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Atemlos im Dunkel

Büro Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 9 Min · Ab 18 Jahren

Der Geruch von Ozon und kaltem Metall lag in der Luft, als die Kabine mit einem Ruck stoppte. Markus spürte, wie sein Magen gegen den Sicherheitsgurt presste, den er nicht trug. Das Licht flackerte, dann erlosch es. Absolute Finsternis.

Die Falle

„Verdammt“, zischte eine Stimme neben ihm. Lena. Natürlich. Wer sonst hätte um diese Uhrzeit noch im Büro sein sollen? Die letzte Konferenz hatte bis neunzehn Uhr gedauert, und wie immer waren sie als Letzte gegangen – zwei Abteilungsleiter, die sich gegenseitig das Leben zur Hölle machten.

Markus tastete nach der Notruftaste. Nichts. Kein Summen, kein Licht. Nur ihre Atemzüge, die sich langsam beruhigten. „Handy?“, fragte er.

„Kein Empfang. Und meins ist fast leer.“ Er hörte, wie sie gegen die Wand schlug. „Scheißding.“

„Beruhig dich. Die merken das bestimmt bald.“ Seine eigene Stimme klang fester, als er sich fühlte. Er kannte diese Enge. Der Aufzug war nicht groß – vielleicht zwei Meter im Quadrat – und jetzt, ohne Licht, kam er ihm wie ein Sarg vor.

Lena atmete tief durch. „Okay. Okay. Hast du eine Idee, wie lange das dauert?“

„Keine Ahnung. Kann Minuten sein, kann Stunden.“ Er lehnte sich gegen die Rückwand. Der Lack war kühl unter seinen Fingern. „Zumindest haben wir Gesellschaft.“

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Ein schnaubendes Lachen. „Ja, die beste Gesellschaft. Mein Lieblingsrivale.“ Ihre Stimme klang spöttisch, aber er hörte die Anspannung darin.

„Du hast mich auch ganz oben auf deiner Liste, oder?“, erwiderte er. Es war kein Geheimnis, dass sie sich seit Monaten die Budgets streitig machten, um die besten Projekte kämpften. Aber jetzt, in der Dunkelheit, schien das alles weit weg.

Eine Weile saßen sie schweigend da. Markus hörte das Rascheln ihrer Kleidung, als sie sich bewegte. Sie setzte sich neben ihn auf den Boden, ihre Schulter streifte seine. Er roch ihr Parfüm – etwas mit Bergamotte, das er schon früher bemerkt hatte, ohne es zuzugeben. Der Duft hing in der stickigen Luft, vermischte sich mit dem metallischen Geschmack der Dunkelheit. Ihre Nähe war elektrisierend. Er spürte die Wärme ihres Körpers, hörte ihr leises Atmen. Sein Puls beschleunigte sich, und er fragte sich, ob sie es auch hörte.

„Hast du eigentlich immer diesen Kampfgeist?“, fragte sie plötzlich. Ihre Stimme kam näher. Er schätzte, dass sie sich zu ihm gedreht hatte.

„Muss ja. Gegen dich verliert man sonst.“

„Stimmt.“ Ein leises Kichern. „Aber du gibst nicht auf. Das respektiere ich.“

„Respekt? Von dir? Ich bin gerührt.“

„Halt den Mund. Ich versuche, ein Kompliment zu machen.“ Ihre Hand traf sein Knie im Dunkeln. Ein versehentlicher Stoß, aber sie ließ sie liegen. „Entschuldigung.“

„Schon gut.“ Seine Stimme war heiserer als beabsichtigt. Ihre Finger lagen warm auf seinem Oberschenkel, und er spürte, wie sein Puls schneller wurde. Seine Hand legte sich über ihre, und sie zuckte nicht zurück. Die Stille zwischen ihnen war geladen, voller unausgesprochener Dinge. Er konnte ihr Gesicht nicht sehen, aber er stellte es sich vor – die vollen Lippen, die dunklen Augen, die im Neonlicht des Büros immer so kühl blickten. Jetzt, in der Dunkelheit, waren diese Augen vielleicht weicher.

„Weißt du“, sagte sie leise, „ich habe mir oft vorgestellt, wie es wäre, dich mal anders zu erleben. Nicht als Gegner.“

Sein Herz schlug hart. „Und wie stellst du dir das vor?“

Sie bewegte sich, und plötzlich war ihr Gesicht ganz nah. Ihr Atem streifte seine Wange, warm und leicht. „So ungefähr.“ Ihre Lippen trafen seine – weich, zögernd, dann fordernder. Der Kuss war eine Überraschung, aber sein Körper reagierte sofort. Er öffnete den Mund, ließ ihre Zunge hineingleiten, die nach Minze und Kaffee schmeckte. Seine Hand wanderte in ihren Nacken, zog sie näher. Sie seufzte leise, und dieser Laut schickte einen Schauer durch seinen Körper.

Kontrollverlust

Der Kuss vertiefte sich. Markus vergrub eine Hand in ihrem Haar, während die andere ihren Rücken hinunterglitt. Sie trug eine dünne Bluse, und durch den Stoff spürte er die Wärme ihrer Haut. Lena knöpfte sein Hemd auf, ihre Finger geschickt und entschlossen. Als sie die Knöpfe öffnete, strich sie über seine Brust, und seine Muskeln zuckten unter ihrer Berührung. „Du bist so warm“, flüsterte sie, und er hörte das Lächeln in ihrer Stimme.

„Du auch.“ Er fand den Reißverschluss ihrer Bluse und zog daran. Der Stoff glitt auseinander, und er schob die Träger ihres BHs von ihren Schultern. Ihre Brüste waren fest und rund, die Brustwarzen bereits hart. Er beugte sich vor und nahm eine in den Mund. Sie sog scharf die Luft ein, ihre Hände krallten sich in seine Schultern. „Markus …“

„Ja?“

„Nicht aufhören.“

Er saugte sanft, ließ seine Zunge um die harte Spitze kreisen, während seine Hand die andere Brust massierte. Lena stöhnte lauter, ihr Kopf fiel zurück gegen die Kabinenwand. Ihre Beine öffneten sich, und er spürte ihre Hitze durch den Stoff ihres Rocks. Er ließ seine Hand tiefer wandern, über ihren Bauch, bis zum Saum ihres Rocks. Darunter fand er die glatte Strumpfhose und die feuchte Wärme ihres Slips.

„Ich will dich spüren“, flüsterte sie. „Jetzt.“

Seine Finger fanden den Schritt ihres Slips, drückten sanft dagegen. Sie presste sich gegen seine Hand, ein leises Stöhnen entwich ihr. Er schob den Stoff zur Seite und tauchte in ihre Nässe ein. Sie war bereit – mehr als bereit. Ein Finger glitt in sie hinein, und sie umklammerte ihn, so eng und heiß. „So gut“, murmelte er. „Du fühlst dich so gut an.“

„Hör auf zu reden. Komm her.“

Er richtete sich auf, öffnete seinen Gürtel und seine Hose. Sein Glied drückte gegen den Stoff seiner Boxershorts, und als er es befreite, griff sie danach, ihre Finger fest und sicher. Sie führte ihn zu sich, rieb die Spitze an ihrer Öffnung, und dann ließ sie ihn hineingleiten. Ein langer, zitternder Seufzer, als er in sie eindrang. Sie war eng und feucht, und er musste sich festhalten, um nicht sofort zu kommen. „Fuck, Lena“, keuchte er. „Du bist so verdammt eng.“

Sie lachte leise, ein atemloses Geräusch. „Halt durch. Ich will, dass du mich richtig nimmst.“ Ihre Hände griffen nach seinen Hüften, zogen ihn tiefer. Er stieß zu, langsam, dann schneller. Jeder Stoß ließ sie aufstöhnen, die Geräusche hallten in der kleinen Kabine wider. Die Dunkelheit war total, aber er fühlte alles – ihre Wärme, ihre Feuchtigkeit, das Zittern ihrer Schenkel, die sich um seine Hüften legten.

„Ja, genau so“, flüsterte sie. „Hart. Nimm mich hart.“

Er gehorchte. Seine Stöße wurden härter, tiefer, jeder ein Schlag gegen ihre Beckenknochen. Sie schrie leise auf, als er ihren G-Punkt traf, und ihr Körper bog sich durch. Er spürte, wie sich ihre Muskelwände um seinen Schaft zusammenzogen, pulsierend vor Lust. „Ich komme“, stöhnte sie. „Markus, ich komme!“

Ihr Orgasmus riss sie mit, ein Beben, das durch ihren ganzen Körper lief. Sie krallte sich in sein Hemd, ihre Fingernägel gruben sich in seine Haut, während er weiter in sie stieß, durch die Wellen ihres Höhepunkts hindurch. Dann, als sie erschlaffte, spürte er, wie seine eigene Erregung ihren Höhepunkt erreichte. Er zog sich fast zurück, dann stieß er tief in sie hinein, als sein Sperma in ihr pulsierte, heiß und dick. Er stöhnte laut, sein Körper zuckte im Rhythmus seiner Ejakulation.

Sie lagen eine Weile da, verschlungen in der Stille. Der Schweiß trocknete auf ihrer Haut, und die Kühle der Kabine ließ sie frösteln. Aber sie rührte sich nicht. Ihr Kopf lag an seiner Brust, und er hörte ihren Herzschlag, der allmählich ruhiger wurde.

„Wow“, flüsterte sie schließlich. „Das hätte ich jetzt nicht erwartet.“

Er lachte leise. „Ich auch nicht. Aber es war … verdammt gut.“

„Ja.“ Sie richtete sich auf, ihre Finger tasteten nach seinem Gesicht. Sie küsste ihn, weicher diesmal. „Wir sollten das öfter machen.“

„Im Aufzug? Oder als Rivalen?“, fragte er grinsend.

„Beides.“ Ihr Lachen war warm in der Dunkelheit.

Dann, plötzlich, ein Summen. Licht flackerte auf. Der Aufzug setzte sich wieder in Bewegung. Sie blinzelten, blinzelten in das grelle Neonlicht. Ihre Kleidung war durcheinander, ihre Gesichter gerötet. Markus sah sie an – Lena mit zerzaustem Haar, ihre Bluse offen, ihr BH verrutscht – und musste grinsen.

„Was?“, fragte sie, etwas defensiv.

„Nichts. Du siehst … gut aus.“

Sie zog die Bluse zurecht, aber ihre Augen lächelten. „Du auch. Aber beeil dich mit der Hose. Wir sind gleich da.“

Die Türen öffneten sich im Erdgeschoss. Niemand wartete. Sie traten hinaus, beide noch etwas wackelig auf den Beinen, und gingen in verschiedene Richtungen. Aber bevor sie sich trennten, drehte sich Lena um. „Markus?“

„Ja?“

„Morgen um acht im Büro. Und dann … vielleicht noch eine Besprechung. Hinter verschlossenen Türen.“ Ihr Lächeln war vielsagend.

Er grinste zurück. „Ich bin dabei.“

Sie verschwand durch die Glastür, und er blieb einen Moment stehen, den Duft ihres Parfüms noch in der Nase. Die Nacht war plötzlich voller Möglichkeiten.

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