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Zwanzig Jahre und ein Sommer

Dreier Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 16 Min · Ab 18 Jahren

Diese Geschichte wurde automatisch mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Personen sind volljährig. Ab 18.

Der Geruch von Salz und Sonnencreme hing in der Luft, als ich am späten Nachmittag auf die Terrasse des Yoga-Retreats trat. Die Costa Brava glitzerte in der Ferne, ein türkisfarbenes Band, das sich zwischen den pinienbewachsenen Felsen bis zum Horizont erstreckte. Ich atmete tief ein, ließ die Schultern sinken, die von sechs Stunden Flug und vier Jahren Klinikalltag verspannt waren

„Saskia? Bist du das wirklich?“

Die Stimme kam von links, aus dem Schatten einer Bougainvillea. Ich drehte mich um und brauchte einen Moment, um in dem bronzenen, drahtigen Mann vor mir die Erinnerung an den Jungen zu finden, mit dem ich einst Medizin studiert hatte.

„Jonas?“

Er stand auf, die Yogamatte rollte sich unter seinem Arm zusammen. Sein Lächeln kam langsam, zog sich dann über das ganze Gesicht. Er war älter geworden, ja, aber auf eine gute Art. Der Hals, die Arme, alles wirkte fester, als hätte die Sonne das Weiche der Jugend weggebrannt und nur das Wesentliche hinterlassen.

„Zwei Jahrzehnte“, sagte er und trat näher. „Oder war es mehr?“

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„Ungefähr.“ Ich lachte auf. „Necht mehr ganz jung, aber noch nicht alt.“

Seine Hand lag kurz auf meiner Schulter, eine Geste, die vertraut sein sollte und es doch nicht war. Vor zwanzig Jahren hatten wir uns nachts durch die Bibliothek gejagt, hatten Anatomie gepaukt und schlechten Kaffee getrunken. Wir waren einmal kurz davor gewesen, mehr zu sein, in einer Münchener Nacht voller Bier und jugendlichem Übermut, aber der Moment war verpufft, und danach waren wir Freunde geblieben. Ich hatte ihn aus den Augen verloren, wie man das eben tut.

„Ich hätte nicht gedacht, dich hier zu treffen“, sagte ich. „Du bist nicht gerade der Typ für Meditation und Meeresblick.“

„Das dachte ich auch. Aber nach der Scheidung brauchte ich Abstand. Und mein Therapeut hat gesagt, ich soll lernen, wieder zu atmen.“

„Und? Lernt man das?“

„Man versucht es.“ Sein Grinsen war entwaffnend. „Du bist aus einem anderen Grund hier, nehme ich an. Stress? Burnout?“

„Chirurgin“, sagte ich. „Zwölf Stunden am Tag, Notfälle, Verwaltung, Konflikte. Irgendwann hat der Körper einfach gesagt: Stopp.“

„Und jetzt bist du hier, im Paradies, und sollst die Seele baumeln lassen.“

„Irgendwie so.“

Die Sonne sank langsam, tauchte die Felsen in Gold. Wir standen nebeneinander und schauten auf das Meer, und es war seltsam vertraut, so mit ihm zu schweigen.

„Morgen früh ist die erste Session“, sagte er schließlich. „Atemtechnik. Bist du dabei?“

„Ich bin für alles zu haben, was nichts mit Skalpellen zu tun hat.“

„Dann sehen wir uns dort.“

Er wandte sich zum Gehen, blieb aber noch einmal stehen. „Weißt du, Saskia, was ich in den letzten Jahren gelernt habe? Dass man manchmal einfach loslassen muss. Die Kontrolle abgeben.“

„Das klingt nach einem guten Lebensmotto.“

„Es ist ein gutes Bettmotto“, sagte er mit einem Lachen und verschwand um die Ecke.

Ich blieb noch einen Moment stehen, spürte den warmen Wind auf der Haut und den ersten Schimmer von etwas, das ich nicht benennen konnte. Eine erotische geschichte zu dritt, dachte ich belustigt. Das wäre ja mal was. Aber dann schüttelte ich den Gedanken ab und ging zurück in mein Zimmer.

Die Morgensonne stand schon hoch über dem Meer, als wir uns im Yoga-Pavillon versammelten. Ein Dutzend Menschen, alle in lockerer Kleidung, alle auf der Suche nach etwas. Ich hatte mich in die letzte Reihe gesetzt, wollte nicht im Mittelpunkt stehen, wollte nur atmen und vielleicht meinen Kopf freibekommen.

Die Lehrerin hieß Mara, eine Frau Ende Dreißig mit dunklem Haar und ruhigen Bewegungen. Sie sprach leise, fast flüsternd, und ihre Augen schienen jeden Einzelnen von uns zu sehen.

„Atmen ist der Schlüssel“, sagte sie. „Der Atem ist die Brücke zwischen Körper und Geist. Wenn wir lernen, unseren Atem zu kontrollieren, lernen wir, unser Leben zu kontrollieren.“

Ich versuchte mitzumachen, die Übungen nachzuahmen, aber mein Kopf war voller Bilder aus der Klinik. Der Notfall, der zu spät kam. Die Angehörigen, die ich trösten musste. Der Berg an Papierkram, der mich jede Nacht verfolgte.

„Saskia.“

Ich zuckte zusammen, als Jonas sich neben mir auf die Matte setzte.

„Du bist noch schwerer loszulassen als ich“, flüsterte er.

„Ich hab’s nicht so mit Kontrollverlust.“

„Das hab ich gemerkt. Du sitzt da wie eine Statue.“

Ich musste lachen, und das Lachen lockerte etwas in mir. „Ich bin Chirurgin, Jonas. Statuen sind mein Berufsbild.“

„Nicht hier. Hier bist du nur eine Frau, die atmet.“

Er legte seine Hand auf meine, und die Berührung war warm und ruhig. „Schließe die Augen. Konzentrier dich auf den Atem. Ein. Aus.“

Ich tat, was er sagte. Der Atem kam, der Atem ging. Die Wellen rauschten im Hintergrund, und irgendwann spürte ich, wie meine Schultern weicher wurden.

„Gut“, sagte er leise. „Weiter.“

Die Tage vergingen, und unsere Wege kreuzten sich immer häufiger. Beim Frühstück, am Strand, in den Pausen zwischen den Sessions. Wir gingen zusammen schwimmen, lagen in der Sonne und redeten über das Leben, das wir gelebt hatten, und das Leben, das wir vielleicht hätten leben können.

„Weißt du noch, damals in München?“, fragte er eines Nachmittags, als wir im flachen Wasser standen, die Wellen um unsere Knie.

„Du meinst, als du mir fast einen Antrag gemacht hättest?“

„Fast ist das operative Wort.“ Er grinste. „Ich war zu feige.“

„Oder zu klug.“

„Beides, vermutlich.“ Er spritzte Wasser in meine Richtung. „Aber ich hab oft an dich gedacht. Wie es gewesen wäre.“

„Und? Wie wäre es gewesen?“

„Ich glaube, es wäre alles andere als langweilig gewesen.“

Sein Blick blieb an mir hängen, und ich spürte, wie etwas in mir aufwachte. Ein Kribbeln, das ich lange unterdrückt hatte. Die Kontrolle, die ich so gewissenhaft aufrechterhielt, bekam Risse.

„Ich hab auch an dich gedacht“, gestand ich. „Ab und zu. Wenn ich nachts nicht schlafen konnte und mir ausgemalt hab, wie das Leben woanders aussehen könnte.“

„Und? Wie sah es aus?“

„Verwirrend. Und ein bisschen aufregend.“

Er trat näher, bis nur noch wenige Zentimeter zwischen uns waren. Das Wasser spielte um unsere Körper, und ich konnte seinen Herzschlag fast spüren, oder war es meiner?

„Saskia“, sagte er leise. „Ich bin nicht mehr der Junge von damals. Ich hab genug Fehler gemacht, um zu wissen, dass man Momente nutzen muss, wenn sie da sind.“

„Und wir sind in einem Moment?“

„Ich glaube schon.“

Seine Hand fand meine, und wir standen da, im warmen Wasser, und ließen die Stille zwischen uns wachsen. Es war nicht unangenehm, diese Stille. Es war wie ein Versprechen.

Am Abend gab es ein Feuer am Strand. Die Gruppe saß zusammen, lachte, trank Wein und sang zur Gitarre. Ich hatte mich mit einem Glas Rotwein ans andere Ende des Strandes zurückgezogen, wollte den Moment einfangen, die Sterne, die langsam über dem Meer aufgingen.

„Störe ich?“

Ich drehte mich um und sah eine Frau, die ich bisher nur flüchtig wahrgenommen hatte. Sie war groß, schlank, mit schulterlangem dunklen Haar und Augen, die in der Dunkelheit fast schwarz wirkten. Sie trug ein lockeres Sommerkleid, und ihre Bewegung war so flüssig, dass ich unwillkürlich hinschaute.

„Nein, ich hör nur dem Meer zu.“

„Darf ich mich setzen?“

„Bitte.“

Sie ließ sich neben mir im Sand nieder, überreichte mir wortlos ein Glas, das sie mitgebracht hatte. Ich nahm es an, nippte, und der Wein war süß und schwer.

„Ich bin Lena“, sagte sie. „Ich hab dich schon ein paar Tage beobachtet.“

„Beobachtet?“

„Im guten Sinne.“ Sie lächelte, und in ihrem Lächeln lag etwas, das ich nicht sofort einordnen konnte. „Du wirktest so angespannt, als du angekommen bist. Und jetzt… du scheinst dich zu öffnen.“

„Das Retreat hat wohl Wirkung.“

„Oder etwas anderes.“

Ihr Blick ging zu Jonas, der am Feuer stand und mit jemandem sprach. Dann zurück zu mir.

„Ihr kennt euch lange“, sagte sie.

„Seit dem Studium. Wir haben uns aus den Augen verloren und treffen uns jetzt wieder.“

„Und da ist etwas zwischen euch.“

Ich wusste nicht, warum ich ihr das beantwortete, aber es kam einfach heraus. „Vielleicht. Ich weiß es nicht. Wir sind beide nicht mehr zwanzig.“

„Und was heißt das schon?“, fragte sie. „Ich bin fünfundvierzig und hab noch nie aufgehört zu wollen, was ich will.“

„Und was willst du?“

Sie schaute mich an, lange, und ich spürte, wie mein Puls schneller wurde. „Das kann ich dir nicht sagen, ohne dass es vielleicht zu viel wäre.“

„Versuch’s.“

„Ich will“, sagte sie langsam, „dass der Moment hier etwas Besonderes wird. Für uns alle. Und ich hab das Gefühl, dass du und Jonas und ich – dass wir etwas haben könnten, das tiefer geht als das übliche Retreat-Gerede.“

Meine Kehle wurde trocken. „Was meinst du damit?“

„Ich meine“, sagte sie, und ihre Hand legte sich auf meinen Arm, „dass ich seit Tagen zusehe, wie ihr zwei umeinander kreist. Und ich hab das Gefühl, du brauchst jemanden, der dir hilft, die letzten Mauern einzureißen. Vielleicht auch zwei.“

Das Feuer knisterte in der Ferne, und das Meer rauschte, und ich saß da, mit dieser fremden Frau, deren Worte eine Tür geöffnet hatten, von der ich nicht wusste, dass sie existierte. Eine erotische geschichte zu dritt – der Gedanke, den ich anfangs noch belächelt hatte, kehrte mit einer Intensität zurück, die mich erschreckte und zugleich faszinierte.

„Ich weiß nicht“, stammelte ich. „Ich hab sowas noch nie gemacht.“

„Das ist ja gerade das Schöne“, sagte sie. „Man muss nicht alles schon gemacht haben. Man muss nur offen sein.“

Sie stand auf, reichte mir die Hand. „Komm. Das Feuer ist noch nicht aus.“

Zwei Nächte später war es so weit.

Wir hatten den Abend zusammen verbracht, zu dritt, in einer kleinen Bucht, die wir nur kannten, weil Lena sie entdeckt hatte. Felsen, die ins Wasser führten, und darüber ein Himmel voller Sterne. Wir hatten Wein getrunken, gelacht, Geschichten erzählt. Die Anspannung zwischen mir und Jonas war mit jeder Stunde gewachsen, und Lena saß daneben, schaute zu, lächelte.

„Ich geh noch ein bisschen schwimmen“, sagte sie schließlich und stand auf. „Ihr könnt ja hierbleiben.“

Sie zog ihr Kleid über den Kopf und lief, nackt, wie sie geboren war, ins Wasser. Ich starrte ihr nach, spürte, wie meine Wangen heiß wurden.

„Sie ist…“, begann ich.

„Ja“, sagte Jonas. „Sie ist etwas.“

Er saß neben mir, seine Schulter berührte meine. Die Stille zwischen uns war geladen.

„Was ist das hier, Jonas?“, fragte ich. „Was machen wir hier?“

„Ich weiß es nicht“, sagte er. „Aber ich weiß, dass ich seit Tagen nur an dich denke. Daran, wie du damals ausgesehen hast, mit den Büchern unter dem Arm, und wie du jetzt aussiehst, hier, im Mondschein.“

„Ich bin nicht mehr dieselbe.“

„Ich auch nicht.“ Er legte seine Hand auf mein Knie, und die Berührung brannte durch den dünnen Stoff. „Aber vielleicht ist das ja gut. Vielleicht können wir uns neu finden.“

„Und Lena?“

„Sie weiß, was sie will. Und sie will uns beide.“

Ich schluckte. „Und du? Willst du das auch?“

„Ich will dich“, sagte er. „Und ich will, dass du dich fallen lässt. Zum ersten Mal in deinem Leben, vielleicht.“

Das Wasser plätscherte, als Lena zurückkam. Sie setzte sich vor uns in den Sand, tropfnass, ihre Haut glänzte im Mondlicht.

„Habt ihr geredet?“, fragte sie.

„Ja“, sagte Jonas. „Wir haben geredet.“

„Und?“

Ich sah sie an, dann ihn. Spürte die Abgründe, die sich öffneten, und den Mut, der in mir wuchs.

„Ich bin dabei“, sagte ich. „Wenn ihr ernst meint, was ihr sagt.“

Lena lächelte, und ihr Blick war weich und hungrig zugleich. „Wir meinen es ernst.“

Lena führte mich zu den Felsen, wo die Welt endete und nur noch das Meer begann. Ihr Körper glänzte im Mondlicht, als sie mir die Kleider abstreifte, Stück für Stück, und Jonas stand dahinter, seine Hände auf meinen Hüften, sein Atem heiß an meinem Nacken.

Ich war nackt zwischen ihnen, und es war ein Gefühl, wie ich es nie gehabt hatte. Nicht ausgeliefert, sondern getragen. Ihre Hände auf meiner Haut, zwei Paare, die mich hielten und zugleich losließen.

Lena kniete sich vor mich und ihre Lippen fanden meine Brust, saugten an der Spitze, während Jonas hinter mir seine Hände über meinen Bauch gleiten ließ. Sein Mund war an meiner Schulter, dann an meinem Hals, und ich spürte, wie mein Körper zu schmelzen begann.

„Atme“, flüsterte Lena. „Nur atmen.“

Ich atmete, und mit jedem Atemzug fiel eine Schicht von mir ab. Die Klinik, die Angst, die Kontrolle – alles löste sich auf in dieser Bucht, in der Wärme ihrer Körper.

Jonas drehte mich zu sich um, und ich sah die Begierde in seinen Augen, die er all die Tage versteckt hatte. Seine Hände lagen auf meinem Hintern, zogen mich näher, und ich spürte seine Erregung, hart und drängend gegen meinen Bauch.

„Ich will dich spüren“, sagte er. „Jetzt. Hier.“

Lena kam hinter mich, presste sich gegen meinen Rücken, ihre Brüste an meiner Wirbelsäule, ihre Hände auf meinen Brüsten. Ich stand zwischen ihnen, in der Mitte dieses Begehrens, und es war der sicherste Ort der Welt.

Jonas hob mich hoch, meine Beine um seine Hüften geschlungen, und dann war er in mir, und ich schrie auf – nicht vor Schmerz, sondern vor der plötzlichen Fülle, der Intensität, mit der er mich ausfüllte. Lena stützte mich von hinten, ihre Hand glitt über meinen Bauch hinab, bis sie meine Klitoris fand und mit kreisenden Bewegungen begann, mich höher zu treiben.

„So ist es gut“, flüsterte sie. „Lass es geschehen.“

Jonas bewegte sich in mir, langsam, tief, und ich spürte jede Bewegung bis in die Zehenspitzen. Lena massierte mich, während er mich fickte, und die zwei Stimulationen vermischten sich zu einem Orkan, der mich blind machte.

„Ich bin gleich da“, keuchte ich.

„Nicht noch nicht“, sagte Lena. „Nimm uns mit.“

Sie wechselte die Position, kniete sich vor Jonas und nahm ihn in den Mund, während ich mich auf ihren Hüften niederließ. Ich war oben, ritt auf ihr, während sie Jonas mit ihren Lippen verwöhnte, und zwischen uns beiden, zwischen der Wärme ihres Mundes und der Nässe meiner Lust, fand ich einen Rhythmus, der alles übertraf, was ich je erlebt hatte.

Lenas Zunge spielte mit mir, während ich mich auf ihr bewegte, und Jonas stand dabei, seine Hand in meinen Haaren, sein Stöhnen ein leises Echo im Wind. Es war ein Kreislauf der Lust, eine Kette aus Händen und Mündern und Körpern, die sich nicht mehr voneinander lösen ließ.

Ich kam zuerst, mit einem Schrei, der über das Wasser hallte. Die Kontraktionen rissen durch mich, und ich spürte, wie Lena darunter ebenfalls kam, ihr Körper zuckte unter mir, während sie Jonas weiter verwöhnte. Er hielt nicht mehr lange durch, folgte mir in die Flut, sein Samen ergoss sich auf Lenas Brust, und sie lachte leise und wischte es mit dem Finger auf, um es mir auf die Lippen zu malen.

Ich schmeckte ihn, und es war salzig und süß zugleich.

„Das war…“, begann ich.

„Erst der Anfang“, sagte Lena. „Wir haben die ganze Nacht.“

Die Nacht verschmolz mit dem Morgen, und wir lagen in den Felsen, erschöpft und glücklich, während die Sonne den Himmel rosa färbte. Jonas schlief rechts von mir, den Arm über meiner Brust, Lena links, ihre Hand in meiner.

Ich schaute auf das Meer hinaus und wusste, dass dieser Moment nicht wiederkehren würde. Nicht so, nicht mit diesen Menschen.

Als der Tag vollständig anbrach, stand ich auf, sammelte meine Kleider ein. Lena öffnete die Augen, sah mich an.

„Du gehst“, sagte sie. Es war keine Frage.

„Ja. Ich muss.“

„Weil du dich fürchtest?“

„Weil es nicht mehr werden darf. Es war perfekt, und ich will es nicht zerstören, indem ich versuche, es festzuhalten.“

Sie nickte langsam. „Das ist die weiseste Entscheidung, die du je getroffen hast.“

Ich zog mich an, und Jonas schlief noch, sein Atem gleichmäßig, sein Gesicht entspannt. Ich beugte mich hinunter und küsste seine Schläfe, eine Geste, die zärtlicher war als alles, was wir geteilt hatten.

Lena stand neben mir, nackt, schön, unvergesslich.

„Leb wohl, Saskia“, sagte sie.

„Leb wohl.“

Ich ging, ohne mich noch einmal umzudrehen. Der Weg zurück war staubig und steinig, aber er führte nach vorn. Zum Flughafen, zur Klinik, zum Leben.

Und in mir trug ich die Erinnerung an eine Nacht, in der ich wirklich geatmet hatte. Zum ersten Mal seit Jahren.

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