Der Geruch von kaltem Kaffee und einsamen Abenden hing noch in Laras Wohnung, als sie sich in den Sessel fallen ließ. Der Laptop auf dem Couchtisch summte leise – das vertraute Klingeln von Bens Anruf. Ein schneller Atemzug, dann nahm sie an. Sein Gesicht erschien auf dem Bildschirm, leicht verpixelt, aber seine Augen – diese Augen, die sie schon tausend Meilen weit hinter sich gelassen hatten – waren klar und hungrig.

Der erste Blick durch die Kamera
„Hey du“, sagte er, seine Stimme rauer als sonst, wie immer nach einem langen Tag. Lara lächelte, doch ihr Lächeln war angespannt. Vier Wochen. Vier Wochen ohne ihn, ohne seine Nähe. Sie hatte sich so sehr darauf gefreut, ihn zu sehen, aber jetzt, wo er da war, spürte sie nur ein Ziehen, das sich mit jeder Sekunde verstärkte. Sie trug nur ein dünnes Top, ihre Haare waren noch feucht vom Duschen.
„Hey“, hauchte sie zurück. Eine Pause. Der Bildschirm flackerte kurz, dann wurde das Bild scharf. Ben lehnte sich in seinem Bürostuhl zurück, das Licht seiner Lampe zeichnete harte Konturen in sein Gesicht. Er trug ein schwarzes T-Shirt, das seine Schultern betonte. Sie sah, wie seine Brust sich hob und senkte, ruhig, aber nicht ganz gleichmäßig.
„Ich hab dich vermisst“, sagte er. Es waren nur drei Worte, aber sie wogen schwerer als alles, was er je gesagt hatte. Lara nickte, schluckte den Kloß hinunter, der sich in ihrem Hals bildete. „Ich dich auch. So sehr.“ Ihre Finger glitten über den Bildschirm, als könnte sie ihn durch das Glas hindurch berühren. Eine alberne Geste, aber sie tat es trotzdem.
Ben beugte sich näher zur Kamera. „Lara … ich kann nicht mehr. Diese Entfernung macht mich verrückt.“ Seine Stimme wurde leiser, vertraulicher. „Ich will dich spüren. Jetzt.“
Das Wort hallte in ihr nach. Jetzt. Sie sah, wie seine Hand über die Tischkante strich, wie er sich räusperte. Und sie wusste, was er meinte. Sie hatte es auch gewollt, die ganze Zeit, aber nie den Mut gehabt, es auszusprechen. Jetzt nicht mehr.
„Ja“, flüsterte sie. Ein einziges Wort, und die Atmosphäre veränderte sich schlagartig. Die Luft zwischen ihnen wurde schwerer, drängender. Lara spürte, wie ihre Brustwarzen sich unter dem dünnen Stoff des Tops aufrichteten, ein kaltes Kribbeln, das durch ihren Körper lief. Sie legte den Kopf schief, sah ihn direkt an. „Ben … mach die Kamera aus, wenn du willst.“
Er schüttelte den Kopf. „Nein. Ich will dich sehen. Jede Bewegung, jeden Atemzug.“
Ein Schauder – kein Klischee, sondern eine echte Welle, die von ihrer Wirbelsäule ausging. Langsam schob sie den Laptop ein Stück näher, bis er auf dem Tisch stand, direkt vor ihr. Sie lehnte sich zurück, ihre Finger fanden den Saum ihres Tops. Sie zögerte einen Herzschlag lang, dann zog sie es über den Kopf. Die kühle Luft strich über ihre nackte Haut. Bens Augen, diese Augen, die sie so gut kannte, wurden dunkler, hungriger.
„Lara …“
Sie ließ das Top neben sich fallen. Ihre Brüste waren fest, die Brustwarzen hart, und sie sah, wie seine Hand sich zu seinem Schritt bewegte, eine unbewusste Geste. Eine Welle der Macht durchflutete sie. Sie hatte ihn in der Hand, trotz der tausend Kilometer zwischen ihnen.
„Sieh mich an“, sagte sie leise. Sein Blick gehorchte. „Ich will, dass du siehst, was du mir antust.“ Sie legte eine Hand auf ihre Brust, umfasste sie sanft, strich mit dem Daumen über die empfindliche Spitze. Ein Seufzer entfuhr ihr, und sie sah, wie sein Adamsapfel hüpfte.
Die Eskalation
Ben atmete schwer. „Ich will dich berühren“, sagte er, seine Stimme klang wie Kratzer auf Stein. „Ich will meine Hände auf deiner Haut spüren, deinen Mund auf meinem.“
Lara schloss die Augen, stellte es sich vor. Seine Hände, rau von der Arbeit, aber zärtlich, wie sie über ihren Bauch strichen, tiefer. Sie öffnete die Augen wieder, musterte ihn. „Dann tu es“, flüsterte sie. „Tu so, als wäre ich bei dir.“
Er verstand sofort. Seine Hand glitt tiefer, unter den Bund seiner Shorts. Laras Blick folgte der Bewegung, ihr Mund wurde trocken. Sie sah, wie sich der Stoff wölbte, wie seine Hand rhythmisch arbeitete. Ein Stöhnen entkam ihm, tief und rau.
Das genügte. Lara öffnete ihren Gürtel, ließ die Jeans von ihren Hüften gleiten. Sie saß nun nur noch in einem winzigen schwarzen Slip da, die Beine leicht geöffnet. Die Kamera erfasste alles – ihre glatte Haut, die sanfte Rundung ihrer Schenkel, die feuchte Andeutung zwischen ihren Beinen.
„Oh Gott“, stöhnte Ben. Seine Bewegungen wurden schneller, hektischer. „Lara, ich will … ich will dich schmecken.“
Sie lächelte, ein schmales, wissendes Lächeln. Dann schob sie ihre Hand in den Slip, spürte die eigene Nässe, die Wärme. Ein Schauer durchlief sie, als ihre Finger die empfindlichste Stelle fanden. Sie begann, sich selbst zu streicheln, langsam, im Takt ihres Herzschlags. Ihre Augen wichen nicht von ihm.
„So wie du es immer tust“, flüsterte sie. „Langsam … dann fester.“
Seine Hand war jetzt ein weißer Fleck in ihrem Blickfeld. Er hatte die Kamera ein Stück nach unten gerichtet, damit sie sehen konnte, wie er sich nahm, wie er sich quälte. Die Vorstellung, dass er für sie kam, dass er nur ihr gehörte, trieb sie weiter. Ihre Finger glitten tiefer, umkreisten ihren Kitzler, ein Kreisen, das sie jedes Mal aufs Neue in den Wahnsinn trieb.
„Ben … sag mir, was du mit mir machen würdest.“ Ihre Stimme war heiser, kaum ein Flüstern.
„Ich würde dich auf dieses Bett legen“, keuchte er. „Dich langsam ausziehen … jeden Millimeter mit meinem Mund erkunden … deine Brüste küssen, bis du schreist … und dann …“
„Was dann?“ Sie drückte fester zu, ein erstes Zucken in ihrem Unterleib.
„Dann würde ich dich mit der Zunge nehmen, bis du kommst … und dann noch mal … und dann würde ich in dir sein, tief, bis du nur noch meinen Namen stöhnst.“
Das Bild in ihrem Kopf war so intensiv, dass sie die Realität fast vergaß. Sie sah sich unter ihm, spürte sein Gewicht, seinen Geruch. Ihre Finger arbeiteten schneller, ihr Atem wurde flacher. „Ich bin nah“, keuchte sie. „Bitte … komm mit mir.“
Bens Stöhnen wurde lauter, unkontrollierter. „Ja … ja …“
Sie kamen gemeinsam, in einer Welle, die durch den Bildschirm zu fließen schien. Laras Körper bebte, ihre Finger pressten sich gegen sie, während sie die Kontrolle verlor. Bens Schrei, tief und lang gezogen, vermischte sich mit ihrem Seufzen. Für einen Moment gab es nur noch dieses Gefühl, diese Verbindung, die keine Entfernung überbrücken konnte, und doch – für eine flüchtige Sekunde – waren sie eins.
Der Nachklang
Langsam kehrte Lara zurück. Ihre Hand war klebrig, ihr Herz raste. Sie sah auf den Bildschirm, wo Ben zusammengesackt in seinem Stuhl lehnte, das Gesicht gerötet, ein sattes Lächeln auf den Lippen.
„Wow“, sagte er. „Das … war intensiv.“
Sie lachte leise, kramte ein Taschentuch aus der Schublade, reinigte sich. „Ich weiß. Ich wünschte, du wärst hier.“
„In drei Wochen bin ich da. Dann holen wir alles nach.“ Seine Stimme klang versprochen.
Lara nickte, plötzlich müde, aber glücklich. „Ich freu mich drauf. Aber bis dahin …“ Sie sah ihn an, ein schelmisches Funkeln in den Augen. „… gibt es ja noch den Bildschirm.“
Ben grinste. „Das wird eine lange Nacht.“
Sie lehnte sich zurück, den Laptop auf dem Bauch, sein Gesicht über ihr. Die Einsamkeit war noch da, aber leiser jetzt, verdrängt durch das Echo ihrer gemeinsamen Lust. Die Fernbeziehung war schwer, aber in Momenten wie diesem, wenn nur ein Bildschirm zwischen ihnen stand, fühlte sie sich nah – so nah, dass sie seine Haut fast riechen konnte.
Und sie wusste, sie würde ihn wiedersehen. Aber bis dahin zählte jede Berührung durch die Kamera, jedes Wort, jedes Versprechen.
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