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Die verbotene Note

Freunde Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 12 Min · Ab 18 Jahren

Diese Geschichte wurde automatisch mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Personen sind volljährig. Ab 18.

Der Geruch von Papier und altem Leinen hing schwer in der Luft, als Lena den Gang zwischen den Regalreihen hinunterging. Ihre Finger glitten über die Buchrücken, nahmen die unterschiedlichen Texturen wahr, während ihre Schritte auf dem Marmorboden kaum ein Geräusch machten. Die Abendstille der Universitätsbibliothek legte sich wie ein samtener Schleier über die hohen Fenster, durch die das letzte goldene Licht des Tages fiel.

Thomas stand bereits beim Musiktheorie-Bestand, wie immer ein wenig zu früh, wie immer mit einer aufrechten Haltung, die ihn auch außerhalb des Konzertpodiums als Dirigenten erkennen ließ. Er drehte sich um, als sie näher kam, und sein Lächeln hatte etwas von der Intimität, die sie in den vergangenen Monaten gepflegt hatten, ohne sie je auszusprechen.

»Ich habe das Buch gefunden, das ich dir zeigen wollte«, sagte er leise und hielt einen schmalen Band in den Händen. »Die Notationslehre von Hindemith. Du wirst sehen, wie klar seine Gedankenführung ist.«

Lena trat neben ihn, so nah, dass sie seine Wärme spürte, das feine Aftershave, das er trug, seit sie ihn einmal beiläufig erwähnt hatte, dass es ihr gefalle. Sie hätte sich nicht erinnern können, wann diese kleinen Details begonnen hatten, eine so große Bedeutung zu gewinnen.

Ihre Hände streckten sich gleichzeitig nach dem Buch aus, und ihre Finger stießen aneinander. Der Kontakt war elektrisch, ein Prickeln, das von ihren Fingerspitzen den Arm hinauf und in ihre Brust fuhr. Sie sah auf, und seine Augen waren schon da, dunkel, fragend, mit einem Ausdruck, der ihre Kehle eng werden ließ.

»Thomas«, sagte sie, und ihr eigener Name klang fremd in ihrem Mund.

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Er ließ das Buch nicht los, und sie auch nicht. Ihre Finger lagen übereinander auf dem Ledereinband, und die Sekunden dehnten sich zu etwas, das mehr war als Zeit.

»Ich weiß nicht, wie lange ich das noch kann«, sagte er, und seine Stimme war rauer als sonst. »Dich zu sehen, mit dir zu proben, deine Musik zu hören, ohne dich zu berühren.«

Lena schluckte. Das offene Geständnis traf sie mit einer Wucht, die sie nicht erwartet hatte. Sie hatte es gespürt, dieses unausgesprochene Band, aber seine Worte machten es real.

»Und wenn du es tust?«, fragte sie. »Wenn du mich berührst?«

Thomas zog das Buch behutsam aus ihrer Reichweite und stellte es auf das Regal zurück. Dann nahm er ihre Hand, diesmal bewusst, und führte sie zu einem abgelegenen Tisch in der hintersten Ecke, wo die Lampen nur schwaches Licht spendeten und die Bücherregale sie wie Mauern umschlossen.

Sie setzten sich, und die Stille zwischen ihnen war so dicht, dass Lena das eigene Herz schlagen hörte. Thomas hielt ihre Hand noch immer, seine Daumenkuppe strich über ihre Innenfläche, langsam, forschend, als lerne er ihre Haut auswendig.

»Seit dem ersten Konzert«, sagte er, »als du das Adagio gespielt hast und ich vergaß, das Orchester zu führen, weil ich nur dich sah. Ich dachte, es wäre eine Phase, etwas, das vergeht.«

»Und ist es nicht?«

»Nein.« Er beugte sich vor, und seine Stirn berührte fast ihre. »Es ist stärker geworden. Jede Probe, jede gemeinsame Interpretation, jede Nacht, in der ich wach liege und an dich denke, während meine Frau neben mir schläft.«

Lena hielt den Atem an. Das Eingeständnis war brutal in seiner Ehrlichkeit, und doch löste es etwas in ihr, das sie nicht benennen konnte. Sie dachte an ihre eigenen Nächte, an die Einsamkeit nach Konzerten, an die Sehnsucht, die sie in die Saiten ihrer Geige spielte, wenn niemand zuhörte.

»Ich habe Angst«, flüsterte sie.

»Ich auch«, sagte er. »Aber ich habe mehr Angst davor, dich nie zu berühren, als davor, was danach kommt.«

Seine Lippen fanden ihren, zart zuerst, eine Frage ohne Worte. Und Lena antwortete, indem sie die Hand in seinen Nacken legte und ihn näher zog. Der Kuss vertiefte sich, wurde fordernder, und sie schmeckte den Kaffee auf seiner Zunge, die Wärme, die von ihm ausging, das Verlangen, das beide in den vergangenen Monaten so sorgfältig versteckt hatten.

Sie lösten sich voneinander, atemlos, und sahen sich an. Die Bibliothek war leer um sie herum, die Lichter brannten nur noch in ihrem Bereich, ein kleines Reich aus Halbdunkel und Möglichkeit.

»Komm«, sagte Thomas und stand auf. Er zog sie sanft von ihrem Stuhl, führte sie zwischen den Regalen hindurch, bis sie an eine Nische kamen, die von hohen Folianten umgeben war, ein Platz, der vom Boden bis zur Decke von Büchern gesäumt war und gerade genug Raum bot für zwei Menschen. Ein Teppich lag hier, weicher als der kalte Stein, und ein einzelner Lesesessel, der unbenutzt wirkte.

Lena verstand, dass er diesen Ort kannte, dass er ihn für sich entdeckt hatte, vielleicht in den Stunden zwischen Proben, in denen er hier Zuflucht suchte. Die Vorstellung, dass er hier an sie gedacht hatte, ließ ihre Haut heiß werden.

Er stellte sie vor sich, seine Hände auf ihren Hüften, und sah sie an. »Wenn wir das tun, ändert sich alles. Das weißt du.«

»Ich weiß«, sagte sie. »Aber ich will es trotzdem.«

Seine Hände wanderten unter ihren Pullover, und als seine Finger die nackte Haut ihres Bauches berührten, zog sie scharf die Luft ein. Er war langsam, unendlich langsam, und jeder Zentimeter, den er zurücklegte, war eine Entdeckung. Lena hob die Arme, und er zog ihr den Pullover über den Kopf, ließ ihn zu Boden fallen.

Sein Blick glitt über ihren BH, die Linie ihres Dekolletés, die Blässe ihrer Haut im Halbdunkel. »Schön«, murmelte er, und das Wort klang wie eine Andacht.

Lena griff nach dem Saum seines Hemdes, knöpfte es auf, Knopf für Knopf, und ihre Finger zitterten dabei. Als sie es öffnete, sah sie die grauen Haare auf seiner Brust, die Narben an seiner Schulter, die er sich vor Jahren bei einem Sturz vom Podium zugezogen hatte, und sie berührte ihn dort, wo seine Haut warm über den Muskeln lag.

Thomas stöhnte leise, als ihre Hand über seine Brust strich, und dann zog er sie an sich, presste sie an seinen Körper, und der Kontakt von Haut auf Haut war überwältigend. Sie spürte seine Erregung gegen ihren Bauch, und der Gedanke daran, was gleich geschehen würde, ließ sie feucht werden zwischen den Schenkeln.

Er löste ihren BH, ein geschickter Verschluss, und als er das Kleidungsstück fallen ließ, schlossen sich seine Lippen um ihre Brustwarze. Lena warf den Kopf zurück, die Hände in seinen Haaren, während er an ihr saugte, erst zart, dann fordernder, und ein Schauer jagte durch ihren Körper.

»Ich will dich spüren«, flüsterte sie, und ihre Stimme war heiser. »Ganz.«

Er ließ sich auf die Knie nieder, seine Hände öffneten ihren Rock, und er zog ihn ihr zusammen mit den Strümpfen aus. Sie stand nackt vor ihm, nur in einem dünnen Slip, und er sah zu ihr auf, wie man zu etwas Heiligem aufblickt. Dann schob er den Slip zur Seite und legte seine Hand auf ihre feuchte Mitte.

Lena keuchte, ihre Hüften zuckten ihm entgegen, und als er einen Finger in sie schob, schloss sie die Augen. Er bewegte sich langsam, erforschend, während sein Daumen ihre Klitoris kreiste, und sie spürte, wie die Spannung in ihr aufbaute, wie ein Bogen, der gespannt wurde.

»Ich will, dass du kommst, bevor ich dich nehme«, sagte er, und seine Stimme war tief und rau. »Ich will hören, wie du klingst, wenn du dich verlierst.«

Seine Finger wurden schneller, sein Mund fand ihre Klitoris, und als seine Zunge sie umkreiste, während zwei Finger in ihr arbeiteten, verlor Lena jede Kontrolle. Sie krallte sich an seinen Schultern fest, ihre Knie gaben nach, und der Orgasmus riss sie mit, ein stummer Schrei, der aus ihrer Kehle drang, während ihr Körper bebte.

Thomas hielt sie, bis sie aufgehört hatte zu zittern, dann stand er auf und küsste sie, und sie schmeckte sich selbst auf seinen Lippen. Sie öffnete seine Hose, schob sie zusammen mit seiner Unterhose nach unten, und ihre Hand umschloss seinen harten Penis, die Wärme, die Glätte, die Ader, die unter ihrer Handfläche pulsierte.

»Ich will dich«, sagte sie. »Jetzt.«

Er drückte sie sanft auf den Teppich, legte sich über sie, und als seine Spitze ihre feuchten Lippen berührte, hielt er inne. »Bist du sicher?«

Lena antwortete, indem sie ihre Beine um seine Hüften legte und ihn an sich zog. Er glitt in sie, langsam, ein Stück nach dem anderen, und beide stöhnten auf, als er vollständig in ihr war. Sie fühlte, wie er sie ausfüllte, wie sich ihre Körper zu etwas vervollständigten, das beide nicht mehr missen wollten.

Er bewegte sich, erst langsam, dann mit mehr Nachdruck, und Lena hob die Hüften, um ihn tiefer aufzunehmen. Ihre Hände gruben sich in seinen Rücken, ihre Fersen drückten gegen sein Gesäß, und die Geräusche, die sie machten, waren die einzigen Töne in der stillen Bibliothek.

»Lena«, stieß er hervor, ihr Name eine Litanei, ein Gebet.

»Ja«, sagte sie, »ja, Thomas, nicht aufhören.«

Er drehte sie um, ohne sie zu verlassen, und nun saß sie rittlings auf ihm, seine Hände auf ihren Hüften, ihre Brüste bewegten sich im Takt ihrer Bewegungen. Sie sah auf ihn hinab, in sein Gesicht, das von Verlangen verzerrt war, und sie spürte eine Macht in sich, die sie nie gekannt hatte.

Sie bewegte sich auf ihm, suchte den Winkel, der sie am tiefsten traf, und als sie ihn fand, keuchte sie auf. Seine Hand fand ihre Klitoris, rieb sie im Rhythmus ihrer Bewegungen, und sie fühlte die zweite Welle in sich ansteigen.

»Komm mit mir«, sagte er, und seine Stimme war kaum mehr als ein Keuchen.

Sie beugte sich vor, ihre Lippen an seinem Ohr, ihre Brüste auf seiner Brust, und sie flüsterte: »Füll mich aus, Thomas. Ich will dich in mir spüren, wenn ich komme.«

Seine Hände gruben sich in ihre Hüften, und er stieß in sie, hart, tief, und der Orgasmus traf sie gleichzeitig, ein gemeinsames Zittern, das ihre Körper verband, während er sich in ihr ergoss und sie um ihn herum pulsierte.

Sie lagen aufeinander, keuchend, schweißnass, und die Stille der Bibliothek war plötzlich wieder da, als hätte die Welt den Atem angehalten. Thomas strich ihr das Haar aus der Stirn, und sein Blick war weich, berührt, anders als je zuvor.

»Das war nicht nur eine verbotene Note«, sagte er leise. »Das war ein ganzes Stück.«

Lena lachte leise, ein Laut, der zwischen ihnen verhallte. Sie rollte sich von ihm herunter und legte den Kopf auf seine Schulter, und so blieben sie liegen, nackt auf dem Teppich, untermalt von den Regalen voller Bücher, die still schwiegen.

Sie wusste, dass es hierfür keinen weichen Abschied geben würde, keine Versprechen, die sie halten konnten. Thomas würde zu seiner Frau zurückkehren, und sie würde in ihre Wohnung gehen, allein, mit diesem Nachgeschmack auf der Haut.

Er half ihr auf, reichte ihr die Kleider, und sie zogen sich an, ohne zu sprechen. Jede Bewegung war ein Abschied, jedes Geräusch von Stoff und Reißverschluss ein Ende.

Bevor sie die Nische verließen, nahm er ihr Gesicht in beide Hände und küsste sie, tief, fordernd, als wolle er den Geschmack von ihr für immer bewahren.

»Danke«, sagte er nur, und sie verstand, dass es nicht um Dankbarkeit ging, sondern um etwas, das größer war als Worte.

Sie gingen durch die leeren Gänge, Seite an Seite, und als sie die Tür der Bibliothek erreichten, blieb sie stehen. Die kühle Nachtluft schlug ihr entgegen, und sie wusste, dass sie diesen Ort nie wieder betreten würde, ohne an diesen Abend zu denken.

»Bis zur nächsten Probe«, sagte sie, und ihre Stimme klang fester, als sie sich fühlte.

»Bis zur nächsten Probe«, sagte er, und dann verschwand er in der Dunkelheit, während sie die Stille um sich herum atmete und in sich hineinhorchte auf die Note, die sie beide gefunden hatten, die nun für immer zwischen ihnen schwingen würde.

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