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Wellenschlag

Fremde Kurzgeschichten · Lesedauer ca. 10 Min · Ab 18 Jahren

Der Wind zerrt an meinem Haar, als ich über den nassen Sand laufe. Die Wellen brechen sich in der Ferne, ein rhythmisches Rauschen, das mich lockt. Ich werfe einen Blick zurück zum Hotel, dessen Lichter wie verirrte Glühwürmchen flimmern. Nichts hält mich dort. Ich brauche die Weite, das Gefühl, in der Dunkelheit zu verschwinden, mich aufzulösen wie Schaum auf den Wellen.

Dann sehe ich ihn. Er steht bis zu den Knöcheln im Wasser, die Hände vergraben in den Hosentaschen, den Blick fest auf das Meer gerichtet. Sein Hemd flattert im Wind, hell gegen die schwarze Nacht. Ich bleibe stehen, den Sand zwischen meinen Zehen. Er dreht sich um, als hätte er meine Anwesenheit gespürt, als ob die Nacht uns flüsterte. Sein Gesicht ist im Schatten kaum zu erkennen, aber ich fühle seinen Blick auf meiner Haut – eine warme Berührung, bevor er mich je angefasst hat.

„Wunderschöne Nacht“, sagt er. Seine Stimme klingt rau, wie Kiesel unter den Füßen, die das Meer glattgeschliffen hat.

„Ja“, antworte ich. Mein Herz schlägt schneller, aber nicht vor Angst. Es ist etwas anderes, ein Kribbeln, das sich in meiner Brust ausbreitet wie eine Flut, die den Sand durchnässt.

Er kommt näher. Ich bewege mich nicht. Der Sand ist kühl unter meinen nackten Füßen, mein Sommerkleid weht um meine Beine, ein flüchtiges Liebkosung. Er bleibt vor mir stehen, so nah, dass ich den Salzgeruch auf seiner Haut wahrnehme, vermischt mit einem Hauch von Seife.

„Bist du allein hier?“

Ich nicke. „Und du?“

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„Ja. Ich bin heute Abend erst angekommen. Das Hotel war zu stickig, zu viele Wände.“ Er lächelt, ein schmaler Strich im Dunkeln, aber ich sehe das Funkeln in seinen Augen.

„Ich auch. Konnte nicht schlafen. Das Meer hat mich gerufen.“

Wir schweigen. Der Wind trägt den Geruch von Tang und Salz herbei, mischt sich mit unserem Atem. Ich spüre, wie meine Brustwarzen sich unter dem dünnen Stoff des Kleides aufrichten, hart werden wie kleine Kiesel. Es ist kalt, aber das ist nicht der Grund. Es ist sein Blick, seine Nähe, die mich erregt.

Er tritt einen Schritt näher. Seine Hand hebt sich, zögert, und dann berühren seine Finger meine Wange. Sie sind kühl, aber die Berührung brennt auf meiner Haut, hinterlässt eine Spur der Wärme. Er streicht über mein Schlüsselbein, und ich schaudere.

„Darf ich?“ Seine Stimme ist leise, fast ein Hauch.

Ich antworte nicht. Stattdessen lege ich meine Hand auf seine, drücke sie fester an mein Gesicht, führe sie zu meinem Mund und küsse seine Fingerkuppen. Er versteht. Sein Mund findet meinen, weich und salzig, und ich lasse mich fallen in den Kuss, in die Dunkelheit, in die Nacht.

Der Kuss des Meeres

Seine Lippen sind sanft, aber fordernd. Er schmeckt nach Salz und etwas Süßem, vielleicht ein Rest von Wein, der auf seiner Zunge liegt. Ich öffne meinen Mund, lasse seine Zunge hineingleiten. Sie erkundet mich, streicht über meinen Gaumen, tanzt mit meiner. Ein leises Stöhnen entweicht mir. Meine Knie werden weich, und ich lehne mich gegen ihn.

Seine Hände wandern von meinem Gesicht zu meinen Schultern, schieben den dünnen Träger meines Kleides beiseite. Der Stoff fällt, gibt den Blick frei auf meine Brust. Ich zittere, als die kühle Luft meine nackte Haut trifft, aber seine Wärme ist stärker. Er zieht mich näher, seine Brust fest gegen meine. Ich spüre seinen Herzschlag, schnell und stark, ein Kontrapunkt zum Rauschen der Wellen.

„Komm“, murmelt er gegen meinen Mund. Er nimmt meine Hand und führt mich zum Wasser. Die ersten Wellen umspülen unsere Füße, und ich keuche auf. So kalt, der Schock durchfährt mich. Aber als er mich umfasst, seine Arme um meine Taille legt, vergesse ich die Kälte. Sein Körper ist ein Ofen, und ich presse mich an ihn.

Das Wasser reicht uns bis zu den Hüften, als er mich anh hebt. Ich schlinge meine Beine um seine Taille, spüre seine Hände auf meinem nackten Po. Mein Kleid bauscht sich um uns wie eine Qualle, nass und schwer. Er trägt mich tiefer hinein, bis die Wellen an meinem Rücken lecken.

„Du bist schön“, sagt er. Seine Stimme ist heiser, fast ein Flüstern, das im Wind verweht.

Ich küsse ihn wieder, tiefer. Meine Finger graben sich in seine Haare, nass und zerzaust vom Salzwasser. Er stöhnt in meinen Mund, als ich mich an ihm reibe. Ich spüre seine Erregung durch die nassen Stoffe, hart gegen meinen Schoß, pulsierend. Das Wasser trägt uns, macht uns leicht, und ich bewege mich gegen ihn, suche Reibung.

Entkleidet im Mondlicht

Er trägt mich zurück zum Strand, die Arme unter meinen Knien, und lässt mich vorsichtig auf den Sand gleiten. Die Körner haften an meiner feuchten Haut, Millionen winziger Berührungen. Er kniet vor mir, seine Augen glänzen im fahlen Mondlicht. Seine Hände finden den Saum meines Kleides, ziehen es langsam nach oben. Ich hebe die Arme, lasse ihn das nasse Stück über meinen Kopf streifen. Es fällt mit einem leisen Platsch in den Sand. Ich liege nackt vor ihm, die Knie angezogen, die kalte Luft auf meiner Haut, aber sein Blick wärmt mich.

Er lässt seinen Blick über mich gleiten, langsam, von meinen Zehen, über meine Schienbeine, die Innenseite meiner Oberschenkel, bis zu meinen Augen. Ich fühle mich nicht entblößt, sondern gesehen, begehrt. Er beugt sich vor, küsst mein Knie, die Innenseite meines Oberschenkels, direkt über der Stelle, wo ich ihn spüren will. Seine Lippen hinterlassen eine Spur der Wärme, Gänsehaut breitet sich aus.

Ich lehne mich zurück, stütze mich auf meine Ellbogen. Der Sand ist rau, aber ich spüre nichts als seine Zunge, die höher wandert, bis zu meiner feuchten Mitte. Er atmet mich ein, ein tiefer, kehliger Laut, der in mir widerhallt.

„Du duftest nach Meer“, sagt er, und dann senkt er den Kopf. Sein Atem streift mich, heiß, und ich zucke zusammen.

Seine Zunge findet meine Klitoris, umkreist sie langsam, erst sanft, dann fordernder. Ich beiße mir auf die Lippe, meine Hüften heben sich ihm entgegen. Er lacht leise, ein Vibrieren, das durch mich hindurchgeht, mich noch empfindlicher macht. Er taucht seine Zunge in mich, schmeckt, saugt. Ich krall meine Finger in den Sand, suche Halt, während er mich dem Wahnsinn näher bringt.

„Nicht aufhören“, flüstere ich. Er gehorcht, verdoppelt seine Anstrengungen. Seine Hand wandert zu meinem Bauch, während seine Zunge weiterarbeitet, Kreise zieht, mal schnell, mal langsam. Er schiebt zwei Finger in mich, langsam, und ich bieg mich durch. Ich bin so bereit für ihn, so nass, so offen. Er spürt es, spürt, wie ich mich um seine Finger zusammenziehe, und zieht sie heraus, leckt sie ab, bevor er sich über mich beugt.

Vereinigung im Sand

Sein Körper über mir, warm und schwer. Er streift sein Hemd ab, und ich spüre seine nackte Brust auf meiner, die Haut klebt ein wenig vom Salz. Seine Hose folgt, bis nur noch die nasse Shorts zwischen uns ist. Er zieht sie aus, und ich sehe ihn im Mondlicht: sein Glied steht aufrecht, die Spitze glänzend, feucht von meiner Erregung und dem Meer.

Er positioniert sich zwischen meinen Beinen, schiebt sie weiter auseinander. Die Spitze seines Glieds reibt an meiner Öffnung, gleitet durch meine Nässe. Ich keuche, als er den Kopf einführt, nur einen Zentimeter. Er hält inne, sieht mich an. In seinen Augen liegt eine Frage, ein letztes Zögern.

Ich antworte, indem ich meine Hüften hebe und ihn tiefer in mich ziehe. Ein gemeinsamer Seufzer, der im Wind verweht. Er dringt in mich, langsam, Zoll für Zoll, bis er ganz in mir ist. Ich fühle mich ausgefüllt, als wäre ich für ihn geschaffen, jede Falte, jede Kurve passt sich ihm an. Er ist warm, hart und sanft zugleich.

Er beginnt sich zu bewegen, ein rhythmisches Wiegen, das die Wellen nachahmt. Rauschen, Stoß, Rauschen, Stoß. Ich lege meine Beine um seine Hüften, ziehe ihn tiefer, will ihn ganz spüren. Seine Stöße werden fester, der Sand unter uns wird zu einer Mulde, die uns hält. Ich spüre, wie sich in mir eine Spannung aufbaut, wie eine Flutwelle, die sich türmt, unaufhaltsam.

Sein Atem wird schneller, und ich weiß, er ist nah dran. Sein Becken stößt gegen meins, der Schweiß vermischt sich mit dem Salzwasser. Aber ich will ihn zuerst fühlen, will sehen, wie er die Kontrolle verliert.

Ich drücke meinen Rücken durch, presse meinen Schoß gegen ihn. Seine Hand findet meine Klitoris, reibt sie im Takt seiner Stöße, hart, fordernd. Das Doppelte ist zu viel, und ich verliere jede Kontrolle. Die Welt um mich herum verschwimmt, nur noch er, das Rauschen im Ohr, das Gefühl, zu explodieren.

Der Höhepunkt trifft mich wie eine Brandungswelle. Ich schreie auf, mein Körper bäumt sich auf, und um ihn herum zieht sich alles zusammen. Er stöhnt meinen Namen – einen Namen, den er nicht kennt, aber trotzdem ruft – und ergießt sich in mich, heiße Stöße, die mich bis ins Mark treffen, die mich überfluten.

Wir liegen still, unsere Körper verschlungen. Der Wind trocknet den Schweiß auf meiner Haut, der Sand kühlt mich. Er küsst meine Schulter, meine Stirn, meine Lippen – kleine, zärtliche Küsse, die das Ende besiegeln.

„Danke“, flüstert er, und ich weiß nicht, wofür. Für die Nacht, für mich, für das, was wir geteilt haben.

Ich lächle in die Dunkelheit. Irgendwann stehen wir auf, ziehen uns wortlos an. Der Sand ist überall, in meinem Haar, zwischen meinen Beinen, eine Erinnerung. Er nimmt meine Hand, und wir gehen zurück zum Hotel. Seine Finger sind fest, warm, und ich presse mich an seine Seite.

Wir trennen uns im Foyer, ein letzter Kuss, flüchtig. Am nächsten Morgen ist er fort, das Zimmer leer. Aber das Meer rauscht noch in mir, und ich weiß, eine Nacht ohne Namen war genug – mehr als genug.

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