Tom presst die Handflächen gegen die polierte Kante des Konferenztisches, das kühle Holz ein stiller Kontrast zur Hitze, die in seinem Bauch lodert. Draußen verschwimmen die Stimmen der Kollegen zu einem fernen Rauschen, Gläser klirren, Lachen perlt – die Betriebsfeier hat ihren Höhepunkt längst überschritten. Doch hier drin, in Lenas Büro, ist die Stille von einer solchen Dichte, dass er meint, seinen eigenen Herzschlag zu hören.

„Du hast also gedacht, du könntest meinen Vorschlag in der Besprechung einfach so torpedieren?“ Ihre Stimme ist leise, aber jede Silbe sitzt wie ein Messer. Lena steht hinter ihrem Schreibtisch, die Arme fest vor der Brust verschränkt, das Kostümjackett weit offen. Durch den Spalt der weißen Bluse schimmert ein Hauch von Spitze, und der oberste Knopf hat sich gelöst – ein kleiner, unachtsamer Sieg.
„Ich wollte nur eine Alternative anbieten“, erwidert er, die Stimme ruhiger, als er sich fühlt. „Ich dachte, das sei erwünscht.“
„Erwünscht ist, dass du die Hierarchie respektierst“, zischt sie und macht einen Schritt auf ihn zu. Ihre Absätze hämmern den Takt auf das Parkett. „Du bist seit drei Wochen hier, Tom. Praktikant. Und du hebelst meinen Vorschlag aus?“
Ihre Nähe trifft ihn unvorbereitet. Sie riecht nach Rotwein, aber auch nach etwas Scharfem, fast Herbem – ein holziges Parfüm, das in seiner Nase brennt. Ihre Gesichtszüge sind glatt, die Augen klar, und auf ihrer Oberlippe glitzert ein feiner Schweißfilm. Sie ist Mitte vierzig, aber in diesem Licht, in dieser Spannung, wirkt sie zeitlos, gefährlich.
„Es war nicht meine Absicht, Sie zu provozieren“, sagt er langsam, und eine seltsame Wärme steigt in ihm auf, von der Brust bis in den Nacken. „Aber vielleicht haben Sie genau das gewollt.“
Lenas Augen verengen sich zu Schlitzen. Ein Herzschlag der Stille – so dicht, dass er das leise Surren der Klimaanlage hört. Dann macht sie einen weiteren Schritt, bis sie fast seine Brust streift. „Erklär mir das genauer, Praktikant.“
Tom hebt das Kinn. Sie ist nur wenige Zentimeter kleiner, aber ihre Ausstrahlung lässt ihn schrumpfen. „Vielleicht haben Sie gemerkt, dass ich Ihnen gewachsen bin. Dass ich Sie herausfordere – und das gefällt Ihnen.“ Seine Stimme ist fest, obwohl sein Herz rast. Er hält ihrem Blick stand, ohne zu blinzeln.
Ein kurzes, atemloses Lachen entfährt ihr, mehr ein Schnauben. „Du bist ja verrückt.“ Aber sie weicht nicht zurück. Stattdessen hebt sie die Hand und streicht mit den Fingern über sein Jackett, als wolle sie einen Fussel entfernen. Die Berührung brennt durch den Stoff, ein winziger elektrischer Schlag.
„Vielleicht“, sagt Tom, und seine Finger schließen sich um ihr Handgelenk. Es ist zart und warm unter seiner Hand, der Puls ein hektischer Vogel. „Aber Sie haben noch nicht Nein gesagt.“
Lena holt scharf Luft. Ihr Blick wandert über sein Gesicht, bleibt auf seinem Mund haften. „Das wäre ein Fehler“, flüstert sie, aber ihre Stimme klingt rau, fast heiser – keine Warnung, sondern eine Einladung.
Er zieht sanft an ihrem Arm, bis sie ganz dicht ist, ihr Atem seine Wange streift. „Fehler sind manchmal das Beste, was einem passieren kann.“
Dann presst er seinen Mund auf ihren.
Der Kuss ist hart, fordernd, ohne Zögern. Ihre Lippen treffen aufeinander, ein Aufprall, der durch seinen ganzen Körper zittert. Sie schmeckt nach Rotwein und Salz – und etwas anderem, Süßem, das er nicht einordnen kann. Einen Moment bleibt sie reglos, wie erstarrt. Dann gibt sie nach mit einem leisen Seufzer, und ihre Hände fahren in sein Haar, krallen sich hinein. Ein Stöhnen entringt sich seiner Kehle, als ihre Zunge seinen Mund erobert, geschickt und neugierig, als würde sie ihn zum ersten Mal testen.
Er drängt sie rückwärts gegen den Schreibtisch, und sie weicht nicht zurück. Ihr Bein schlingt sich um seins, zieht ihn noch enger an sich, bis er die Wärme ihres Körpers durch den Stoff spürt.
„Die Tür“, keucht sie gegen seine Lippen. „Ist sie abgeschlossen?“
„Ja“, lügt er und hofft, dass der Riegel eingerastet ist. Er war der Letzte, der hereinkam, erinnerte er sich.
Doch sie scheint es nicht zu kümmern. Ihre Finger arbeiten an den Knöpfen seines Hemds, ungeduldig, reißen beinahe einen ab. Er lacht leise, ein kurzer, tiefer Ton, und hilft ihr, das Hemd über seine Schultern zu streifen. Dann sind seine Hände an ihrer Bluse, und er macht sich nicht die Mühe, die Knöpfe zu öffnen – er packt den dünnen Stoff und reißt ihn auseinander. Die Knöpfe springen, klacken auf dem Parkett, rollen in alle Richtungen.
„Das war teuer“, murmelt sie, aber ihre Augen sind dunkel vor Gier, und ein Lächeln zuckt um ihre Lippen.
„Ich werde sie ersetzen“, verspricht er und beugt sich zu ihrem Schlüsselbein. Ihre Haut ist samtig, warm, und sie riecht nach Seife und dem aufregenden Parfüm, das ihn schon den ganzen Abend verfolgt. Er küsst die Stelle, saugt sanft, bis ihr leises Stöhnen seinen Rücken hinabrieselt. Sie wölbt sich ihm entgegen, ihr Brustkorb hebt sich unter seiner Berührung.
Seine Hände wandern zu ihrem Rock, einem schmalen, bleistiftengen Teil, der ihre Hüften umspannt wie eine zweite Haut. Er tastet nach dem Reißverschluss an der Seite, zieht ihn auf – ein zischendes Geräusch. Der Stoff lockert sich, und er schiebt den Rock nach unten, bis er über ihre Hüften gleitet und um ihre Knöchel fällt. Sie tritt heraus und steht nun da, in hauchdünnen schwarzen Strümpfen und einem winzigen Höschen, die Bluse offen, die Spitzenkante des BHs sichtbar.
„Hör auf, mich so anzusehen“, sagt sie, ihre Stimme zittrig, aber das Lächeln ist geblieben.
„Wie denn?“, fragt er, seine Worte heiser.
„Als ob du mich verschlingen wolltest.“
„Will ich doch.“
Sie lacht, ein tiefer, kehliger Laut, der durch seine Brust hallt und sich in seinem Unterleib festsetzt. Dann greift sie nach seinem Gürtel, öffnet ihn mit geübten Fingern, und seine Hose fällt zu Boden. Er tritt heraus, steht nur in Boxershorts, das Glied hart gegen den Stoff drückend.
Lena beißt sich auf die Unterlippe, ihr Blick wandert über seinen Körper, von den Schultern abwärts. „Nicht schlecht für einen Praktikanten.“
„Warten Sie ab“, sagt er, zieht sie an sich und presst seinen nackten Oberkörper gegen ihre Brüste. Die Spitze kratzt an seiner Haut, ihre Brustwarzen drücken hart durch den dünnen Stoff. Er küsst sie wieder, fordernder, seine Hände gleiten über ihren Rücken und öffnen den BH-Verschluss mit einem Klick. Der BH fällt, und ihre nackten Brüste schmiegen sich an seine Brust, die Brustwarzen kleine harte Punkte.
Er tritt einen Schritt zurück, um sie zu betrachten. Sie steht vor ihm, nur noch in Strümpfen, Höschen und dem offenen, zerrissenen Rest der Bluse, der über ihre Schultern rutscht. Ihre Haut schimmert im fahlen Licht der Schreibtischlampe, jede Linie, jede Kurve zeichnet sich ab. Ihre Brüste sind voll, die Brustwarzen aufgerichtet, fordernd.
„Dreh dich um“, befiehlt er, und die Autorität in seiner Stimme überrascht ihn selbst.
Sie gehorcht ohne Zögern. Langsam dreht sie sich, legt die Hände flach auf den Schreibtisch. Ihr Rücken ist schlank und geschmeidig, die Wirbelsäule hebt sich leicht unter der Haut. Er tritt hinter sie, schiebt ihr Höschen zur Seite, und seine Finger finden sie feucht, heiß und bereit.
„Du bist nass“, flüstert er, und der Klang seiner Stimme lässt ihn selbst erzittern.
„Das weiß ich“, zischt sie, und ihr Becken drückt gegen seine Hand. „Hör auf zu reden.“
Er streicht mit dem Finger durch ihre Spalte, spürt die glatte Hitze, das Öffnen unter seiner Berührung. Dann zieht er seine Boxershorts aus, das Glied schnellt frei, schwer und pochend. Er richtet es auf ihre Öffnung, reibt die Eichel durch ihre Feuchtigkeit, bis sie leise aufstöhnt und sich ihm entgegenstemmt.
„Nimm mich“, haucht sie, ihr Atem stoßweise.
Er dringt in sie ein, langsam, zentimeterweise, Millimeter für Millimeter. Sie ist eng – eine samtene, pulsierende Enge, die ihn umschließt und festhält. Als er ganz in ihr ist, halten beide den Atem an. Die Stille ist absolut. Er spürt ihre inneren Muskeln, die sich um ihn zusammenziehen, ein rhythmisches Pulsieren. Er bleibt still, lässt sich von ihrer Wärme einhüllen.
Dann beginnt er zu stoßen.
Zuerst langsam, tiefe, lange Stöße, die ihr ein leises Wimmern entlocken. Bald findet er einen Rhythmus, der sie beide antreibt, ein gleichmäßiges Vor und Zurück, das die Luft mit feuchten Lauten füllt. Lenas Hände krallen sich in die Tischkante, ihr Rücken durchgedrückt. Er legt eine Hand auf ihre Hüfte, die andere gleitet nach oben, umfasst ihre Brust, drückt die Brustwarze zwischen Daumen und Zeigefinger, rollt sie sanft.
„Ja“, keucht sie. „Weiter.“
Er beschleunigt das Tempo, die Stöße werden härter, schneller. Sein Becken schlägt gegen ihre Pobacken, ein nasser, schmatzender Klang, der sich mit ihrem Atem mischt. Draußen hört er das ferne Lachen der Kollegen, das Klirren von Gläsern – eine andere Welt. Hier gibt es nur diese Hitze, diesen Körper unter seinen Händen.
Er beugt sich vor, seine Brust an ihrem Rücken, und flüstert ihr ins Ohr, die Worte rau: „Komm für mich, Lena. Zeig mir, wie sehr du es brauchst.“
Ihr Stöhnen wird lauter, ein rauer, verzweifelter Laut. Ihr Körper spannt sich an, und er spürt, wie ihre Vagina um ihn pulsiert, sich zusammenzieht, ein heißer, lebendiger Schraubstock. Das reicht, um ihn über die Kante zu treiben. Er stößt noch einmal tief in sie, als die Welle ihn erfasst. Er kommt in heißen, stoßweisen Schüben, sein ganzer Körper zittert, und er drückt sein Gesicht in ihren Nacken, riecht ihren Schweiß, ihr Parfüm, die Essenz ihrer Erregung.
Lange bleiben sie so, ineinander verschlungen, das schwere Atmen der einzige Laut. Dann löst sich Tom von ihr, und sie richtet sich auf, dreht sich um. Ihr Gesicht ist gerötet, die Haare zerzaust, und sie lächelt – ein schlaues, zufriedenes Lächeln, das in ihren Augen blitzt.
„Das war …“, beginnt sie, ihre Stimme noch immer heiser.
„… eine einmalige Sache?“, unterbricht er sie, ein Grinsen in seiner Stimme.
Sie lacht, ein warmer, tiefer Klang. „Das wird sich zeigen, Praktikant. Zieh dich wieder an. Die Feier wartet.“
Sie sammelt ihre Kleider auf, beginnt sich notdürftig zu richten. Tom tut es ihr gleich, das Hemd zerknittert, die Hose hastig geschlossen. Als sie wieder halbwegs vorzeigbar sind, sieht sie ihn an, ihr Blick plötzlich ernst.
„Das bleibt unter uns, klar?“, sagt sie leise, aber bestimmt.
„Natürlich, Chefin.“
Ihr Blick bleibt auf ihm ruhen, forschend, als wolle sie etwas in seinen Augen lesen. Dann dreht sie sich um und verlässt das Büro. Tom bleibt zurück, hört ihre Absätze auf dem Gang verhallen, dann das Stimmengewirr, das sie aufnimmt. Er atmet tief durch, spürt das Zittern in seinen Beinen, die Wärme in seinem Bauch. Er wundert sich über das, was gerade passiert ist, und folgt ihr wenig später hinaus.
Die Betriebsfeier plätschert weiter, Kollegen lachen, Gläser klirren. Niemand scheint etwas bemerkt zu haben. Lena steht an der Bar, ein neues Glas Wein in der Hand, und unterhält sich mit einem Abteilungsleiter. Als Tom an ihr vorbeigeht, trifft er kurz ihren Blick. Ein kleines, kaum sichtbares Lächeln umspielt ihre Lippen, ein Geheimnis zwischen ihnen.
Tom greift sich ein Bier aus dem Kühlschrank und mischt sich unter die Leute. Der Abend wird noch lange dauern.
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