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Endlich wieder Haut

Long-Distance Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 9 Min · Ab 18 Jahren

Der Schlüssel drehte sich zweimal im Schloss, ein metallisches Klicken, das die Tür zur Vergangenheit versiegelte. Ihr Mantel tropfte noch von der Regenfahrt, als sie ihn an die Garderobe hängte – ein nasses Mahnmal der Stunden, die sie getrennt hatten. Im Flur roch es nach ihm. Sie erkannte diesen Duft sofort: holzig, ein Hauch von Zimt, etwas Rauchiges. Ihr Herz schlug einen Takt schneller, während sie die Stille durchquerte, die nur von einem leisen Atemzug unterbrochen wurde.

„Komm her“, sagte er. Die Worte klangen rau, wie Kiesel, die über den Grund eines Flusses rollen. Sie ließ die Tasche fallen, der dumpfe Aufprall hallte kurz nach. Im Wohnzimmer stand er am Fenster, der Regen zeichnete feine Linien auf die Scheibe. Seine Schultern waren angespannt, und als sie näher trat, sah sie die Falte zwischen seinen Augenbrauen. Die Sehnsucht hatte sich dort eingegraben, in diesen Wochen des Wartens.

„Ich hab dich so vermisst“, sagte sie. Keine Floskel. Es war eine Wahrheit, die in ihren Knochen saß, die sie durch die langen Nächte getragen hatte, wenn nur das Summen des Telefons die Einsamkeit durchbrach.

Er drehte sich um, und der Schritt, den er machte, war schwer, als müsse er eine unsichtbare Mauer durchbrechen. Seine Hände fanden ihre Taille, zogen sie an sich. Die Berührung brannte durch den Stoff ihres Pullovers. Sie spürte die Wärme seines Körpers, den festen Druck seiner Finger. „Ich auch“, murmelte er, sein Mund dicht an ihrem Ohr. „Die ganze Zeit.“ Die Worte vibrierten in ihr.

Sie hob die Hände, legte sie an seine Wangen. Stoppeln kratzten unter ihren Handflächen, ein raues Versprechen. Sie zog seinen Kopf zu sich, ihre Lippen trafen sich. Der Kuss war nicht zart. Er war ein Ausbruch, ein Strudel, der sie beide erfasste. Seine Zunge drängte in ihren Mund, fordernd, und sie öffnete sich, ließ ihn ein. Sie schmeckte Kaffee und etwas Süßes – einen Hauch von Honig vielleicht. Ihre Finger gruben sich in sein Haar, hielten ihn fest, als könnte er sonst zerfließen wie der Regen draußen.

Er drängte sie rückwärts, bis ihre Schultern die Wand berührten. Die Kühle des Putzes drang durch den Stoff. Seine Hände wanderten über ihre Rippen, unter den Pullover. Seine Finger brannten auf ihrer Haut, zogen Kreise auf ihrem Bauch, strichen über die Unterseite ihrer Brüste. Sie stöhnte leise in seinen Mund, ein Laut, der ihre Erregung verriet. Seine Jacke fiel zu Boden, sie hörte das leise Rascheln, aber es war unwichtig. Wichtig war nur seine Haut, die sie jetzt unter ihren Fingern spürte, warm und lebendig.

„Ich will dich“, flüsterte er, seine Lippen an ihrem Hals. Sie legte den Kopf zurück, bot ihm die Kehle dar. Seine Zunge zeichnete eine feuchte Spur hinunter zum Schlüsselbein, während seine Finger den Verschluss ihres BHs öffneten. Der Stoff löste sich, ein kühler Hauch traf ihre Brustwarzen. Dann war sein Mund da, warm und fordernd. Er nahm eine Spitze zwischen die Lippen, saugte sanft, und ein elektrischer Schlag durchfuhr sie, zog sich zusammen in ihrem Schoß. Sie spürte, wie die Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen wuchs.

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„Nicht hier“, keuchte sie. „Ins Bett.“

Er hob den Kopf, ein Lächeln spielte um seine Lippen. „Bist du sicher?“, fragte er, während seine Hand tiefer glitt, den Druck ihrer Jeans spürte. Die Wölbung zwischen ihren Beinen war weich, feucht. Sie spürte seine Finger durch den Stoff, eine Verheißung.

„Bitte“, sagte sie. Es war keine Bitte, es war eine Aufforderung. Sie nahm seine Hand, zog ihn mit sich. Ihre Schritte waren hastig, durchquerten den Flur, bis sie das Schlafzimmer erreichten. Das Bett war unberührt, die Decke glatt wie eine ungeschriebene Seite. Sie drehte sich zu ihm, begann die Knöpfe seines Hemds zu öffnen. Ihre Finger arbeiteten flink, jeder Knopf eine kleine Erlösung. Sie wollte ihn sehen, seine Brust, die Linien, die sie auswendig kannte. Als das Hemd fiel, atmete sie tief ein. Seine Haut schimmerte im fahlen Licht, die Muskeln seiner Arme und Schultern waren definiert. Sie legte ihre Handflächen auf seine Brust, spürte seinen Herzschlag, schnell und stark unter ihren Fingern.

Dann ließ sie ihre Hände tiefer wandern, über die harten Bauchmuskeln, bis zum Gürtel. Sie öffnete ihn mit einer fließenden Bewegung, zog den Reißverschluss auf. Seine Erektion drückte gegen die Boxershorts, und sie schob den Stoff beiseite, umfasste ihn mit der Hand. Er war glatt, heiß, und als sie den Daumen über die Spitze rieb, entfuhr ihm ein Keuchen. „Du machst mich wahnsinnig“, presste er hervor, seine Stimme heiser.

Sie ließ los, schlüpfte aus Hose und Slip. Er zog die Boxershorts aus, und dann standen sie nackt voreinander, nur einen Herzschlag entfernt. Sie spürte seinen Blick, wie er über ihren Körper glitt, die Kurven ihrer Hüften, die weiche Rundung ihrer Brüste. „Komm her“, sagte sie, und er gehorchte.

Er drückte sie aufs Bett, sein Körper deckte sie, schwer und vertraut. Sie spürte seine Härte an ihrem Schenkel, drehte sich leicht, um ihn zwischen ihre Beine zu lassen. Er hielt inne, sah sie an. In diesem Moment war die Zeit nicht angehalten, sondern unendlich gedehnt. „Ich hab dich so vermisst“, wiederholte sie, ihre Stimme jetzt rau.

„Ich weiß.“ Er senkte den Kopf, küsste sie wieder, langsamer, gründlicher. Seine Hand strich über ihre Seite, ihre Hüfte, dann tiefer. Seine Finger tauchten in ihre Feuchtigkeit, glitten durch die Falten, fanden den empfindlichen Punkt. Sie bäumte sich auf, grub ihre Nägel in seine Schultern. Er spielte mit ihr, kreiste, drückte, bis sie sich öffnete und seine Finger in sich ließ. Einer, dann zwei, die sie dehnten, während sein Daumen über ihre Klitoris strich. Sie stöhnte laut, drehte den Kopf in das Kissen, ihre Hüften bewegten sich gegen seine Hand.

„Sag mir, was du brauchst“, flüsterte er an ihrem Ohr, sein Atem heiß.

„Dich“, hauchte sie. „In mir.“

Er zog seine Finger zurück, richtete sich auf. Sie sah, wie er sich über sie beugte, die Spitze seiner Erektion an ihrer Öffnung verharrte. Einen Herzschlag lang verharrte er – dann drang er ein. Langsam, Zoll um Zoll. Sie spürte jede Millisekunde, wie er sie ausfüllte, wie ihr Körper sich anpasste. Ein tiefes Stöhnen entwich ihr, und sie schlang die Beine um seine Hüften, zog ihn tiefer. Er schloss die Augen, ließ den Kopf sinken. „Mein Gott“, murmelte er, sein Atem stoßweise.

Sie begannen sich zu bewegen, erst langsam, ein rhythmisches Schaukeln, das ihre Körper in Einklang brachte. Ihre Hüften trafen sich, seine Stöße wurden fester, tiefer. Sie grub ihre Nägel in seinen Rücken, spürte, wie der Schweiß ihre Haut verband. Der Geruch von Sex und Erregung füllte den Raum, schwer und süß. Sie hob ihr Becken, traf seine Stöße, und die Reibung wurde intensiver, elektrisierte jede Nervenbahn. Er veränderte den Winkel, und plötzlich traf er einen Punkt tief in ihr, der ihr den Atem raubte. Ein Schrei löste sich aus ihrer Kehle, ein Laut, der ungefiltert ihre Lust verriet. Sie klammerte sich an ihn, ihre Beine umklammerten ihn fester. Er spürte ihre Spannung, verlangsamte, aber sie wollte nicht.

„Nicht aufhören“, presste sie hervor. „Bitte.“

Er gehorchte, stieß weiter, während seine Hand zwischen ihre Körper glitt und ihren Kitzler massierte. Die Empfindung war überwältigend, ein Crescendo, das sich in ihrem Unterleib aufbaute. Sie war kurz davor, konnte es fühlen, die Welle, die sich zusammenbraute. Sie atmete stoßweise, ihre Finger in seinem Haar, sein Gesicht an ihrem Hals. „Komm mit mir“, flüsterte sie, ihre Stimme kaum mehr als ein Hauch.

Er stöhnte, ein Laut, der tief aus seiner Brust kam. Seine Stöße wurden unregelmäßiger, drängender, und dann spürte sie ihn kommen. Die Wärme breitete sich in ihr aus, und es war der Auslöser. Sie kippte hinüber, ihr Körper bäumte sich auf, während intensive Kontraktionen sie durchliefen. Sie schrie seinen Namen, ein erstickter Laut, und dann lag sie zitternd unter ihm, die Welt für einen Moment aufgelöst in reiner Empfindung.

Er blieb in ihr, sank schwer auf sie, sein Herz hämmerte gegen ihre Brust. Sie streichelte seinen Rücken, fuhr die Wirbel entlang, spürte, wie die Anspannung aus ihm wich. Der Regen prasselte gegen die Scheibe, aber hier drinnen war Stille, nur ihr Atem und das leise Rascheln der Bettlaken. Nach einer Weile hob er den Kopf, sah sie an. „Ich hab kaum geglaubt, dass das wirklich passiert“, sagte er, seine Stimme müde und zufrieden.

Sie lächelte, obwohl er es nicht sehen konnte. „Ich auch. Aber es ist real.“

Er rollte sich zur Seite, zog sie mit sich, so dass sie in der Beuge seines Arms lag. Seine Hand spielte mit ihren Haaren, und sie schloss die Augen, lauschte dem Regen und seinem Herzschlag. Die Stille war voller Dinge, die sie noch sagen würden, aber jetzt brauchte es keine Worte. Ihre Körper hatten gesprochen, und sie verstanden.

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