Luft auf meiner Haut. Er beugte sich vor, und seine Lippen fanden meine Brust über dem Stoff, saugten sanft durch die Spitze, bis meine Brustwarzen hart wurden und ich ein leises Stöhnen nicht unterdrücken konnte.

„Ich will dich schmecken“, sagte er, und seine Hände öffneten den BH, ließen ihn fallen. Meine Brüste füllten seine Hände, und er senkte den Kopf, nahm eine Brustwarze in den Mund, umkreiste sie mit der Zunge, während seine Hand die andere knetete. Die Empfindung schoss durch mich hindurch, ein elektrischer Strom, der direkt zwischen meine Beine fuhr, und ich warf den Kopf zurück, griff in sein Haar, hielt ihn fest, während er saugte und leckte, bis ich kaum noch stehen konnte.

„Julian“, keuchte ich, und er hob den Kopf, sah mich an, seine Lippen glänzten feucht. „Ich will dich auch spüren.“

Ich griff nach seinem Gürtel, öffnete ihn mit zitternden Fingern, zog den Reißverschluss seiner Hose auf. Er trat aus der Kleidung, und seine Boxershorts spannten sich über seiner Erektion. Ich schob sie hinunter, und er stand nackt vor mir, sein Glied ragte hart und dick in die Höhe, die Spitze feucht. Ich umfasste ihn mit der Hand, spürte die Wärme, den Puls, der unter meinen Fingern schlug, und sah, wie sich seine Augen verdunkelten.

Mit einer Bewegung ließ ich mich auf die Knie fallen. Ich leckte über die Spitze, kostete das Salz, das sich dort gesammelt hatte, und hörte, wie er scharf einatmete. Dann nahm ich ihn in den Mund, langsam, so tief ich konnte, und umschloss ihn mit den Lippen, während ich den Kopf auf und ab bewegte. Er stöhnte, seine Hand grub sich in mein Haar, nicht fordernd, sondern stützend, als wollte er sichergehen, dass ich nicht aufhörte. Ich nahm ihn tiefer, spürte ihn im Rachen, und der Geschmack, die Hitze, die Macht seiner Reaktion, all das trieb mich weiter. Sein Atem wurde schneller, und ich spürte, wie er sich zusammennahm, wie er mich sanft an den Schultern hochzog.

„Nicht“, sagte er, „so will ich nicht kommen. Ich will in dir sein.“

Er hob mich hoch, und ich wickelte die Beine um seine Hüften. Er trug mich zum Flügel, ließ mich auf der geschlossenen Klaviatur hinsetzen, das Holz kühl auf meiner nackten Haut. Er stand zwischen meinen Beinen, und ich spürte seine Erektion an meiner feuchten Öffnung, reibend, suchend, und ich wollte ihn so sehr, dass ich dachte, ich würde verbrennen. Er schob meinen Slip zur Seite, und dann, mit einem einzigen, tiefen Stoß, drang er in mich ein.

Ich schrie leise auf, nicht vor Schmerz, sondern vor dem überwältigenden Gefühl der Fülle. Er blieb einen Moment still, tief in mir, und sah mich an, seine Stirn schweißbedeckt. „Beweg dich“, flüsterte ich, und er begann zu stoßen, langsam, tief, jeder Stoß traf mich in meinem Zentrum. Ich klammerte mich an seine Schultern, spürte die Muskeln unter der Haut, und als er das Tempo steigerte, bewegte ich mich ihm entgegen, nahm ihn mit jeder Bewegung tiefer in mich auf.

Die Welt um uns verschwand. Es gab nur noch ihn, die Hitze, den Rhythmus, der uns verband. Ich spürte, wie sich etwas in mir aufbaute, ein Druck, der wuchs und wuchs, und ich presste meine Beine um seine Hüften, zog ihn noch tiefer. „Ja, ja, nicht aufhören“, stammelte ich, und er gehorchte, stieß härter, schneller, bis der Flügel unter uns leise ächzte und ich das Ende spürte, wie eine Welle, die mich überrollte. Ich kam, und die Kontraktionen rissen mich mit, und ich spürte, wie er sich einen Moment später in mir verlor, mit einem tiefen, gutturalen Stöhnen.

Wir blieben verbunden, unsere Körper glänzten vom Schweiß, unser Atem vermischte sich. Er küsste mich, sanft, und ich schmeckte mich selbst auf seinen Lippen. Dann zog er sich zurück, und ich spürte die Leere, die er hinterließ. Er half mir, vom Flügel zu steigen, und wir standen da, nackt, im warmen Schein der Lampe, und die Standuhr tickte, als wäre nichts geschehen.

„Julian“, sagte ich, und meine Stimme war brüchig.

„Ich weiß“, sagte er, und er zog mich an sich, presste mich an seine Brust. „Ich weiß, dass das nicht hilft. Dass es das vielleicht sogar schlimmer macht. Aber ich konnte nicht anders.“

Ich schloss die Augen, lehnte meinen Kopf an seine Schulter, spürte seinen Herzschlag, der sich langsam beruhigte. „Was passiert morgen?“, fragte ich.

Er strich mir über den Rücken, eine langsame, beruhigende Bewegung. „Morgen spielst du dein Konzert. Du wirst wunderschön sein. Ich werde im Publikum sitzen und dich ansehen, und niemand wird wissen, dass ich deinen Körper kenne, dass ich dein Stöhnen gehört habe, dass ich dich in mir gespürt habe. Und dann wirst du nach Berlin zurückfahren, zu deinem Mann, und ich werde dich nicht aufhalten.“

Ich nickte, obwohl mir das Herz schwer wurde. Ich löste mich von ihm, ging ins Badezimmer, kam mit einem weichen Tuch zurück und reinigte mich, während er zusah. Dann zog er sich an, langsam, und ich blieb nackt, den Mantel um meine Schultern gelegt, als ich ihn zur Tür begleitete.

An der Schwelle drehte er sich noch einmal um. „Elena“, sagte er, und seine Stimme war leise. „Danke. Für diesen einen Abend. Für diese Stadt. Für alles.“

Ich sah ihm nach, wie er die Treppe hinunterging, wie sein Schatten im Dämmerlicht verschwand. Dann schloss ich die Tür, lehnte mich dagegen und atmete den Geruch von ihm ein, der noch in der Luft hing. Ich blieb lange so stehen, nackt, den Mantel lose um mich, während die Standuhr weiter tickte und die Lichter Wiens draußen allmählich erloschen.

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