Terpentin und teures Parfüm – ein beißender Cocktail, der in den hohen Räumen der Galerie schwebte. Ich strich an den weißen Wänden entlang, an Gemälden vorbei, deren Farben mir entglitten. Mein Mann stand irgendwo im Gewühl, gestikulierte vor einer Leinwand, diskutierte über Pinselstriche mit einem Kritiker, der ihm nicht zuhörte. Ich hasste diese Abende. Das erzwungene Lächeln, die Blicke der anderen Frauen, die an meinem Kleid hingen – nein, an der billigen Kopie eines Designer-Stücks. Es war nicht echt. Wie so vieles.

Eine Stimme aus der Vergangenheit
Ich wollte gerade zum Buffet flüchten, als seine Stimme mich einfing. „Lena? Bist du es?“ Der Klang traf mich wie ein elektrischer Schlag. Ich drehte mich um. Da stand er, zwanzig Jahre älter, aber noch immer diese Augen – dieses schiefe Grinsen, das mich damals um den Verstand brachte. Jonas. Mein Jugendfreund, der mit achtzehn nach Kanada gegangen war und den ich nie vergessen hatte. „Jonas“, sagte ich, und mein Herz vollführte einen Saltoschlag. Er sah atemberaubend aus. Die Falten um seine Augen waren tiefer, sein Haar an den Schläfen von Grau durchzogen, aber seine Haltung verriet einen Mann, der wusste, was er wollte. „Was machst du hier?“, fragte ich, während mein Puls rasend schnell wurde.
„Ich lebe wieder in der Stadt. Seit einem Jahr“, sagte er. Seine Stimme klang tiefer als früher, aber die vertraute Melodie war noch da. „Ich habe mich gefragt, ob ich dich je wiedersehen würde.“ Wir redeten – stockend zuerst, dann wie früher, ungezwungen, ohne die Jahre dazwischen. Er erzählte von seiner Arbeit als Architekt, ich von meinem Leben als Mutter zweier Teenager. Eine alte Vertrautheit breitete sich aus, eine Wärme, die ich lange nicht gespürt hatte. Sie kroch unter meine Haut. „Komm, wir gehen an die Bar“, sagte er und legte seine Hand auf meinen Rücken. Nur für einen Herzschlag, aber ich spürte jeden Finger durch den dünnen Stoff meines Kleides.
Die leere Werkstatt
Die Bar war ein Meer aus Körpern und Lärm. Gläser klirrten, Lachen dröhnte in meinen Ohren. Jonas beugte sich nah an mich heran, sein Mund fast an meinem Ohr. „Ich habe eine Idee. Der Künstler hat mir seine Werkstatt gezeigt – sie ist leer, niemand stört uns dort. Kommst du mit?“ Ich zögerte. Kaum eine Sekunde. Dann nickte ich. „Ich sage nur, dass ich aufs Klo gehe“, flüsterte ich. Er grinste. „Ich warte an der Hintertür.“
Ich schlich durch die Menge, an meinem Mann vorbei, der in ein Gespräch vertieft war. Er sah mich nicht. Die Hintertür führte in einen engen Gang. Jonas stand im Schatten, die Hände in den Taschen. „Hast du Angst?“, fragte er. „Nein“, log ich. Er nahm meine Hand, seine Finger waren warm und fest, und zog mich durch eine schwere Stahltür. Die Werkstatt war riesig, voller Leinwände, Farbtöpfe, Gerüste. Der Geruch von Ölfarbe und Lösungsmittel stach in der Nase – ein Geruch nach Kreativität, nach Chaos. „Hier“, sagte er und führte mich zu einer Couch, die mit Stoffbahnen bedeckt war. „Niemand wird uns stören.“
Das erste Berühren
Wir setzten uns. Die Couch war hart, aber das war unwichtig. Jonas drehte sich zu mir, seine Knie berührten meine. „Ich habe oft an dich gedacht“, sagte er. „In Kanada, in den langen Nächten. Wie du gelacht hast, wie du gerochen hast – nach Seife und Sommer.“ Ein Ziehen machte sich in mir breit, tief, ein Sehnen, das ich weggesperrt hatte. „Ich auch“, gestand ich. „Aber ich bin verheiratet. Wir sollten nicht.“ Er legte seinen Finger auf meine Lippen. „Schsch. Kein Sollte. Nur Hier und Jetzt.“
Er beugte sich vor und küsste mich. Sanft zuerst, seine Lippen warm und weich. Dann fordernder, drängender. Seine Zunge erforschte meinen Mund, stieß vor, zog sich zurück, ein Tanz, der mich atemlos machte. Ich ließ es geschehen, erwiderte den Kuss, vergrub meine Hände in seinem Haar. Es fühlte sich so richtig an – so verboten, so lebendig. Ich spürte seine Hand auf meinem Oberschenkel, langsam nach oben wandernd. Der Stoff meines Kleides raschelte. Er schob meinen Rock hoch, seine Finger streiften meine Haut, und ich hielt den Atem an.
Seine Hand ruhte auf meinem nackten Oberschenkel, warm und schwer. Er strich langsam aufwärts, bis seine Finger die feuchte Hitze zwischen meinen Beinen spürten. Ich zuckte, als er über den dünnen Stoff meines Slips fuhr. „Du bist schon so feucht“, flüsterte er, und ich spürte, wie sich meine Wangen röteten. Aber ich schämte mich nicht. Es war aufregend, seine Stimme so heiser zu hören, seine Finger so nah an meinem intimsten Ort. Er schob den Slip zur Seite, und seine Finger tauchten ein in die Nässe. Ich stöhnte leise auf, als er meine Schamlippen streichelte, sie sanft auseinanderdrückte. „Lena“, murmelte er, und sein Daumen fand meinen Kitzler, umkreiste ihn langsam, während seine Lippen meinen Hals küssten, hinab zu meinem Schlüsselbein.
Die Hüllen fallen
„Ich will dich sehen“, flüsterte er. Er knöpfte mein Kleid auf, langsam, Knopf für Knopf. Seine Finger zitterten – oder zitterte ich? Der Stoff fiel von meinen Schultern. Ich trug keinen BH, nur das dünne Kleid. Er starrte mich an, seine Augen waren dunkel. „So schön“, murmelte er. „Noch schöner als in meiner Erinnerung.“ Dann beugte er sich vor und nahm meine Brustwarze in den Mund. Der Schock der Berührung ließ mich aufstöhnen. Seine Zunge kreiste, zog, saugte, und ich spürte, wie die Feuchtigkeit zwischen meinen Beinen zunahm. Ich krallte mich an seinem Hemd fest. „Jonas, bitte“, sagte ich, ohne zu wissen, was ich wollte.
Er löste sich von mir, stand auf und zog sein Hemd aus. Seine Brust war noch immer muskulös, die Haut gebräunt. Ein feiner Haarstreifen führte von seinem Bauchnabel nach unten, eine Einladung. Ich schluckte. „Du auch“, sagte er. Ich stand auf und ließ das Kleid zu Boden gleiten. Ich stand nackt vor ihm, inmitten von Farben und Leinwänden, und fühlte mich verletzlich und stark zugleich. Er kam näher, seine Hände glitten über meine Hüften, meinen Bauch, meine Brüste. „So weich“, flüsterte er. „So warm.“ Seine Finger zogen Kreise auf meiner Haut, und ich spürte, wie sich jede Pore öffnete.
Er ließ sich auf die Knie nieder, seine Hände umfassten meine Hüften, seine Lippen folgten einer Spur von meinem Bauchnabel abwärts. Ich zitterte vor Erwartung. Als sein Mund mich erreichte, fuhr ich zusammen – ein langer, langsamer Strich mit der Zunge durch meine Spalte, der mich aufstöhnen ließ. Er leckte mich mit Hingabe, seine Zunge zielsicher, mal sanft, mal fordernd. Ich spürte, wie die Spannung in mir wuchs, wie ein Knoten, der sich zusammenzog. Ich vergrub meine Finger in seinen Haaren, drückte ihn fester an mich. „Ja, da“, keuchte ich. Er verstand, seine Zunge umkreiste meinen Kitzler, während ein Finger in mich glitt. Ich bäumte mich auf, mein Höhepunkt kam überwältigend, ein Zucken, das mich erschütterte. Ich hörte mich selbst stöhnen, einen Laut, der aus tiefster Lust kam.
Er stand auf, seine Lippen glänzend von mir. „Du schmeckst unglaublich“, sagte er leise. Dann öffnete er seine Hose, ließ sie zu Boden fallen. Sein Glied stand hart, die Eichel feucht, es drängte sich mir entgegen. Ich streckte die Hand aus und umschloss ihn, spürte die Wärme, die glatte Haut. Er atmete scharf ein. „Lena, wenn du so weitermachst…“ Ich liebkoste ihn mit meinen Fingern, strich über die Länge, bis er meine Hand sanft wegnahm. „Ich will in dir sein“, flüsterte er.
Die Vereinigung
Er drückte mich auf die Couch, kniete sich vor mich. Seine Lippen folgten einer Spur von meinem Hals zu meinem Bauchnabel, tiefer, immer tiefer. Ich hob die Hüften, als er meine Schenkel auseinanderdrückte. Sein Atem war heiß auf meiner Haut. Dann seine Zunge – ein langer, langsamer Strich durch meine Spalte. Ich biss mir auf die Lippe, um nicht zu laut zu stöhnen. Er leckte mich forsch, zielstrebig, seine Zungenspitze kreiste um meinen Kitzler, mal sanft, mal fordernd. Die Spannung wuchs, zog sich in mir zusammen. „Ja, da“, keuchte ich. Er verstand. Ein Finger glitt in mich ein, dann ein zweiter, während seine Zunge nicht locker ließ. Ich bog mich durch, meine Hände in seinen Haaren. „Jonas, ich –“ Der Höhepunkt überrollte mich, ein Zucken, das durch meinen ganzen Körper raste. Ich hörte mich selbst stöhnen, einen Laut, den ich nicht kannte.
Er ließ nicht locker, leckte mich durch den Höhepunkt, bis ich erschauerte. Dann richtete er sich auf. Seine Augen glänzten. Er öffnete seine Hose. Sein Glied stand hart, die Spitze feucht. Es war schön, so direkt, so ehrlich. Er streifte ein Kondom über, eine geübte Bewegung. „Bist du bereit?“, fragte er. Ich nickte. Er beugte sich über mich, seine Brust auf meiner, seine Lippen auf meinem Hals. Dann drang er in mich ein, langsam, Zoll für Zoll. Ich spürte, wie er mich ausfüllte, wie sich mein Inneres an ihn schmiegte. Es war anders als mit meinem Mann. Intimer. Verbotener. Wir bewegten uns gemeinsam, ein Rhythmus, der aus alter Vertrautheit entsprang. Er stieß tiefer, schneller. Ich hielt seine Schultern umfasst, spürte seine Muskeln unter der Haut, die Anspannung in seinem Körper. „Ich komme gleich“, stöhnte er. „Lena, ich –“ Er verstummte, sein Körper spannte sich an. Ich spürte, wie er in mir zuckte, und ich kam ein zweites Mal, leise, wie eine Welle, die sich bricht.
Nachklang und Versprechen
Wir lagen nebeneinander auf der schmalen Couch, unsere Körper verklebt im Schweiß. Die Werkstatt war still. Der Geruch von Sex hing in der Luft, gemischt mit Farben und Lösungsmitteln. Meine Hand lag auf seiner Brust, ich spürte sein Herz schlagen. „Das war…“, begann ich. „Ja“, sagte er. „Wir sollten zurück, bevor jemand nach uns sucht.“ Er stand auf, reichte mir mein Kleid. Ich zog es über, spürte, wie der Stoff auf meiner nassen Haut klebte. Wir gingen schweigend zurück. In der Galerie war der Trubel unverändert. Ich sah meinen Mann an der Bar, ein Glas in der Hand. Er lächelte, als ich mich näherte. „Warst du auf dem Klo?“, fragte er. „Ja“, log ich. „Mir war schlecht.“ Er nickte, schon abgelenkt von einem Kollegen.
Ich suchte Jonas mit den Augen, aber er war verschwunden. Doch ich wusste, dass diese Nacht nicht die letzte sein würde. Das Versprechen in seinen Augen, das Kribbeln auf meiner Haut – es war ein Anfang. Eine Affäre, die mein Leben aus den Angeln heben würde. Und ich war bereit.
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