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Der Nachtzug nach Wien

Seitensprung Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 18 Min · Ab 18 Jahren

Diese Geschichte wurde automatisch mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Personen sind volljährig. Ab 18.

Der Nachtzug nach Wien roch nach abgestandenem Kaffee, Staub und der leisen Chemie von Desinfektionsmitteln, die sich mit dem Duft frischer Bettwäsche vermischten. Jona lehnte an der Scheibe ihres Abteils und sah zu, wie die Lichter der Stadt Hamburg zu einzelnen Funken zerfielen, dann zu einer Perlenkette aus gelbem Licht, die schließlich ganz im Schwarz der Nacht versank. Draußen gab es nichts mehr zu sehen, nur ihr eigenes Spiegelbild, blaß und fremd im dunklen Glas, mit diesen Augen, die seit Wochen zu viel gesehen hatten. Zu viele Bühnen, zu viele Hotelzimmer, zu viele fremde Gesichter, die in einem Meer aus Applaus verschwammen.

Sie hatte die Finger ihrer rechten Hand auf dem Fenster abgelegt, als würde sie eine unsichtbare Tastatur berühren, und spürte die Kühle des Glases bis in die Knochen. Die Tour hatte sie ausgezehrt, sie wusste es. Zwei Monate durch Skandinavien, dann ein Abstecher nach Berlin, jetzt der Weg zurück in die österreichische Hauptstadt, wo in drei Tagen ihr großes Konzert im Musikverein stattfinden sollte. Sie hätte üben sollen, Noten studieren, sich auf den Brahms konzentrieren, den sie spielen würde. Stattdessen starrte sie auf ihr Spiegelbild und dachte an nichts, an gar nichts, an die wohlige Leere, die sich in ihrem Kopf ausgebreitet hatte wie eine schwere Decke.

Ein Klopfen an der Tür riss sie aus ihrer Trance. Sie richtete sich auf, strich sich eine dunkle Haarsträhne aus dem Gesicht und sagte „Ja?“, mit einer Stimme, die heiserer klang, als sie beabsichtigt hatte.

„Jona, ich bin’s. Hast du einen Moment?“

Mark. Ihr Tourmanager, seit nunmehr fünf Jahren an ihrer Seite. Sie hörte seine Stimme durch die dünne Tür und fragte sich, warum sie bei diesem Klang immer noch dieses leichte Ziehen in der Magengrube spürte. Er war zweiundvierzig, elf Jahre älter als sie, und hatte sie damals als junge Absolventin der Musikhochschule in seinem klapprigen VW-Bus durch halb Europa gefahren, damals, als sie noch niemand kannte und jeder Auftritt ein Kampf gewesen war. Er hatte an sie geglaubt, hatte ihre Termine organisiert, ihre Nerven beruhigt, ihre Verträge gelesen, ihr das Gefühl gegeben, dass sie nicht allein war in dieser gnadenlosen Branche. Und irgendwann, ohne dass es einer von ihnen ausgesprochen hätte, war aus dem Mentor etwas anderes geworden, etwas Ungesagtes, das zwischen ihnen hing wie der Geruch von Regen in der Luft.

Sie öffnete die Tür. Mark stand im schmalen Gang, sein dunkles Haar leicht zerzaust, die Krawatte gelockert, das weiße Hemd über der Brust leicht gespannt. Er hielt zwei Gläser in der Hand, in denen bernsteinfarbene Flüssigkeit schimmerte.

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„Ich dachte, wir könnten die Fahrt mit einem Schluck Whiskey überstehen“, sagte er und lächelte, aber dieses Lächeln erreichte seine Augen nicht ganz, und sie bemerkte, wie er ihren Blick suchte, festhielt, dann wieder losließ. „Die Nacht ist lang.“

Sie trat zur Seite, ließ ihn herein. Das Abteil war eng, ein schmaler Schlafwagen mit zwei Bänken, die sich zu einem Bett umklappen ließen, einem kleinen Klapptisch und einem Fenster, das die Dunkelheit spiegelte. Mark setzte sich auf die gegenüberliegende Bank und stellte die Gläser auf den Tisch, dann zog er eine kleine Flasche aus der Innentasche seines Jacketts und schenkte ein. Der Whiskey gluckste leise, und der Geruch von Rauch und getrockneten Früchten füllte den Raum.

„Auf den Brahms“, sagte er und hob sein Glas.

„Auf das Ende der Tour“, erwiderte sie und prostete ihm zu. Sie trank einen Schluck, die Wärme breitete sich in ihrer Brust aus, und sie sah, wie Mark sie über den Rand seines Glases hinweg beobachtete, mit diesem Blick, den sie kannte, aber nie benannt hatte.

„Du siehst müde aus“, sagte er leise.

„Ich bin müde“, gestand sie. „Zwei Monate sind eine lange Zeit.“

„Du hast in Hamburg großartig gespielt.“ Seine Stimme war ruhig, fast zärtlich. „Ich stand im Hintergrund, wie immer. Und ich dachte mir, dass du mit jeder Saison noch ein Stück besser wirst. Als würde ich einem Wunder beim Wachsen zusehen.“

Sie spürte, wie ihre Wangen warm wurden, und führte es auf den Whiskey zurück. „Du sagst das bei jedem Konzert.“

„Weil es stimmt.“ Er stellte sein Glas ab und beugte sich leicht vor, die Ellbogen auf den Knien. „Ich habe dich spielen sehen, als du noch nicht wusstest, dass ich zuhörte, vor fünf Jahren, in diesem kleinen Saal in Lübeck. Du hattest solche Angst, dass deine Hände zitterten. Und heute stehst du vor zweitausend Menschen und lässt sie weinen. Das ist keine Kleinigkeit, Jona.“

Sie schluckte. Sein Blick war so direkt, so ungefiltert, dass sie das Gefühl hatte, nackt vor ihm zu sitzen, obwohl sie vollständig bekleidet war. Sie trug nur eine dunkle Hose und einen dünnen Pullover, aber seine Augen schienen durch den Stoff zu dringen.

„Was willst du von mir, Mark?“, fragte sie, und die Frage kam leiser heraus, als sie beabsichtigt hatte.

Er lehnte sich zurück, hob sein Glas, drehte es in den Händen. „Ich will nichts, Jona. Ich wollte nur bei dir sein, ein bisschen. Auf dieser Fahrt, die immer so endlos ist. Du kennst das. Man sitzt allein in seinem Abteil und fragt sich, was man mit seinem Leben gemacht hat.“

„Du hast dein Leben nicht vergeudet“, sagte sie. „Du hast mich gemacht.“

„Ich habe dich entdeckt“, korrigierte er. „Aber gemacht hast du dich selbst. Das ist ein Unterschied, den du noch lernen wirst.“

Sie trank den Rest ihres Glases und stellte es mit einem entschiedenen Klack auf den Tisch. Der Zug ratterte über eine Weiche, das Licht flackerte kurz, und in diesem Moment, in der kurzen Dunkelheit, spürte sie seine Hand auf ihrem Knie. Es war eine leichte Berührung, kaum mehr als ein Druck, aber sie brannte durch den Stoff ihrer Hose, und ihr Atem stockte.

„Was machst du da?“, flüsterte sie.

„Ich weiß es nicht“, gestand er, und seine Stimme klang rau. „Ich weiß nur, dass ich fünf Jahre lang zugesehen habe, wie du wächst, wie du schöner wirst, wie du dich in etwas verwandelst, das ich nicht mehr nur als Künstlerin sehen kann. Und ich habe mir nie erlaubt, das auszusprechen.“

Sie sah ihn an. Sein Gesicht war von den Schatten des Abteils halb verdeckt, aber sie konnte die Falten um seine Augen sehen, das Grau in seinem dunklen Haar, die Art, wie sein Kiefer sich anspannte, als er auf ihre Antwort wartete. Sie hätte ihn wegstoßen können, hätte sagen können, dass das unangemessen sei, dass er ihr Mentor war, ihr Manager, ihr Freund. Aber sie tat es nicht. Stattdessen legte sie ihre eigene Hand über seine, und spürte, wie seine Finger sich erwärmten, sich bewegten, ein wenig über ihren Oberschenkel strichen.

„Ich habe nie gewusst, ob du das auch fühlst“, sagte er atemlos.

„Ich habe es nie zu fühlen gewagt“, antwortete sie. „Aber jetzt, hier, in diesem Zug, in dieser Nacht …“ Sie brach ab, suchte seine Augen, und fand dort etwas, das sie seit Jahren geahnt hatte, aber nie zu benennen gewagt hatte. „Es ist eine seitensprung geschichte, Mark. Für dich. Du hast zu Hause jemanden, oder?“

Er zögerte. Dann sagte er leise: „Ich habe eine Frau, die seit zehn Jahren meine Frau ist. Aber sie ist nicht hier. Du bist hier. Und ich habe sie geliebt, damals, aber ich liebe sie nicht mehr so, wie ich dich …“ Er hielt inne, als würde er über seine eigenen Worte erschrecken. „Ich weiß nicht, was ich sagen soll.“

„Sag nichts“, flüsterte sie. „Zeig es mir.“

Sie beugte sich vor, und ihre Lippen trafen seine, und es war kein zarter Kuss, kein tastender Beginn, sondern etwas Hungriges, das sich den ganzen Weg von Hamburg bis hierher angestaut hatte, durch Proben und Konzerte und Hotelzimmer, durch all die Male, in denen er ihr die Tür aufgehalten hatte und sie an ihm vorbeigegangen war, ohne zu wissen, dass sie sich nach ihm sehnte. Seine Hand glitt in ihren Nacken, zog sie näher, und sie spürte seinen Atem in ihrem Mund, den Geschmack von Whiskey und etwas Bitterem, das sie nicht benennen konnte.

Sie zog sich einen Moment zurück, ihre Stirnen berührten sich, ihre Atemzüge vermischten sich im schmalen Raum zwischen ihren Gesichtern. „Ich will dich“, sagte sie, und die Worte fühlten sich an wie ein Geständnis, wie ein Überschreiten einer Grenze, von der sie nicht zurückkehren würde. „Seit ich dich damals zum ersten Mal sah, in diesem Büro, mit dieser Krawatte, die du nie richtig binden konntest. Ich wollte dich, ohne es zu verstehen.“

„Jona.“ Sein Name war alles, was er sagte, ein Flüstern, ein Stoßgebet. Dann küsste er sie wieder, tiefer, fordernder, und sie spürte, wie ihre Hände unwillkürlich über seine Schultern glitten, über den Stoff seines Hemdes, das darunter liegende warme Fleisch. Sie wollte mehr, sie wollte alles, sie wollte die Jahre aufholen, die sie nebeneinander hergelaufen waren, ohne sich zu berühren.

Der Zug schwankte, als er eine Kurve nahm, und Jona wurde gegen ihn gedrückt, spürte seine Härte durch den Stoff seiner Hose, und ein leises Stöhnen entkam ihr. Mark zog sie auf seinen Schoß, ihre Beine spreizten sich über seine Oberschenkel, und sie saß nun rittlings auf ihm, ihre Hüften dicht gegen seine gepresst, und fühlte, wie er sich unter ihr bewegte, wie er gegen sie drückte, durch die dünnen Stoffschichten hindurch.

„Ich will dich in mir spüren“, flüsterte sie an seinem Ohr, und der Satz schwebte zwischen ihnen, ein Versprechen, eine Drohung, eine Erlaubnis.

Er hob sie an, ihre Hüften, und zog ihr den Pullover über den Kopf, dann das dünne Trägertop darunter, bis ihre Brüste frei lagen, nackt im kühlen Licht der kleinen Lampe. Er starrte sie an, mit einem Blick, der alles in sich aufnahm, jede Rundung, jede Linie, und dann beugte er sich vor und nahm eine ihrer Brustwarzen in den Mund, und sie spürte, wie die feuchte Wärme durch ihren Körper schoss, direkt in ihren Unterleib, wo sich eine Schwere ausbreitete, die sie seit Monaten, vielleicht seit Jahren nicht mehr so intensiv gespürt hatte.

„Mark“, stöhnte sie, und ihre Finger gruben sich in sein Haar, zogen seinen Kopf fester an ihre Brust, während er saugte und mit der Zungenspitze über die empfindliche Spitze kreiste. Ihre Hüften begannen sich von selbst zu bewegen, rieben sich an seiner steifen Erektion, die sie durch den Stoff deutlich spürte, lang und hart, und sie wollte ihn nackt sehen, wollte ihn in sich haben, wollte das Ende dieser langen Reise, das sie sich nie erlaubt hatte zu erträumen.

„Ich will dich ausziehen“, sagte er, und seine Stimme war tief, rau, verändert. „Ich will dich sehen. Ganz.“

Sie stand auf, ihre Beine zitterten, und sie knöpfte ihre Hose auf, ließ sie über die Hüften gleiten, dann den Slip, und stand nackt vor ihm im dämmrigen Licht des Abteils, das ihre Haut in warmen Tönen malte. Sie sah, wie sein Blick über ihren Körper wanderte, von ihren Brüsten zu ihrem Bauch, zu dem dunklen Dreieck zwischen ihren Schenkeln, und sie spürte, wie ihre Brustwarzen sich bei diesem Blick strafften, wie die Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen sich ausbreitete, ein pulsierendes Versprechen.

„Komm her“, sagte er, und sie tat es, trat zwischen seine gespreizten Beine, während seine Hände ihre Hüften umfassten, ihre nackte Haut unter seinen Fingern. Er drückte sie sanft nach unten, bis sie vor ihm kniete, und dann beugte er sich vor und küsste ihren Bauchnabel, ihre Hüftknochen, wanderte mit seinen Lippen immer tiefer, bis sein Atem die feuchte Wärme zwischen ihren Beinen traf, und sie keuchte, als sie seine Zunge an sich spürte.

„Ich will dich schmecken“, murmelte er, und dann war seine Zunge an ihr, breit und warm, und er leckte sie langsam, von unten nach oben, kreiste um ihre Klitoris, bis ihre Knie nachgaben und sie sich an seinen Schultern festhielt, um nicht zu fallen. Er saugte sanft an ihr, und die Wellen der Lust breiteten sich in ihrem Bauch aus, schrumpften ihre Muskeln, ließen sie beben, während seine Zunge in sie eindrang, ihre Nässe aufnahm, als wäre sie eine seltene Delikatesse.

„Ich komme gleich“, keuchte sie, aber er hörte nicht auf, leckte sie weiter, bis sie fühlte, wie die Spannung sich in ihrem Unterleib zusammenzog, wie eine Feder, die bereit war zu springen, und dann ließ er nach, sah sie an, mit diesem Blick, der sie traf wie ein Schlag, und sagte: „Noch nicht. Ich will dich erst in mir spüren.“

Er stand auf, und sie fiel fast nach vorne, aber er fing sie auf, zog sie an sich, und sie spürte seine Hände an ihrer Taille, während er seine Hose öffnete, den Reißverschluss, den Gürtel, und dann war er nackt vor ihr, und sie sah ihn, sah seine harte Erektion, die sich aus der Dunkelheit seines Schamhaars erhob, lang und dick, mit einer feuchten Perle an der Spitze. Sie schluckte, und der Anblick allein ließ sie innerlich erschauern.

„Ich will dich in mir spüren“, wiederholte sie, und ihre Stimme klang fremd, tief, voller Begehren. „Jetzt.“

Er führte sie zum Bett, das er mit einer Handbewegung aus der Bank klappte, und sie ließ sich auf die weiche Matratze sinken, während er über ihr stand, sie ansah, mit diesem hungrigen Blick, der sie durchfuhr wie ein Blitz. Er beugte sich über sie, seine Brust streifte ihre, seine Lippen fanden ihre, und dann spürte sie seine Hand zwischen ihren Beinen, seine Finger, die durch ihre Feuchtigkeit glitten, sie öffneten, und dann die Spitze seiner Erektion, die an ihr entlangstrich, sie neckte, bis sie aufstöhnte und ihre Hüften ihm entgegenhob.

„Bitte“, flüsterte sie. „Bitte, Mark, ich will dich in mir.“

Er drang ein. Langsam, Millimeter für Millimeter, und sie spürte, wie ihre Muskeln sich um ihn öffneten, ihn aufnahmen, ihn festhielten, und ein gemeinsamer Seufzer entfuhr ihnen, als er ganz in ihr war, ihre Körper verbunden, ihre Stirnen aneinandergedrückt, ihr Atem ein einziger Rhythmus. Sie spürte seinen Puls in sich, seine Wärme, die sie ausfüllte, und sie bewegte sich, hob ihre Hüften, und er antwortete mit einem Stoß, der sie tiefer in die Matratze drückte.

„Ja“, stöhnte sie, und er stieß wieder zu, schneller, härter, während seine Hände ihre Taille umfassten und sie in seinen Rhythmus zogen. Der Zug ratterte, das Licht flackerte, und die Welt draußen war vergessen, existierte nicht mehr, nur noch dieser Moment, dieses Fleisch, diese Verbindung, die so lange aufgeschoben worden war, dass sie jetzt wie eine Erlösung kam, wie ein uraltes Versprechen, das endlich eingelöst wurde.

Er drehte sie um, auf alle Viere, und sie spürte seine Hände auf ihren Hüften, dann seine Erektion, die erneut in sie glitt, und sie stöhnte laut auf, als er tiefer drang, als er sie von hinten nahm, mit Stößen, die ihre Brüste schwingen ließen, die sie gegen die Wand des Abteils pressten. Sie hielt sich an der Bettkante fest, während er in sie stieß, in einem Rhythmus, der sie beide zu einem einzigen Wesen verschmolz, und sie konnte die Hitze nicht mehr trennen, die sie von innen ausfüllte, den Schweiß auf ihrer Haut, den Geruch nach Sex und Wildheit.

„Ich bin fast so weit“, keuchte er, und sie spürte, wie seine Stöße unkontrollierter wurden, tiefer, und sie bewegte sich ihm entgegen, ihren Körper gegen seinen pressend, und sie wollte, dass er kam, dass er sie füllte, dass er sich in ihr verlor, so wie sie sich in ihm verlor.

„Ja, komm in mir“, flüsterte sie, und diese Worte waren alles, was er brauchte. Er stieß noch einmal, tief, und dann spürte sie, wie er in ihr pulsierte, wie er sich entlud, und die Welle seiner Lust ergoss sich in sie, während sie selbst kurz darauf von einer zweiten, eigenen Welle erfasst wurde, die sie schüttelte, die ihre Muskeln um ihn zusammenziehen ließ, bis sie beide keuchend und verschwitzt zusammenbrachen, ineinander verschlungen auf der schmalen Matratze.

Sie lagen still, ihre Atemzüge beruhigten sich langsam, und der Zug ratterte weiter durch die Nacht, ein gleichmäßiger Herzschlag unter ihnen. Marks Arm lag um ihre Taille, seine Finger zeichneten Kreise auf ihrer Haut, und sie spürte, wie seine Erektion langsam aus ihr glitt, zurückließ, was nicht zurückgehalten werden konnte.

„Das war …“, begann er, aber sie legte einen Finger auf seine Lippen.

„Sag nichts“, bat sie. „Noch nicht. Lass mich das einfach haben, diese Nacht, ohne Worte, ohne Erklärungen.“

Er schwieg, aber er zog sie näher, und sie vergrub ihr Gesicht an seiner Brust, spürte seinen Herzschlag, der sich allmählich beruhigte, und fühlte sich zum ersten Mal seit Monaten, vielleicht seit Jahren, vollkommen gegenwärtig. Der Zug fuhr durch Österreich, die Grenzen verschwammen in der Dunkelheit, und sie wusste nicht, was der Morgen bringen würde, was Wien bringen würde, was diese seitensprung geschichte bedeuten würde, wenn das Licht der Realität über sie hereinbrach.

Aber sie wusste, dass etwas begonnen hatte, etwas, das größer war als diese eine Nacht, größer als die Verträge und die Konzertsäle und die Hotelzimmer, die sie kannte. Sie spürte es an der Art, wie seine Hand fester um ihre Taille lag, wie sein Daumen eine sanfte Bewegung auf ihrer Haut machte, wie sein Atem in ihrem Haar sich beruhigte, aber nicht tiefer wurde, wie als würde auch er nicht schlafen können, weil sein Geist noch bei ihr war.

Sie hob den Kopf und sah ihn an. Seine Augen waren offen, dunkel im Schatten, und er betrachtete sie mit einer Zärtlichkeit, die sie nie bei ihm gesehen hatte, die sie bis ins Mark traf.

„Was passiert in Wien?“, fragte sie leise.

„Ich weiß es nicht“, antwortete er. „Aber ich weiß, dass ich diese Nacht nicht vergessen werde. Und ich weiß, dass ich dich nicht gehen lassen kann, nicht auf die alte Art.“

Sie küsste ihn, sanft diesmal, ein Versprechen, und als sie sich wieder löste, zeichnete sie mit dem Finger den Umriss seines Kiefers nach, die Linie seines Halses, und fühlte, wie ihre Haut sich bei seiner Nähe immer noch aufstellte.

„Dann lass mich nicht gehen“, sagte sie. „Noch nicht. Nicht heute Nacht.“

Draußen flogen die Lichter einer kleinen Ortschaft vorbei, gelbe Punkte, die in der Dunkelheit aufleuchteten und vergingen. Der Zug beschleunigte, und Jona spürte, wie der Rhythmus der Räder durch ihren Körper ging, wie eine leise Musik, die nur sie beide hören konnten. Sie schloss die Augen und ließ sich in die Wärme seiner Arme sinken, und sie wusste, dass dies nicht das Ende war, sondern der Anfang von etwas, das sie sich nie hätte erträumen lassen. Eine Affäre, eine Grenzüberschreitung, eine seitensprung geschichte, die vielleicht alles zerstören würde, was sie aufgebaut hatten. Aber in diesem Moment, in diesem fahrenden Raum aus Metall und Glas, der sie durch die Nacht trug, gab es nur sie, und ihn, und die endlosen Möglichkeiten, die vor ihnen lagen wie die Weite der Dunkelheit jenseits des Fensters.

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