Diese Geschichte wurde automatisch mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Personen sind volljährig. Ab 18.

Als der Zug um 21:47 Uhr den Wiener Westbahnhof verließ, saß sie bereits dort, das Kinn auf die verschränkten Hände gestützt, den Blick in die Dunkelheit gerichtet, die hinter der Scheibe vorbeizog. Er hatte sie kaum angesehen beim Einsteigen, nur genickt, den Mantel über die freie Sitzbank gelegt, sein Buch aufgeschlagen. Aber die Wärme im Abteil war sofort eine andere gewesen, als hätte ihr bloßes Dasein die Luft verändert, sie schwerer gemacht, gesättigter.
Sie war Mitte vierzig, schätzte er, vielleicht ein Jahr älter als er selbst, mit dunkelrotem Haar, das lose über die Schultern fiel, und einer Bluse aus weichem Stoff, der bei jeder Bewegung ihres Oberkörpers leise raschelte. Ihre Hände lagen nun im Schoß, ineinander verschlungen, die Finger lang und schmal, mit einem schlichten Silberring am rechten Zeigefinger. Er versuchte, in seinem Buch zu lesen, einem Essayband über die Kulturgeschichte des Reisens, aber die Worte verschwammen zu Zeichen ohne Bedeutung, während sein Bewusstsein sich immer wieder zu ihr hinziehen ließ, wie Wasser, das einen Weg zum Meer sucht.
„Sie fahren nach Hamburg?“, fragte sie, ohne den Blick vom Fenster zu wenden.
Ihre Stimme war tief, leicht rauchig, mit einem Akzent, den er nicht ganz einordnen konnte. Ein bisschen Wienerisch, ein bisschen etwas anderes, vielleicht Fränkisches oder Schwäbisches, das sich über die Jahre abgeschliffen hatte.
„Ja“, sagte er. „Und Sie?“
„Ich wohne dort.“ Jetzt drehte sie sich zu ihm, und ihre Augen waren von einem Grün, wie er es selten gesehen hatte, hell und klar wie Flusswasser im Sommer. „Seit drei Monaten. Ich kenne die Stadt noch nicht gut. Deshalb reise ich viel. Um sie zu verlassen.“
Er lachte leise, und der Klang seines eigenen Lachens überraschte ihn. „Das ist eine merkwürdige Logik.“
„Vielleicht.“ Sie lächelte, und das Lächeln veränderte ihr Gesicht, machte es weicher, offener. „Man muss die Dinge manchmal von außen betrachten, um sie zu verstehen. Oder um zu verstehen, dass man sie nicht verstehen will.“
„Sie klingen wie eine Philosophin.“
„Ich bin Buchhändlerin. Das ist fast dasselbe, nur mit besserer Bezahlung.“ Sie strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr, und die Bewegung hatte etwas Intimes, als würde sie ihm ein Geheimnis anvertrauen. „Und Sie? Lehrer, vermute ich. Gymnasium, Deutsch und Geschichte, vielleicht.“
Er hob die Augenbrauen. „Beeindruckend.“
„Die Bücher, die Sie lesen, sagen viel über Sie. Und die Art, wie Sie sie halten.“ Sie deutete auf seinen Band. „Vorsichtig, fast zärtlich. Als wäre das Papier etwas Lebendiges. Und Ihr Mantel ist praktisch, aber gut geschnitten. Ein Mann, der auf Details achtet, aber nicht darüber spricht.“
„Das klingt fast wie eine Verführungstechnik“, sagte er, und der Satz hing zwischen ihnen, schwerer als beabsichtigt.
Sie hielt seinen Blick, ohne zu erröten, ohne auszuweichen. „Vielleicht ist es das auch. Oder vielleicht bin ich nur eine Frau, die nachts im Zug nicht schlafen kann und lieber mit einem Fremden spricht, als auf die Decke zu starren.“
„Dann sprechen wir.“
Das Gespräch floß, mühelos, wie Wasser, das schon immer diesen Weg gehabt hatte. Sie erzählte von ihrem Buchladen in Hamburg, einer kleinen Ecke in der Nähe des Michels, von den Kunden, die kamen und gingen, von den Geschichten, die sie in zerlesenen Exemplaren fand, zwischen den Seiten vergilbter Romane. Er erzählte von seiner Schule in Wien, von den Schülern, die ihn manchmal an seine eigene Jugend erinnerten, von den Stunden, die er mit Korrekturen verbrachte, während draußen die Stadt vorbeizog. Sie lachte über seine Anekdote über einen Schüler, der eine Interpretation von „Faust“ abgegeben hatte, in der Mephisto als tragische Figur gedeutet wurde, und er lachte über ihre Geschichte von der Kundin, die ein Buch über das Kochen zurückgebracht hatte, weil sie darin keine Rezepte gefunden hatte.
Die Landschaft draußen war längst schwarz geworden, nur ab und zu tauchten die Lichter kleiner Ortschaften auf, verstreute Diamanten in der Dunkelheit. Der Zug ratterte über Weichen, und bei jeder Erschütterung neigte sich ihre Körper zueinander, ohne dass es jemand bemerkte, außer ihnen selbst.
„Wissen Sie“, sagte sie irgendwann, und ihre Stimme war jetzt leiser, als müsste sie das Geräusch der Räder übertönen, „ich habe noch nie mit einem Fremden im Zug gesprochen. Nicht so.“
„Ich auch nicht.“
„Es ist seltsam.“ Sie sah aus dem Fenster, wo sich ihr Spiegelbild geisterhaft über die Landschaft legte. „Man sitzt stundenlang nebeneinander, erzählt Dinge, die man vielleicht nicht einmal Freunden erzählen würde, und dann steigt man aus und sieht sich nie wieder. So eine seltsame Nähe, die keine Zukunft hat.“
„Vielleicht gerade deshalb“, sagte er. „Weil man weiß, dass sie keine Zukunft hat. Man kann ehrlich sein. Man kann sich zeigen, ohne Angst vor Konsequenzen zu haben.“
Sie wandte sich ihm wieder zu, und in ihren Augen lag etwas, das er nicht sofort benennen konnte. „Ist das eine Einladung?“
Der Zug fuhr durch einen Tunnel, und im Spiegelbild der Scheibe sah er ihr Gesicht, dicht neben seinem, zwei Fremde, die einander plötzlich so nahe waren, dass der Abstand zwischen ihnen nur noch eine Frage der Entscheidung war.
„Vielleicht“, sagte er, und spürte, wie sein Herz schneller schlug. „Oder vielleicht auch nur eine Feststellung. Dass wir hier sind. Dass es Nacht ist. Dass wir beide wissen, was wir tun, wenn wir wollen.“
Sie schwieg eine Weile, und das Schweigen war lauter als jedes Wort. Dann stand sie auf, und für einen Moment dachte er, sie würde den Gang hinuntergehen, in ihr Abteil zurückkehren, obwohl es kein anderes gab, in das sie hätte gehen können. Aber sie blieb stehen, vor seiner Sitzbank, und sah auf ihn herab, den Kopf leicht geneigt.
„Ich heiße Clara“, sagte sie.
„Michael“, sagte er.
„Michael.“ Sie sprach den Namen langsam aus, als würde sie ihn probieren, wie ein neues Wort in einer fremden Sprache. „Michael, ich weiß nicht, was ich will. Aber ich weiß, dass ich nicht will, dass diese Nacht einfach so vorbeigeht. Dass ich morgen in Hamburg aussteige und mich frage, was gewesen wäre, wenn ich jetzt einfach hier geblieben wäre.“
Er stand auf, langsam, und die Bewegung brachte sie einander näher, ohne dass einer von ihnen einen Schritt gemacht hätte. Er konnte ihren Geruch wahrnehmen, etwas Blumiges, aber nicht Süßliches, gemischt mit dem warmen Duft ihrer Haut. Ihre Brust hob und senkte sich unter der Bluse, und er sah, wie sich ihre Brustwarzen unter dem dünnen Stoff abzeichneten, hart geworden durch die Kühle des Abteils oder durch etwas anderes.
„Die Frage ist nicht, was gewesen wäre“, sagte er, und seine Stimme war rau, als hätte er lange nicht gesprochen. „Die Frage ist, was jetzt ist. Und was wir tun wollen.“
Sie hob die Hand, langsam, als würde sie eine Grenze überschreiten, und legte sie auf seine Brust. Durch das Hemd spürte er ihre Wärme, den Druck ihrer Finger, die sich leicht in den Stoff gruben. Sie sah ihm in die Augen, und in ihrem Blick lag keine Unsicherheit mehr, nur noch Klarheit, die Klarheit einer Entscheidung, die sie gerade getroffen hatte.
„Ich will, dass du mich küsst“, sagte sie. „Hier. Jetzt. In diesem Zug, der uns beide woandershin bringt, als wir je gedacht hätten.“
Er beugte sich vor, und als seine Lippen die ihren berührten, war es nicht sanft, nicht zögerlich, sondern fordernd, hungrig, als hätte er schon die ganze Nacht darauf gewartet, obwohl er es selbst nicht gewusst hatte. Sie öffnete den Mund unter seinem, und ihre Zunge fand die seine, und der Geschmack von ihr – Kaffee und Rotwein und etwas Salziges, das nur sie war – drang in ihn ein, löste etwas in seinem Inneren, das er lange verschlossen hatte.
Sie drängte ihn rückwärts, gegen die Sitzbank, und er ließ sich fallen, zog sie mit sich, bis sie auf seinem Schoß lag, die Beine gespreizt über seinen Oberschenkeln, die Hände in seinen Haaren, ihre Lippen immer noch auf seinen. Der Zug ruckte, und sie stieß gegen ihn, und das Geräusch, das sie dabei machte, war halb Lachen, halb Stöhnen.
„Gott“, murmelte sie gegen seinen Mund. „Ich will dich. Ich will dich so sehr, dass ich nicht mehr denken kann.“
„Dann denk nicht“, sagte er, und seine Hände fanden den Saum ihrer Bluse, zogen sie hoch, bis er die Haut ihres Bauches spürte, warm und glatt. Sie hob die Arme, und er zog ihr die Bluse über den Kopf, und sie saß da vor ihm, nur noch im schwarzen Spitzen-BH, die Brüste fest und voll, die Haut im Licht der kleinen Lampe über ihnen schimmernd.
Er beugte sich vor und küsste ihre Brust, durch den Stoff, und sie bog sich ihm entgegen, stöhnte leise. Seine Hände fanden den Verschluss ihres BHs, öffneten ihn mit einer Geschicklichkeit, die ihn selbst überraschte, und dann fielen ihre Brüste in seine Hände, schwer und warm, und er nahm eine ihrer Brustwarzen in den Mund, umschloss sie mit den Lippen, saugte daran, bis sie keuchte und sich an seinen Schultern festhielt.
„Das ist verrückt“, flüsterte sie. „Wir kennen uns gerade mal eine Stunde.“
„Ich weiß“, sagte er, und seine Zunge umkreiste ihren Nippel, ließ ihn nicht los. „Aber es fühlt sich an, als hätte ich dich schon immer gekannt. Als hätte ich nur darauf gewartet, dich in diesem Zug zu treffen, in dieser Nacht.“
Sie lachte, ein atemloser Laut, der in einem Stöhnen erstarb, als seine Hand zwischen ihre Beine glitt, die dünne Seide ihres Rocks hinauf, bis er die Feuchtigkeit spürte, die sich dort gesammelt hatte, durch den Stoff ihres Slips hindurch.
„Du bist so nass“, sagte er, und die Worte klangen wie ein Geschenk, wie etwas, das er nicht glauben konnte und doch mit Händen und Lippen bestätigte.
„Ich bin es seit dem Moment, als du eingestiegen bist“, sagte sie. „Als ich dich gesehen habe, mit deinem Buch und deinem Mantel, da habe ich es gespürt. Wie mein Körper wusste, dass du es sein würdest.“
Er schob ihren Slip zur Seite, und seine Finger fanden sie, feucht und offen, und sie umschloss ihn mit ihren Muskeln, als er in sie eindrang, langsam, dann tiefer, und sie keuchte, den Kopf in den Nacken gelegt, die Augen geschlossen.
„So“, flüsterte sie. „Genau so. Nicht aufhören.“
Er bewegte seine Hand in ihr, während sie auf seinem Schoß saß, und ihr Becken begann sich zu wiegen, im Takt der Räder, die unter ihnen über die Schienen ratterten. Sie ritt auf seinen Fingern, ihre Hände auf seinen Schultern, ihr Kopf nach hinten gebeugt, und ihre Stöhnlaute wurden lauter, ungehemmter, bis er Angst hatte, dass jemand sie hören würde. Aber diese Angst mischte sich in die Erregung, machte alles schärfer, dringlicher.
„Ich will dich in mir“, sagte sie, und ihre Stimme war heiser, kaum wiederzuerkennen. „Ich will alles von dir. Ich will dich spüren, bis ich nicht mehr weiß, wo ich aufhöre und du anfängst.“
Er zog die Hand zurück und stand auf, hob sie hoch, und sie schlang ihre Beine um seine Hüften, während er sie gegen die Scheibe drückte, kalt hinter ihr, warm vor ihm. Ihre Hände fanden seinen Gürtel, öffneten seine Hose, und dann war er frei, hart und drängend, und sie umschloss ihn mit den Fingern, führte ihn zu sich.
Als er in sie eindrang, stöhnte sie laut auf, und der Klang verlor sich im Rattern des Zuges, der durch die Nacht jagte. Sie war eng und heiß, und sie nahm ihn auf, ganz, bis er bis zum Anschlag in ihr war, und für einen Moment standen sie so, ineinander verschlungen, die Stirnen aneinander gelehnt, atemlos.
„Ich fühle dich“, flüsterte sie. „Ich fühle jeden Zentimeter von dir.“
Er begann sich zu bewegen, langsam, dann schneller, und sie hielt sich an ihm fest, ihre Nägel gruben sich in seinen Rücken durch das Hemd. Das Abteil war klein, der Raum begrenzt, und ihre Bewegungen wurden davon geprägt, hart, stoßend, jeder Stoß traf sie dort, wo sie es brauchte, bis sie zu stöhnen begann, ein rhythmisches Keuchen, das sich mit dem Geräusch ihrer Körper mischte, die aneinanderschlugen.
„Ja“, sagte sie, und es klang wie ein Gebet, wie ein Fluch, wie alles auf einmal. „Ja, genau da, nicht aufhören, bitte nicht aufhören.“
Er spürte, wie seine Knie zitterten, wie die Anspannung in seinem Unterleib wuchs, aber er wollte sie zuerst kommen sehen, wollte sehen, wie sie sich ihm hingab, diese fremde Frau, die er vor zwei Stunden noch nicht gekannt hatte. Er beugte sich vor, nahm ihre Brustwarze in den Mund, saugte daran, während er weiter in sie stieß, und sie schrie auf, ein hoher, schriller Laut, und ihr Körper begann zu beben, um ihn herum zusammenzuziehen, ihn festzuhalten, nicht mehr loszulassen.
„Komm in mir“, flüsterte sie. „Ich will es spüren. Ich will spüren, wie du mich füllst.“
Und dann ließ er los, mit einem Stöhnen, das tief aus seiner Brust kam, und fühlte, wie er sich in ihr ergoss, Wellen von Hitze, die ihn durchströmten, während sie um ihn zuckte, immer noch in den Nachwehen ihres eigenen Höhepunkts. Sie hielten sich fest, ineinander verschlungen, der Zug ratterte weiter, und draußen zog die Nacht vorbei, schwarz und gleichgültig, aber in diesem Abteil war die Welt auf einen Punkt geschrumpft, auf zwei Körper, die sich nicht mehr voneinander lösen wollten.
Später, als sie auf der Sitzbank lagen, ihre Körper aneinandergeschmiegt unter seinem Mantel, ihre Beine ineinander verschränkt, sagte sie leise: „Ich weiß nicht einmal, wo wir gerade sind. Welche Stadt da draußen vorbeizieht.“
„Es ist egal“, sagte er. „Es ist irgendwo zwischen Wien und Hamburg. Ein Ort, den es nur für uns gibt, nur für diese Nacht.“
Sie lachte leise. „Das klingt fast poetisch. Vielleicht sollte ich dich als Autor einstellen.“
„Ich bin nur Lehrer. Deutsch und Geschichte. Kein Dichter.“
„Doch“, sagte sie und drehte sich zu ihm, ihre Hand auf seiner Brust, ihr Gesicht so nah, dass er ihren Atem spürte. „Das bist du. In dieser Nacht schon.“
Der Zug verlangsamte, und die Lichter einer größeren Stadt tauchten vor dem Fenster auf. Hannover, vielleicht, oder Bremen. Er sah auf seine Uhr – vier Uhr dreiundvierzig. Noch zwei Stunden bis Hamburg.
„Was machen wir, wenn wir ankommen?“, fragte er.
Sie schwieg lange. Ihre Finger zeichneten Muster auf seine Brust, unsichtbare Buchstaben, Worte, die nicht ausgesprochen wurden.
„Wir steigen aus“, sagte sie schließlich. „Und wir gehen getrennte Wege. Du zu deiner Schule, ich zu meinem Laden. Und diese Nacht bleibt, was sie ist: eine Geschichte, die wir uns erzählen können, wenn wir alt sind.“
„Eine fremdgehen geschichte erotisch“, sagte er, und der Satz hing zwischen ihnen, schwer von Bedeutung. „Mehr nicht.“
„Mehr nicht“, bestätigte sie. „Und genau deshalb ist sie so vollkommen.“
Er zog sie enger an sich, und sie ließ es geschehen, ihren Kopf an seiner Schulter, ihr Haar roch nach Schweiß und nach einem Parfüm, das er nie wieder vergessen würde. Der Zug nahm wieder Fahrt auf, und die Stadt draußen verschwand, und sie lagen da, ohne zu schlafen, ohne zu sprechen, nur ihre Körper noch ineinander, als wollten sie die verbleibende Zeit festhalten.
Als der Zug in den Hamburger Hauptbahnhof einlief, war die Sonne noch nicht aufgegangen, aber der Himmel über der Stadt war bereits von einem fahlen Grau erhellt. Sie standen auf, schweigend, zogen sich an, glätteten ihre Kleidung, als wäre nichts gewesen. Sie half ihm, seinen Mantel zu richten, und ihre Hand blieb einen Moment auf seinem Kragen liegen, eine Berührung, die alles sagte, was ungesagt bleiben musste.
„Danke“, sagte sie, und es klang wie ein Abschied.
„Danke“, sagte er.
Sie verließen das Abteil getrennt, sie zuerst, er folgte ihr mit ein paar Minuten Abstand. Auf dem Bahnsteig sah er sie kurz, wie sie in der Menge verschwand, das rote Haar wie ein Signal, das langsam verblasste. Dann war sie weg.
Er blieb stehen, den Kragen hochgeschlagen, die Hände in den Taschen, und spürte noch den Abdruck ihres Körpers auf seiner Haut, wie eine Erinnerung, die sich nicht abwaschen ließ. Der Bahnhof roch nach Kaffee und Diesel, und die fremdgehen geschichte erotisch, die er mit einer Unbekannten geteilt hatte, würde für immer zwischen den Gleisen liegen, unsichtbar, aber da.
Er drehte sich um und ging in die Nacht hinaus, in eine Stadt, die nicht seine war, und fühlte sich zum ersten Mal seit Jahren wieder lebendig.
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