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Zwischen den Stockwerken

Büro Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 10 Min · Ab 18 Jahren

Der Geruch von verbranntem Kunststoff lag scharf in der Luft, gemischt mit dem metallischen Atem des Aufzugs. Felix hasste diesen Duft, der ihm stets signalisierte, dass etwas nicht stimmte. Als die Kabine mit einem Ruck zum Stillstand kam und das Licht erlosch, fluchte er leise. Sekunden später flackerten die Notleuchten auf und tauchten den engen Raum in ein fahles Orange.

Ausgerechnet sie

„Großartig“, zischte eine Stimme hinter ihm. Felix wirbelte herum. Da stand sie, die Verkörperung all seiner beruflichen Frustrationen: Lena Breuer, Abteilungsleiterin der Konkurrenzabteilung. Ihre schwarze Bluse saß perfekt, die Lippen leicht geschürzt. „Sie schon wieder.“

„Glauben Sie mir, das ist auch nicht mein Wunschszenario“, erwiderte Felix und lehnte sich gegen die Spiegelwand. Das Orange ließ ihre Haut warm schimmern. „Aber wir sitzen im selben Boot.“ Er zückte sein Handy – kein Signal. „Das dauert.“

Lena seufzte und ließ sich auf den Boden gleiten, die Knie angewinkelt. „Dann wollen wir uns wenigstens nicht an die Kehle gehen. Friedensangebot?“ Sie hielt eine halbe Stange dunkle Schokolade hoch. „Notvorrat.“

Felix musste trocken lachen. „Sie haben immer einen Plan.“ Er setzte sich ihr gegenüber, die Beine ausgestreckt. Ihre Zehenspitzen berührten sich fast. „Schokolade kauft mich nicht um. Ich weiß, dass Sie hinter meinem Budget her sind.“

„Und ich weiß, dass Sie versuchen, meine Projekte auszubremsen“, konterte Lena, brach ein Stück ab und reichte es ihm. „Aber im Moment geht es ums Überleben. Hunger?“

Er nahm das Stück, die Schokolade schmolz auf seiner Zunge. Bitter, mit einer Spur Meersalz. „Danke.“ Er lehnte den Kopf zurück. „Wie lange, glauben Sie?“

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„Keine Ahnung. Vielleicht eine halbe Stunde. Vielleicht länger.“ Sie knabberte an ihrem Stück, und der Anblick – wie ihre Zähne die Schokolade brachen, die Lippen sich öffneten – ließ etwas in ihm erwachen, das nichts mit Arbeit zu tun hatte. Er verbannte den Gedanken.

Die Stille wurde drückend. Felix hörte ihren Atem, leise und gleichmäßig. Er roch ihr Parfüm: etwas mit Bergamotte und Zedernholz, unterschwellig herb. „Worüber denken Sie nach?“, fragte er unvermittelt.

Lena sah auf. „Darüber, wie seltsam das ist. Da bekämpfen wir uns den ganzen Tag, und jetzt sind wir hier. Nackt, sozusagen. Ohne unsere Masken.“ Sie lachte leise. „Naja, nicht ganz nackt.“

„Wäre das so schlimm?“, hörte er sich sagen. Die Worte kamen aus einer Tiefe, die er nicht kontrollierte. Lenas Augen weiteten sich, aber sie wich nicht zurück. „Ich meine – die Ehrlichkeit“, setzte er rasch hinzu. „Keine Fassade.“

„Vielleicht wäre das eine Erleichterung“, sagte sie langsam. „Keine Fassade.“ Ihre Stimme war tiefer geworden. Sie rutschte näher, bis ihre Knie sich berührten. Der Stoff ihrer Hose war dünn; er spürte die Wärme ihrer Beine durch den Stoff. „Was würdest du sehen, wenn du hinter meine Fassade blicken könntest?“, fragte sie leise, und das vertrauliche Du schwebte zwischen ihnen.

Felix‘ Herz schlug schneller. „Ich würde eine Frau sehen, die genauso einsam ist wie ich. Die sich nach etwas sehnt, das mehr ist als nur ein weiterer Sieg im Büro.“ Seine Hand bewegte sich wie von selbst, legte sich auf ihr Knie. Erwartete einen Schlag, eine Abfuhr. Stattdessen atmete sie scharf ein. „Felix…“

„Lena.“ Er strich über ihren Oberschenkel, die Rundung des Knies hinauf. Ihr Blick war schwer, forschend. „Was tust du da?“ Das vertrauliche Du ließ ihn innehalten, aber er hörte keine Ablehnung.

„Ich will wissen, ob unter der Rivalin eine Frau steckt, die mich genauso sehr begehrt wie ich sie hasse.“ Er wagte es, mit dem Daumen Kreise auf ihren Stoff zu malen. „Und ob dieser Hass nur die Fassade für etwas anderes ist.“

Lenas Hand schloss sich um sein Handgelenk, nicht um ihn zu stoppen, sondern um ihn fester auf ihre Haut zu drücken. „Ich hasse dich nicht“, flüsterte sie. „Ich habe dich immer nur… zu sehr beachtet. Zu sehr begehrt, um ehrlich zu sein. Jedes Mal, wenn du im Meeting sprachst, konnte ich nicht anders, als dir zuzuhören – nicht deinen Worten, sondern deiner Stimme, deiner Präsenz.“

Felix‘ Atem stockte. „Ich dachte, du würdest mich verachten.“

„Vielleicht habe ich das geglaubt, um mich selbst zu schützen“, gestand sie. „Aber jetzt, hier, gibt es nichts mehr zu schützen.“ Sie legte ihre Hand auf seine, die noch auf ihrem Schenkel ruhte, und führte sie höher, bis seine Finger den Saum ihres Rocks erreichten. „Zeig mir, was du wirklich willst.“

Das Vorspiel

Seine Finger glitten unter den Rock, über die warme Haut ihres Oberschenkels. Sie trug einen dünnen Spitzenstring, den er durch den Stoff fühlen konnte. Sie spreizte die Beine leicht, eine stumme Einladung. Er ließ seine Hand darüber gleiten, spürte die feuchte Hitze, die durch den Stoff drang. Lena stöhnte leise, ließ den Kopf zurückfallen. „Ja, genau da.“

Er strich mit dem Daumen über die Mitte, kreiste sanft um ihre Klitoris, die durch den Stoff hindurch anschwoll. Sie grub ihre Nägel in seine Schulter. „Ich will dich schmecken“, sagte er heiser, und ohne ihre Antwort abzuwarten, beugte er sich vor und schob den Slip zur Seite. Ihr Geruch stieg ihm entgegen, süß und salzig zugleich. Er tauchte seine Zunge in ihre Falten, kostete ihre Feuchtigkeit. Sie schmeckte nach Verlangen, nach all den unterdrückten Blicken und spitzen Bemerkungen, die nun in Lust umgewandelt wurden. Sie stöhnte laut, als er ihre Klitoris umkreiste, erst sanft, dann fordernder. Ihre Hände umklammerten sein Haar, drückten ihn fester gegen sich. „Oh Gott, Felix, nicht aufhören.“

Er gehorchte, tauchte tiefer, ließ seine Zunge in sie eindringen, während sein Daumen ihre harte Perle massierte. Sie kam mit einem Schrei, ihr Becken sich ihm entgegenstemmend, ihr Saft auf seiner Zunge. Er trank sie, ließ sie nicht los, bis ihr Zittern abklang.

Sie zog ihn hoch, ihre Lippen fanden seine, und er schmeckte sich selbst auf ihr. „Jetzt du“, flüsterte sie und öffnete seinen Gürtel mit geübten Fingern. Seine Hose fiel, seine Boxershorts folgten. Sein Glied sprang hervor, hart und bereit. Sie umfasste es, ließ den Daumen über die Spitze gleiten, wo bereits ein Tropfen Feuchtigkeit glänzte. „Du bist wunderschön“, murmelte sie und beugte sich hinunter.

Ihr Mund umschloss die Eichel, und er musste sich an der Wand abstützen. Ihre Zunge wirbelte darum, dann glitt sie tiefer, nahm ihn fast ganz. Das Gefühl ihrer Lippen, ihrer Zunge, ihres Rachens – es war überwältigend. Er krallte die Finger in ihr Haar, versuchte, sich nicht zu bewegen, aber sie forderte mehr, nahm ihn tiefer, bis er die Rückseite ihres Rachens spürte. Sie schluckte um ihn, und er stöhnte auf. „Lena, ich komme gleich…“

Sie ließ nicht los, sondern saugte fester, ihre Hand umfasste die Basis, während ihr Mund sich auf und ab bewegte. Er kam mit einem Schrei, sein Sperma schoss in ihren Mund, und sie schluckte, ohne zu zögern, ließ ihn langsam aus ihrem Mund gleiten, leckte ihn sauber. „Du schmeckst nach Macht“, sagte sie mit einem Lächeln.

Er zog sie hoch, küsste sie, schmeckte sich selbst. „Noch nicht genug“, keuchte er. „Ich will in dir sein.“

Die Vereinigung

Sie stand auf, zog ihre Hose und den Slip aus. Dann setzte sie sich rittlings auf ihn, die Schenkel glatt und warm. Er sah die feuchte Öffnung zwischen ihren Beinen, die ihm entgegenleuchtete. „Bist du sicher?“, fragte er, obwohl sein Körper schon bereit war.

„Ich war noch nie sicherer“, sagte sie und senkte sich auf ihn. Die Hitze ihres Inneren umschloss ihn, so eng, so perfekt, dass er kurz die Luft anhielt. Sie setzte sich ganz hin, bis er tief in ihr war, und beide verharrten für einen Moment. Ihre Stirnen berührten sich, ihr Atem vermischte sich.

Dann begann sie sich zu bewegen. Langsam erst, kreisend, ihre Hände auf seinen Schultern. Felix legte die Hände auf ihre Hüften und führte sie, passte sich ihrem Rhythmus an. Ihre inneren Muskeln umspannten ihn, zogen sich zusammen, lockerten sich. „Du fühlst dich so… richtig an“, stöhnte sie. „Als ob dieser Kampf nur ein Vorspiel war.“

„Vielleicht war er das“, presste er hervor und stieß tiefer in sie hinein. Ihre Becken trafen aufeinander, und ein feuchtes Geräusch erfüllte die Kabine, vermischt mit ihren keuchenden Atemzügen. Die Notbeleuchtung warf Schatten auf ihre glänzende Haut, den Schweiß zwischen ihren Brüsten.

Lena beschleunigte, ihr Tempo wurde fordernder. Ihre Nägel gruben sich in seine Schultern, und der Schmerz vermischte sich mit der Lust in einem schwindelerregenden Cocktail. „Oh Gott, Felix, ich bin kurz davor…“ Ihre Stimme kippte, wurde schrill.

„Ich auch“, keuchte er. Er spürte die Spannung in seinen Hoden aufsteigen, das Kribbeln im ganzen Körper. „Lass los, Lena.“

Sie kam mit einem Schrei, der in der engen Kabine widerhallte. Ihr Körper bebte, ihr Inneres zog sich in Wellen um ihn zusammen, und das war genug. Felix stieß noch einmal hoch, dann entlud er sich in tiefen, heißen Stößen, während er ihren Namen stöhnte, immer wieder.

Nach dem Sturm

Sie sank auf ihn, ihr Oberkörper lag auf seiner Brust, ihr Herz schlug wild gegen seines. Die Stille kehrte zurück, nur ihr Atem war noch laut. Felix strich über ihren Rücken, die feuchte Haut unter seinen Fingern. „Das hätte ich vor einer Stunde nicht für möglich gehalten“, murmelte er.

Lena lachte leise, ihr Lach hauchte warm gegen seinen Hals. „Ich auch nicht. Aber vielleicht mussten wir uns erst in dieser… unausweichlichen Nähe verlieren.“ Sie richtete sich auf und sah ihm in die Augen. Und für einen kurzen, ungeschützten Moment war die Rivalin seine Verbündete, seine Vertraute. Vielleicht mehr.

Dann ruckte der Aufzug an. Die Lichter flackerten und gingen an. Die Realität kehrte zurück. Lena glitt von ihm, griff nach ihren Kleidern. Sie zog sich schweigend an, und Felix tat es ihr gleich. Als die Türen sich öffneten, standen sie sich gegenüber, perfekt gekleidet, als wäre nichts geschehen. Aber in Lenas Augen lag ein Funkeln, das er vorher nicht gesehen hatte.

„Bis morgen im Meeting, Herr Berger“, sagte sie mit einem Lächeln, das eine Verheißung war.

„Bis morgen, Frau Breuer.“ Er trat aus dem Aufzug, die Beine noch ein wenig weich, und wusste: Der Krieg war noch nicht vorbei. Er hatte eine neue Front bekommen.

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