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Der Dirigent und die Geigerin

Affäre Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 13 Min · Ab 18 Jahren

Diese Geschichte wurde automatisch mit KI-Unterstützung erstellt. Alle Personen sind volljährig. Ab 18.

Der Schnee fiel so dicht, dass er die Silhouetten der Lärchen vor dem Chalet in Watte hüllte, und Clara stand am Fenster des Aufenthaltsraums, das Weinglas in der Hand, und beobachtete, wie die Flocken sich auf den Fensterbänken türmten. Hinter ihr summte die Nacht, das leise Klirren von Gläsern, das Gemurmel der anderen Orchestermitglieder, die sich um den Kamin drängten, und sie drehte sich nicht um, als sie seine Stimme hörte.

„Sie spielen morgen das Mendelssohn-Konzert wie jemand, der den Winter hasst.“

Clara drehte sich langsam um. Matthias stand zwei Schritte entfernt, einen Scotch in der Hand, das weiße Haar vom Schnee noch feucht, und er sah sie mit diesem Blick an, den er auf dem Podium hatte, wenn er eine Passage ein zweites Mal hören wollte, prüfend, hungrig, ungeduldig.

„Ich hasse den Winter nicht“, sagte sie. „Ich hasse es, wenn der Bogen einfriert.“

„Dann sollten wir üben. Heute Nacht noch. Hier oben im Chalet, wenn alle schlafen, hat der Saal die beste Akustik, die ich je gehört habe. Der Flügel ist gestimmt, und Sie brauchen nur Ihre Geige.“

Sie nahm einen Schluck Wein und ließ die Röte über ihre Zunge laufen. „Um diese Uhrzeit? Wir haben morgen die Generalprobe, Maestro.“

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„Eben deshalb.“ Er trat einen Schritt näher, und sie roch den Scotch, das Holzrauchparfüm seines Pullovers, die Kälte, die an seiner Kleidung hing. „Ich höre Sie seit Wochen. Sie spielen technisch perfekt, aber Sie halten etwas zurück. Etwas, das ich nicht benennen kann. Und ich habe beschlossen, dass ich es herausfinden will.“

Clara stellte das Glas ab. Ihr Puls schlug schneller, und sie wusste, dass er es sah, dass er auf diese kleine Regung gewartet hatte. „Was genau wollen Sie herausfinden, Matthias?“

„Ob Sie mich ebenso fordern können, wie Sie das Publikum fordern. Ob Sie den Mut haben, das zu spielen, was Sie wirklich fühlen, wenn niemand zusieht.“ Er hob sein Glas, als wäre es ein Taktstock. „Ich warte unten im Saal. Sie wissen, wo die Treppe ist. In zwanzig Minuten, mit Ihrer Geige, ohne Ausreden.“

Er drehte sich um und ging, und Clara blieb am Fenster stehen, während das Gemurmel der anderen um sie herum weiterlief. Sie sah zu, wie seine breite Gestalt die Tür zum Treppenhaus durchschritt, und sie spürte das Kribbeln in ihren Fingerspitzen, das sie sonst nur vor einem Auftritt hatte, dieses elektrische Ziehen, das ihr sagte, dass gleich etwas passieren würde, das sie nicht mehr kontrollieren konnte.

Sie nahm ihre Geige aus dem Kasten im Schlafzimmer, das sie mit zwei anderen Musikerinnen teilte, und ging leise die Treppe hinunter. Der Saal lag im Erdgeschoss des Chalets, ein großer Raum mit hohen Decken, dunklen Holzbalken und einer Fensterfront, die auf die schneebedeckten Hänge blickte. Der Flügel stand in der Ecke, und Matthias saß auf der Bank, die Hände auf den Tasten, aber er spielte nicht. Er sah auf, als sie eintrat, und das Lächeln, das über sein Gesicht zog, war das eines Mannes, der wusste, dass er gewonnen hatte.

„Da sind Sie ja.“

„Sie haben gesagt, ich soll ohne Ausreden kommen.“ Clara stellte den Koffer auf den Tisch neben dem Flügel und öffnete ihn. Die Geige lag auf rotem Samt, und sie hob sie heraus, strich mit den Fingern über das Ahornholz, während Matthias sie beobachtete. „Was wollen Sie hören?“

„Das Adagio. Den langsamen Satz. Aber nicht so, wie Sie ihn morgen spielen werden. Spielen Sie ihn so, wie Sie ihn spielen würden, wenn niemand Sie je wieder hören würde.“

Clara trat ans Fenster, hob die Geige an die Schulter und setzte den Bogen an. Sie schloss die Augen, atmete einmal tief ein und begann. Die ersten Töne kamen weich, fast zögerlich, und sie spürte, wie Matthias‘ Blick auf ihr lag, schwer wie eine Hand auf ihrer Haut. Sie spielte die Passage, die sie seit Wochen übte, aber heute ließ sie die Kontrolle los, ließ den Bogen schwerer werden, ließ die Vibrationen tiefer in den Raum greifen, bis die Noten nicht mehr nur Musik waren, sondern etwas Körperliches, das die Luft zwischen ihnen füllte.

Als sie die letzte Phrase ausklingen ließ, blieb der Raum still. Matthias stand auf, kam langsam auf sie zu, und blieb so dicht vor ihr stehen, dass sie den Abdruck seines Atems auf ihrer Stirn spürte.

„Das war es“, sagte er leise. „Genau das habe ich hören wollen. Warum verstecken Sie das vor dem Publikum?“

„Weil es weh tut“, sagte Clara. „Weil man sich nicht jeden Abend so öffnen kann, ohne dass etwas zerbricht.“

„Und heute?“

„Heute sind wir allein. Heute kann nichts zerbrechen.“ Sie ließ die Geige sinken, hielt sie mit einer Hand am Hals, und die andere Hand blieb frei. Matthias sah auf diese Hand, dann auf ihren Mund, und sie wusste, dass der nächste Schritt von ihr kommen musste, dass er sich zurückhalten würde, bis sie es ihm erlaubte.

„Sie sind verheiratet“, sagte sie.

„Ich bin verheiratet, ja.“ Er machte keinen Versuch, es zu leugnen. „Und Sie spielen die Geige wie eine Frau, die weiß, was sie will, aber noch nie jemanden gefunden hat, der es ihr gegeben hat.“

„Das ist ein großes Urteil für einen Mann, den ich erst seit drei Monaten kenne.“

„Drei Monate“, sagte Matthias. „Ich habe Sie drei Monate lang auf dem Podium beobachtet. Ich habe gesehen, wie Sie den Bogen halten, wie Sie die Schultern anspannen, wenn Sie eine hohe Passage spielen, wie Sie die Augen schließen, wenn Sie etwas riskieren. Ich kenne Ihre Hände besser als die meiner Frau.“

Clara stellte die Geige vorsichtig auf den Tisch, dann trat sie einen Schritt auf ihn zu, bis ihre Brust fast seine berührte. „Und was wollen Sie mit diesen Händen tun?“

„Ich will sie auf Ihrer Haut spüren“, sagte er. „Ich will wissen, ob Sie auch so klingen, wenn Sie nicht spielen.“

Sie hob die Hand und legte sie auf seinen Pullover, direkt über seinem Herzen, und sie spürte, wie es unter ihrer Handfläche schlug, schnell und hart. „Dann tun Sie es“, sagte sie.

Matthias‘ Hände kamen hoch, langsam, als würde er eine Passage dirigieren, die ihn vollständig verlangte. Er legte die Finger an ihren Hals, strich über die Kehle, wo ihre Stimme wohnte, und dann zog er sie an sich, und sein Mund fand ihren, ohne zu fragen. Der Kuss war tief und fordernd, seine Zunge drängte in sie hinein, und Clara ließ sich fallen, griff in sein Hemd, zog ihn näher, während seine Hände über ihren Rücken wanderten, den Stoff ihrer Bluse hochschoben, die Haut darunter fanden.

„Ich will dich hören“, murmelte er an ihrem Mund. „Nicht nur die Geige. Dich.“

„Dann musst du mich zum Klingen bringen“, flüsterte sie zurück, und sie spürte, wie er lächelte, bevor er sie wieder küsste, und seine Hände waren überall, an ihren Hüften, an ihrem Bauch, an den Verschlüssen ihrer Hose, die er öffnete, ohne den Kuss zu unterbrechen.

Er schob die Hose über ihre Hüften, ließ sie zu Boden gleiten, und Clara stand im Schein der Lampen in Slip und Bluse, während der Schnee draußen gegen die Scheiben schlug. Matthias trat einen Schritt zurück und sah sie an, langsam, von oben bis unten, und das Verlangen in seinem Blick war so nackt wie ihre Haut.

„Du bist wunderschön“, sagte er. „Und du hast keine Ahnung, wie oft ich mir das vorgestellt habe.“

„Zeig es mir“, sagte Clara. „Zeig mir, was du dir vorgestellt hast.“

Er kam wieder auf sie zu, und diesmal kniete er sich vor ihr hin, legte die Hände auf ihre Oberschenkel und strich langsam nach oben, bis seine Daumen den Stoff ihres Slips erreichten. Er zog ihn zur Seite, und sein Atem war heiß auf ihrer Haut, als er den Mund auf sie legte.

Clara keuchte auf, griff in sein Haar, während seine Zunge sie fand, breit und fordernd, und er sie leckte, als würde er ein Crescendo führen, langsam aufbauend, jede Bewegung präziser, jede Berührung tiefer. Sie spürte, wie ihre Knie weich wurden, und sie lehnte sich gegen den Flügel, ließ die Tasten ein leises, dissonantes Geräusch machen, das in der Stille des Raumes aufschrie, während Matthias‘ Mund sie weiter trieb.

„So“, sagte er, die Worte ein Vibrieren gegen ihre Haut. „So klingst du.“

„Matthias“, stöhnte sie, und es war halb Flehen, halb Befehl, und er lachte leise, aber er hörte nicht auf, und seine Finger kamen dazu, glitten in sie hinein, während seine Zunge ihren Kitzler fand, und sie biss sich auf die Lippe, um nicht zu laut zu sein, obwohl niemand in der Nähe war, obwohl das ganze Chalet schlief.

Sie kam mit einem langen, zitternden Seufzer, ihr Körper bog sich gegen seine Hand, und er hielt sie, bis die Wellen abklangen, dann stand er auf, und seine Lippen waren feucht von ihr, als er sie wieder küsste.

„Jetzt du“, sagte Clara, und sie griff nach seinem Gürtel, öffnete ihn mit zitternden Fingern, während er ihr half, die Hose abzustreifen. Sein Penis stand hart unter der Boxershorts, und sie schob den Stoff zur Seite, nahm ihn in die Hand, spürte, wie er in ihrer Handfläche pochte.

„Du musst nicht“, sagte er, aber seine Stimme war rau, und sie schüttelte den Kopf.

„Ich will“, sagte sie. „Ich will dich schmecken.“

Sie kniete sich hin, und der Schnee vor den Fenstern schien leiser zu werden, als sie den Kopf senkte und ihn in den Mund nahm. Er stöhnte auf, griff in ihr Haar, und seine Hüften bewegten sich gegen sie, während sie ihn nahm, langsam, tief, mit einer Hingabe, die sie selbst überraschte. Sie liebte den Geschmack von ihm, salzig und männlich, und sie spürte, wie er näher kam, wie seine Finger sich in ihrem Haar verkrampften.

„Clara“, sagte er, und es klang wie ein Gebet. „Ich will in dir sein.“

Sie ließ ihn los, stand auf, und ihre Bluse fiel zu Boden, ihr Slip folgte, und sie stand nackt vor ihm, während er sie ansah, als würde er eine Partitur lesen, die er nie zuvor gesehen hatte. Er zog sie an sich, und seine Hände waren überall, auf ihren Brüsten, an ihrem Bauch, zwischen ihren Beinen, wo er sie noch einmal fand, sie öffnete, bereit machte.

„Hier?“, fragte er, und seine Stimme war ein Knurren.

„Hier“, sagte sie, und sie drehte sich um, beugte sich über den Flügel, ließ die Hände auf die Tasten fallen, während er hinter sie trat. Sie spürte die Spitze von ihm an ihrer Öffnung, und dann drang er ein, langsam, Zentimeter für Zentimeter, bis er ganz in ihr war, und sie beide standen still, nur das Atmen, nur der Schnee.

„Beweg dich“, flüsterte sie, und er begann zu stoßen, langsam zuerst, dann schneller, und sie spürte, wie der Flügel unter ihren Händen leise knarrte, wie die Tasten unhörbare Akkorde anschlagen, während er sie nahm, während er sie über das Holz zog, während seine Hände ihre Hüften hielten, fest, fordernd.

„Du bist so eng“, stieß er hervor. „So verdammt gut.“

„Mehr“, sagte sie. „Nicht so sanft.“

Und er gab ihr mehr, mit langen, harten Stößen, die sie gegen den Flügel pressten, die durch ihren ganzen Körper liefen, und sie kam ein zweites Mal, die Finger auf den Tasten, ein Schrei, den sie in ihr Handgelenk presste, während er weitermachte, bis er seinen eigenen Höhepunkt erreichte, mit einem tiefen Stöhnen, das sich in ihrem Rücken verlor.

Sie blieben so, ineinander verschlungen, während der Schnee fiel, und dann zog er sich zurück, half ihr auf, drehte sie zu sich um, und seine Hände waren sanft, als er ihr Gesicht zwischen seine Finger nahm.

„Das war keine heimliche affäre geschichte“, sagte er leise. „Das war ein Anfang.“

„Was soll das heißen?“

„Es heißt, dass ich das nicht will, das hier, einmal nachts in einem Chalet.“ Er strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. „Ich will wissen, wie du klingst, wenn du neben mir aufwachst. Ich will wissen, wie du klingst, wenn du morgens die erste Geige in die Hand nimmst. Ich will alles.“

Clara sah ihn an, und sie wusste, dass sie verloren war, dass dieser Mann mit dem weißen Haar und den fordernden Händen etwas in ihr berührt hatte, das sie nicht mehr abschalten konnte, wenn sie es versuchte.

„Du bist verheiratet“, sagte sie noch einmal, aber es klang schwächer jetzt.

„Ich weiß.“ Er küsste ihre Stirn. „Und trotzdem will ich dich. Und ich glaube, du willst mich auch.“

Sie antwortete nicht, aber sie zog ihn an sich, und als sie sich wieder küssten, wusste sie, dass es kein Zurück mehr gab. Die Geige lag noch auf dem Tisch, der Flügel hatte ihre Fingerabdrücke auf den Tasten, und der Schnee fiel weiter, dicht und stetig, als würde er jede Spur bedecken, die sie hinterlassen könnten.

Sie spielten die Generalprobe am nächsten Morgen, und als sie das Adagio spielte, spielte sie es so, wie sie es in der Nacht gespielt hatte, offen und roh, und sie sah, wie Matthias auf dem Podium die Augen schloss, wie er den Takt stockte, nur für einen Moment, und sie wusste, dass er es hörte, dass er sie hörte, in jedem Ton.

Am Abend, nach dem Konzert, stand sie wieder am Fenster des Chalets, und diesmal kam er ohne Umwege zu ihr, nahm ihre Hand, zog sie in den leeren Saal, und die heimliche affäre geschichte, die sie begonnen hatten, wurde in dieser Nacht zu etwas anderem, zu einem Versprechen, das sie nicht aussprechen konnten, das aber zwischen ihnen lag, schwer und süß wie der Schnee vor den Fenstern.

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