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Die Nacht der verbotenen Sehnsucht

Long-Distance Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 14 Min · Ab 18 Jahren

Diese Geschichte wurde automatisch mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Personen sind volljährig. Ab 18.

Der Regen hatte seit Stunden nicht aufgehört, und die Tropfen schlugen gegen das bleigefasste Fenster wie ungeduldige Finger. Ich stand dort im dünnen Seidenmantel, die Stirn am kühlen Glas, und ließ den Blick über die nassen Dächer von Belgravia wandern. Meine Geige lag geöffnet auf dem Notenständer, der Bogen daneben, aber ich hatte seit Tagen nicht gespielt. Jeder Ton, den ich anschlug, klang nach ihm.

Alexander. Ich sprach seinen Namen laut in das leere Zimmer, und er hing einen Augenblick im Raum, schwer wie Rauch. Vier Monate war es her, dass er in Wien den Taktstock gehoben hatte, vier Monate, seit ich als Konzertmeisterin des Kammerorchesters hinter ihm gesessen und jeden Schwung seiner Hand mit dem Bogen verfolgt hatte. Er dirigierte, als würde er die Luft selbst formen, und ich hatte damals schon gespürt, dass etwas in mir nachgab, als er mir am Ende des Konzerts die Hand hielt, einen Herzschlag länger als nötig.

Die Türglocke schnitt durch meine Gedanken, und ich fuhr zusammen. Ich hatte das Geräusch so oft in meiner Fantasie gehört, dass ich es kaum glauben konnte, als es wirklich erklang. Mein Herz schlug hart gegen die Rippen, als ich durch den Flur ging, die Diele knarrte unter meinen nackten Füßen. Ich öffnete die Tür, und da stand er, der Mantelkragen hochgeschlagen gegen den Regen, die Haare nass an der Stirn, und seine Augen fanden sofort meine.

„Sophia“, sagte er leise, und mehr war nicht nötig.

Ich trat zur Seite, ließ ihn herein, und als ich die Tür hinter ihm schloss, hörte ich im Schloss das Klicken, das unsere Welt von der anderen trennte. Er drehte sich um, und wir standen uns im schmalen Flur gegenüber, der Abstand zwischen uns kaum eine Armlänge. Ich roch seinen Mantel, nass und schwer, und darunter den vertrauten Duft seiner Haut, warm und holzig, nach Zedernholz und etwas, das ich nicht benennen konnte, das aber nur ihn ausmachte.

„Ich habe dich so vermisst“, sagte er, und seine Stimme war rau, als hätte er auf dem ganzen Flug nach London diese Worte geübt und wüsste jetzt nicht, ob sie reichten.

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Ich schwieg. Ich konnte nicht sprechen, nicht hier, wo seine Gegenwart den Raum ausfüllte wie ein Ton, der zu lange gehalten wird. Ich ging ins Wohnzimmer, voraus, ohne mich umzusehen, und ich spürte seine Schritte hinter mir, das Knarzen der Dielen unter seinem Gewicht. Das Feuer war heruntergebrannt, nur noch Glut glomm im Kamin, und der Raum lag in warmem Halbdunkel, die Lampen gedimmt, die Vorhänge offen zur regennassen Nacht.

Wir setzten uns auf das Sofa, er an einem Ende, ich am anderen, als hätten wir Angst vor der Nähe, die wir beide suchten. Ich sah ihn an, wie er dasaß, die Hände auf den Knien, den Blick auf den Teppich gerichtet, und ich erinnerte mich an den Nachmittag in Wien, als wir uns nach der Probe in ein Café gesetzt hatten, nur für einen Kaffee, und aus dem Kaffee waren drei Stunden geworden. Er hatte mir von seiner Tochter erzählt, die in Barcelona studierte, von seiner Frau, die er mehr als Freundin denn als Geliebte bezeichnete, und ich hatte ihm von meiner leer stehenden Wohnung in London erzählt, von der Einsamkeit, die ich auf Tourneen fühlte, von dem Moment auf der Bühne, der alles andere vergessen ließ.

„Wie war New York?“, fragte ich, nur um etwas zu sagen.

Er hob den Kopf, und seine Augen waren dunkel, getragen von einem Ernst, der mich bis ins Mark traf. „Leer“, sagte er. „Ohne den Gedanken an dich war die Stadt leer.“

Ich spürte, wie die Wärme in mir aufstieg, eine Hitzewelle, die in meinem Magen begann und bis in meine Wangen stieg. Ich wollte etwas erwidern, aber die Worte blieben mir im Hals stecken, denn in seinem Blick lag etwas, das keine Antwort verlangte.

Er stand auf, kam um den niedrigen Tisch herum, und blieb vor mir stehen. Ich sah auf seine Hände hinunter, diese Hände, die ein Orchester führten, die jeden Einsatz, jedes Crescendo formten, und ich fragte mich, wie sie sich anfühlen würden, wenn sie mich berührten. Er bückte sich, langsam, als gäbe er mir Zeit auszuweichen, aber ich wollte nicht ausweichen. Ich wollte ihn, hier, in dieser Nacht, und alles andere konnte warten.

Seine Lippen fanden meine, weich und kühl vom Regen, und ich schmeckte den Tee, den er vorhin getrunken haben musste, bitter und leicht süß. Der Kuss war zögernd zuerst, forschend, wie ein Dirigent, der ein neues Stück liest, jede Phrase abtastet, bevor er sich ihr hingibt. Meine Hand fand seinen Nacken, die Haare dort feucht, und ich zog ihn näher, und die Zurückhaltung in ihm löste sich auf, wurde zu etwas Drängendem, Hungrigem.

Er kniete sich vor mich auf den Teppich, seine Hände auf meinen Oberschenkeln, und ich spürte durch den dünnen Seidenmantel die Wärme seiner Handflächen. Er schob den Saum des Mantels hoch, langsam, Zentimeter für Zentimeter, und seine Augen ließen mich dabei nicht los, dunkel und fragend, als wollte er sich vergewissern, dass ich wirklich hier war, dass ich ihn wirklich wollte.

„Ja“, flüsterte ich, und meine Stimme klang fremd in meinen Ohren, tief und rau. „Ja, Alexander.“

Er zog den Mantel über meine Knie, über meine Oberschenkel, und ich spürte die kühle Luft auf meiner Haut, als er den Stoff über meinen Bauch hob. Ich trug nichts darunter, das wusste er, oder er erriet es, als er die glatte Haut unter dem Seidenstoff fand. Seine Finger strichen über meine Hüfte, meinen Bauch, die Stelle unter meinem Brustkorb, wo mein Herz so schnell schlug, dass ich dachte, es müsse ihn spüren.

„Ich habe dir eine Frage stellen wollen, seit ich in New York war“, sagte er, und seine Stimme war nur noch ein Flüstern, während seine Lippen meinen Hals suchten, die Stelle hinter meinem Ohr, die mich jedes Mal zusammenzucken ließ. „Aber ich hatte Angst vor der Antwort.“

Ich legte meine Hände auf seine Wangen, hob sein Gesicht zu mir, und sah ihn an. Das Licht des Feuers fiel auf seine Züge, auf die feinen Falten um seine Augen, auf den grauen Schimmer an seinen Schläfen, und ich hätte ihm in diesem Moment alles gesagt, jede Frage beantwortet, ohne zu zögern.

„Was wolltest du wissen?“, fragte ich.

Er atmete aus, ein langer, zitternder Atem. „Ob du mich wirklich willst. Ob das hier für dich mehr ist als eine Affäre. Ob du bereit bist, mit mir zu leben, in dieser Unmöglichkeit, ohne zu wissen, wie es weitergeht.“

Ich sah auf ihn hinunter, auf diesen Mann, der vor mir kniete, der mir seine ganze Angst zeigte, und ich spürte, wie sich etwas in mir öffnete, wie eine Tür, die ich lange verschlossen gehalten hatte. Ich nahm sein Gesicht in beide Hände und küsste ihn, langsam, gründlich, bis ich spürte, wie die Anspannung aus seinen Schultern wich.

„Ich will dich“, sagte ich, als ich seinen Mund freigab, „und ich will nicht wissen, wie es weitergeht. Ich will nur diese Nacht. Ich will dich jetzt.“

Er verstand, oder er wollte verstehen, denn er richtete sich auf, nahm meine Hand und zog mich vom Sofa hoch. Wir standen uns gegenüber, und ich griff nach dem Gürtel meines Mantels, öffnete ihn, und der Seidenstoff glitt von meinen Schultern, fiel zu meinen Füßen. Ich stand nackt vor ihm, im Schein des Feuers, und sein Blick wanderte über mich, langsam, als würde er jede Linie, jede Kurve in sich aufnehmen, wie eine Partitur, die er auswendig lernen wollte.

„Du bist schöner, als ich dich in Erinnerung hatte“, sagte er, und seine Stimme war rau.

Er zog seinen Mantel aus, ließ ihn auf den Boden fallen, und darunter trug er nur ein Hemd und eine Hose, schwarz, alltäglich, und doch sah ich ihn zum ersten Mal wirklich so. Ich trat auf ihn zu, legte meine Handflächen auf seine Brust, spürte durch den dünnen Stoff die Wärme seiner Haut, das gleichmäßige Pochen seines Herzens. Ich knöpfte sein Hemd auf, Knopf für Knopf, und jedes Mal, wenn ein Stück Haut sichtbar wurde, küsste ich es, die Brustmitte, die weiche Stelle unter dem Schlüsselbein, den Muskelstrang an seinem Hals.

Er stöhnte leise, als meine Lippen seine Brustwarze fanden, und seine Hände griffen in mein Haar, hielten mich fest, während ich tiefer wanderte, über seinen Bauch, wo die Haare feiner wurden, bis ich am Bund seiner Hose stand. Ich öffnete den Knopf, zog den Reißverschluss langsam herunter, und ich spürte seine Erregung unter dem Stoff, hart und drängend, als ich die Hand darum legte.

„Nicht“, flüsterte er, und seine Hand umschloss mein Handgelenk. „Noch nicht. Ich will dich zuerst.“

Er führte mich zum Bett, das am Ende des Raumes stand, breit und weiß bezogen, und ich ließ mich von ihm führen, willig, ein wenig benommen von der Intensität, die zwischen uns lag. Er legte mich auf die Decke, lehnte sich über mich, und seine Lippen begannen eine Reise, die bei meinem Hals anfing und sich langsam nach unten arbeitete, über mein Schlüsselbein, die Innenseite meiner Arme, die zarte Haut an meiner Taille.

Seine Zunge fand meine Brustwarze, und ich bog mich ihm entgegen, die Hände in seinem Haar, als er sie mit Lippen und Zähnen liebkoste, bis sie hart war und ich kaum noch atmen konnte. Seine Hand wanderte tiefer, über meinen Bauch, und als seine Finger die feuchte Hitze zwischen meinen Beinen erreichten, hielt ich den Atem an.

„Du bist so nass für mich“, murmelte er, und seine Stimme war tief und zufrieden, wie ein Celloton. „Seit wann bist du so nass?“

„Seit du die Tür hereingekommen bist“, stieß ich hervor, und es war die Wahrheit.

Er lachte leise, ein warmes, dunkles Geräusch, und dann beugte er sich hinunter, und seine Zunge fand mich, erst zart, dann fordernder, während er mich mit zwei Fingern öffnete. Ich hob die Hüften, drängte mich gegen seinen Mund, und die Welt schrumpfte auf diesen Punkt, auf die Wärme seiner Zunge, die geschickt, geduldig, unerbittlich meinen Körper in eine Spannung trieb, die ich nicht mehr halten konnte.

„Alexander“, keuchte ich, und mein Rücken bogen sich durch, als die erste Welle mich überflutete, heiß und tief, und ich spürte, wie er mich bis zum Ende begleitete, seine Zunge zitterte auf mir, bis ich erschöpft auf die Matratze sank.

Ich zog ihn hinauf, küsste ihn, und ich schmeckte mich selbst auf seinen Lippen, salzig und süß. Ich griff nach seinem Gürtel, öffnete ihn, schob Hose und Unterhose über seine Hüften, und sein Glied sprang mir entgegen, hart und schwer, die Spitze glänzend von einem Tropfen Feuchtigkeit. Ich umschloss ihn mit der Hand, spürte die samtene Haut über dem harten Kern, und er stöhnte, als ich den Daumen über die Spitze rieb.

„Komm in mich“, sagte ich, und meine Stimme war ein Befehl, ein Gebet, alles zugleich.

Er schob meine Beine auseinander, legte sich zwischen sie, und ich spürte die Spitze an mir, kühl und drängend. Er sah mir in die Augen, als er langsam in mich glitt, Zentimeter für Zentimeter, und die Fülle war so überwältigend, dass ich die Augen schloss und mich von ihm ausfüllen ließ, bis er ganz in mir war.

„Sieh mich an“, sagte er, und seine Stimme war gepresst, als kostete es ihn alle Beherrschung. „Ich will dich sehen.“

Ich öffnete die Augen, und er war über mir, die Arme gestützt, das Gesicht von Anstrengung und Verlangen gezeichnet, und ich sah in seinen Augen die ganze Sehnsucht dieser vier Monate. Er begann sich zu bewegen, langsam zuerst, ein Rhythmus, der mich in seinen Bann zog, und ich hob die Beine um seine Hüften, zog ihn tiefer, bis er stöhnte und das Tempo erhöhte.

Wir fanden einen gemeinsamen Takt, wie in der Musik, jeder Stoß traf mich an einer Stelle, die mich die Kontrolle verlieren ließ, und ich schrie seinen Namen, als die zweite Welle mich packte, härter als die erste, und er folgte mir, sein Körper spannte sich an, und ich spürte, wie er sich in mir ergoss, heiß und zitternd, während er mein Gesicht mit seinen Händen umfasste und mich küsste, bis wir beide nicht mehr konnten.

Wir lagen ineinander verschlungen, die Decke über uns gezogen, und der Regen hatte aufgehört. Die Stille war groß, nur unser Atem erfüllte den Raum. Ich spürte sein Herz gegen meinen Rücken, den Arm um meine Taille, fest, als wollte er mich nie wieder loslassen.

„Ich muss morgen früh fliegen“, sagte er leise, und seine Stimme war rau.

Ich drehte mich zu ihm um, legte meine Hand auf seine Wange. „Dann bleib noch diese Nacht.“

Er sah mich eine lange Weile an, dann zog er mich an sich, und ich vergrub mein Gesicht an seiner Brust. Wir wussten beide, dass es keine Antwort auf die Fragen gab, die zwischen uns standen. Aber in dieser Nacht, in diesem Zimmer, wo der Regen gegen das Fenster schlug, war die Antwort nicht wichtig. Wir hielten uns fest, bis der Schlaf uns holte, und ich spürte, wie er mir die Haare aus der Stirn strich, bevor die Dunkelheit kam.

Als ich erwachte, war das erste Licht grau am Himmel. Er lag noch da, aber er sah mich an, und ich wusste, dass er auf mich gewartet hatte. Ich beugte mich vor und küsste ihn, zart, ohne Verlangen, nur um zu sagen, was keine Worte brauchte. Er stand auf, zog sich an, und ich sah ihm zu, wie er jeden Knopf schloss, wie er die Schuld auf seine Schultern lud, die er mit sich tragen würde.

An der Tür blieb er stehen, wandte sich noch einmal um. „Ich will dich wiedersehen“, sagte er. „Wenn das möglich ist.“

Ich nickte. Mehr konnte ich nicht geben, und doch gab ich ihm in diesem Nicken alles. Die Tür fiel ins Schloss, und ich stand am Fenster, sah ihn über die nasse Straße gehen, bis er in der grauen Dämmerung verschwand. Ich legte die Hand aufs Glas, wo sein Schatten gewesen war, und ich wusste, dass ich diese Nacht nicht vergessen würde. Aber im Moment, in der Stille nach dem Regen, blieb nur das Echo seines Namens auf meinen Lippen.

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